Krähen verloren beim Tabellenletzten

Freistoß aus 18 Metern verwandelt, TSV KK versäumte das Nachlegen

Ingo Trebing, Trainer des Fußball-Landesligisten TSV Krähenwinkel/Kaltenweide, und seinem Co-Trainer Christian Schnabel schien in der Woche vor dem Auswärtsspiel ihres Teams beim STK Eilvese bereits ein ungutes Gefühl beschlichen zu haben. Sie monierten die vielen Spielausfälle, die es zuvor gegeben hatte, wodurch sie ihre Mannschaft aus dem Rhythmus gekommen sahen. Der Novemberregen weiß nämlich nur in musikalischer Form, von Guns`n`Roses dargeboten, zu gefallen. In Bezug auf Fußball im Freien sorgte er dagegen für die Absagen der TSV KK-Partien gegen Tündern und den HSC. Im Gegensatz dazu konnte der STK Eilvese als einziger Landesligist sämtliche Begegnungen über die Bühne bringen. Dennoch wollten die Krähen beim Tabellenletzten punkten. Doch zu Beginn des Spiels waren nur die Spieler des Aufsteigers hellwach. Schon in der zweiten Minute gelang Tugruncan Singin nach einer Flanke von Tobias Alker das 1:0. Zehn Minuten
später musste Krähen-Torhüter Jan Helms sein Können aufbieten, um bei einer Alker-Chance ein weiteres Gegentor zu verhindern. Schnabel sprach davon, dass der TSV KK die Anfangsphase „komplett verschlafen“ habe. Ein ruhender Ball brachte die Waldsee-Elf dann aber nach 20 Minuten in das Spiel. Philipp Schmidt verwandelte einen Freistoß aus rund 18 Metern direkt. Und dann schien das Spiel in Richtung der Gastmannschaft zu kippen. Denn nach 32 Minuten gelang den Krähen die 2:1-Führung. Nach Oliver Pfeuffers scharfer Hereingabe missglückte dem STK der Abwehrversuch. Der Ball kam zu Marcel Kunstmann, und der Torjäger sorgte für den Vorsprung. Jetzt hatten die Rot-Blauen ihre beste Phase und waren mehrmals kurz davor, ein drittes Tor zu erzielen. Es sollte jedoch nicht gelingen. Die beste Gelegenheit vereitelte Eilveses Schlussmann Florian Rau, der kurz vor der Pause stark gegen Kunstmann parierte.
Nach dem Seitenwechsel entfachten die Krähen weiteren Druck. Doch das Tor fiel plötzlich auf der anderen Seite. Tugruncan Singin traf zum zweiten Mal, und es stand 2:2. Dieses Tor wirkte wie ein Schockmoment für die Krähen. Denn von nun an war der STK Eilvese das bessere Team, und das Tor zum 3:2-Endstand für Eilvese dementsprechend nicht unverdient. Serkan Özdemir erzielte es in der 79. Minute per Freistoß. Der TSV KK fand keine Mittel, um dem Spiel, das in der zweiten Halbzeit zum Teil recht hektisch geführt wurde, noch eine Wendung zu geben. Zu allem Überfluss gab es in der Nachspielzeit noch eine rote Karte gegen die Krähen.
Der STK Eilvese hat mit diesem überraschenden Erflog die rote Laterne abgegeben, während man bei den Krähen konsternieren musste, dass das Team zum einen an der schwachen Anfangsphase, zum anderen daran, es versäumt zu haben, das 3:1 zu erzielen, gescheitert ist.
Am nächsten Wochenende beginnt die Rückrunde, und für die erste Aufgabe hat der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide ein erfolgreicheres Abschneiden als in Eilvese in das Auge gefasst. Die Rot-Blauen treten am Sonntag, den 26. November, um 14 Uhr beim TSV Pattensen an.
Mannschaft: J. Helms, T. Miener, S. Helms, A.Ulrich, Pfeuffer (ab 65. Minute Döpke), Hübner (ab 86. Minute Tasche), Schütz, Mücke, P. Schmidt, M. Ulrich (ab 64. Minute Böttcher), Kunstmann; Trainer: Trebing; Tore: 2. Minute 1:0 Tugrancan Singin, 20. Minute 1:1 Philipp Schmidt, 32. Minute 1:2 Marcel Kunstmann, 54. Minute 2:2 Tugrancan Singin, 79. Minute 3:2 Serkan Özdemit; Rot: 94. Minute Bart (TSV KK).