Krähen verlieren den Anschluss

0:2-Niederlage beim FC Lehrte

Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide hat in der Fußball-Landesliga am letzten Sonntag eine erneute Niederlage hinnehmen müssen. Die Krähen unterlagen dem FC Lehrte auf dessen schwer zu bespielenden B-Platz mit 0:2. Besonders bitter ist diese Niederlage angesichts der Tatsache, dass der FC zu jenen Teams gehört, an die sich der TSV KK durch einen Sieg hätte langsam heranpirschen können. Doch nach dem 0:2 wird die Lage nun immer bedrohlicher. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt bereits neun Punkte. Dabei hatte das Spiel aus Krähenwinkeler Sicht durchaus vielversprechend begonnen. Nach einer schönen Balleroberung durch den starken Daniel Mücke geriet Alexander Dosch in der fünften Minute in eine glänzende Schussposition. Der Ball ging knapp oben links über das Tor. Wäre der TSV KK in dieser Szene in Führung gegangen, wer weiß, wie
das Spiel gelaufen wäre. Doch dann zeigte sich die allseits bekannte herausragende
Offensivqualität des FC Lehrte. Marlon Pickert spielte den Ball nach links außen zu
Michael Fitzner, und der Kapitän der Gastgeber traf aus einem äußerst komplizierten
Winkel zum 1:0. Es war den Krähen anzumerken, dass ihnen dieses Gegentor mental
zugesetzt hatte. Während sie fortan eine Schwächephase durchleben sollten, kam der FC zu weiteren Möglichkeiten. Torjäger Patrick Heldt traf den rechten Außenpfosten, bevor ein durch ihn geschossener Freistoß aus rund 25 Metern unten rechts am Tor vorbeiging. Und nach einer halben Stunde parierte KK-Torhüter Jan Helms einen Schuss von Marlon Pickert zunächst, ehe Nils Tegtmeyer den Nachschuss in letzter Sekunde von der Linie kratzte. Erst nachdem diese Situationen überstanden
waren, fanden die Rot-Blauen wieder ins Spiel. Der Schuss von Bennet Behrendt
im Anschluss an einen Eckball stellte für Lehrtes Keeper Alexander Homann zwar
keine große Gefahr dar, bedeutete aber immerhin in der 35.Minute einen weiteren
Abschluss. In der 42.Minute hatte auch Lauri Schwitalla eine Gelegenheit.
So war der mitgereiste Anhang guter Hoffnung, dass der TSV KK nach dem Seiten-
wechsel in dieser Form weiterspielen möge.
In der zweiten Halbzeit präsentierten sich die Krähen jedoch in einer äußerst
schwachen Verfassung. Ein konstruktiver Spielaufbau aus der Hintermannschaft
heraus, der bereits in Hälfte Eins rar gesät war, kam kaum noch zustande, und
die Fehlpassquote hatte sich noch einmal erhöht. Und vorne schaffte es das Team
nie, gegen die robusten Abwehrspieler der Lehrter durchzukommen. So kam in
der gesamten zweiten Spielhälfte nur eine echte Torchance für die Krähen
heraus. Bei Sebastian Helms Freistoß in der 60.Minute flog der Ball an der Lehrter
Mauer, doch auch an deren Tor vorbei. In der 69. Minute fiel dann die Entscheidung.
Patrick Heldt nutzte einige Missverständnisse in der Krähenwinkeler Defensive
aus und schoss den Ball zum 2:0 ins Netz. Die letzte nennenswerte Szene in einem
Spiel auf überschaubarem Niveau hatte Lehrtes Tobias Schmitt in der 77. Minute.
Sein Kunstschuss wurde zur Ecke geklärt. Tragisch war, dass die Krähen ein kollektives Aufbäumen bis zum Schluss vermissen
ließen. Der immense Kampfgeist, für den die Mannschaft in den Spielen zuvor zu
Recht gelobt worden war, wäre in diesem Spiel, das von so immenser Bedeutung
war, dringend benötigt worden. So muss man diesmal ohne Wenn und Aber
von einer verdienten Niederlage sprechen.
Am nächsten Wochenende steht ein weiteres Auswärtsspiel auf dem Programm.
Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide gastiert am Sonntag, 6. Novembe,r beim
TSV Pattensen. Nach der Umstellung auf die Winterzeit erfolgt der Anpfiff bereits
um 14 Uhr.
Mannschaft: J. Helms, Tegtmeyer, Döpke, S. Helms. T. Schmidt, T. Miener (ab 75.Sachse), Münch (ab 60.A. Ulrich), Mücke (ab 46.Tasche), Dosch, Behrendt, Schwitalla Trainer: Gehrmann
Tore: 12.1:0 Michael Fitzner, 69.2:0 Patrick Heldt