Krähen wieder in der Verfolgerrolle

Alle Bemühungen fruchteten nicht: Der TSV KK blieb im Bezirksliga-Spitzenspiel gegen die Gäste aus Mühlenberg ohne eigenen Treffer.Foto: O. Krebs

Bittere 0:1-Heimniederlage gegen den Mühlenberger SV

Die Konkurrenz aus Mühlenberg entführt die Big Points aus Krähenwinkel
Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide ist die Spitzenposition in der Fußball-Bezirksliga wieder los. Im direkten Duell mit dem großen Konkurrenten aus Mühlenberg mussten die Krähen eine bittere 0:1-Heimniederlage einstecken.
Es war das Duell des Ersten gegen den Zweiten, das sich die Besucher bei niedrigen Temperaturen, aber strahlendem Sonnenschein nicht entgehen lassen wollten. Trafen mit dem TSV Krähenwinkel/ Kaltenweide und dem Mühlenberger SV doch zwei Teams aufeinander, die unisono 40 Punkte auf dem Konto hatten. Der TSV KK durfte aufgrund des besseren Torverhältnisses den ersten Platz für sich beanspruchen. Vor dem Top-Spiel wirkte das Waldsee-Team hochmotiviert, die Spitzenposition unbedingt verteidigen zu wollen. Die Mannschaft strotzte vor Entschlossenheit, die zu vergebenden big points am Waldsee zu behalten. Doch es gelang den Krähen nicht, diese Euphorie auch auf den Rasen zu bringen. Über die gesamte Spieldauer betrachtet wirkten die Gäste aus Hannovers südwestlichem Stadtteil bissiger. In den ersten Minuten sahen die Zuschauer eine gute Rettungstat von KK-Torwart Jan-Hendrik Helms sowie ihm gegenüber einen ersten Torschuss durch Philipp Schmidt nach Vorarbeit von Wladislaw Schmidt. Danach entwickelte sich eine Partie, deren Geschehen sich vornehmlich in die Richtung des MSV-Tores abspielte. Dennoch gelang es den Krähen nur selten, zwingende Torchancen zu kreieren, auch weil die Mühlenberger Hintermannschaft gut aufgelegt war. Überdies hatte der TSV KK eine ganze Reihe an Eckbällen und Freistößen zugesprochen bekommen, ein Effekt blieb jedoch aus.
Der Mühlenberger SV wurde bei schnellen Kontern sowie bei Standards stets gefährlich. So resultierte das 0:1 denn auch aus einem Freistoß, ausgeführt von Matthias Braczkowski. Der Ball kam von der linken Seite vor das Tor, wo es die Krähenwinkeler Verteidigung versäumte, Mühlenbergs Alexander Palamartschuk von einem Torschuss abzuhalten. Palamartschuk konnte den Ball so ungehindert per Volleyschuss in die Maschen befördern. Nach dem Seitenwechsel kamen die Mühlenberger stärker aus der Kabine, während die Rot-Blauen eine Weile brauchten, um wieder ins Spiel zu finden. Nach 54 Minuten konnte sich das Team dann bei ihrem Torhüter bedanken, nicht ein weiteres Gegentor bekommen zu haben. Nach einer MSV-Chance touchierte der Ball die Latte, flog zurück ins Feld und wurde hiernach von Helms mit einem Blitzreflex aus der Gefahrenzone gebracht. Nun fand sich der TSV KK wieder besser zurecht und probierte weiter, der Begegnung eine Wendung zu geben. Allerdings stellten die Krähen den gegne-rischen Torhüter nur noch einmal auf die Probe. Aljoscha Podeksy lenkte einen Kopfball von Wladislaw Schmidt in der 65.Minute über die Latte. Bei Giovannia Costas guter Gelegenheit in der 75.Minute sowie Philipp Schmidts Freistoß aus aussichtsreicher Position zehn Minuten vor dem Ende brauchte der Keeper nicht mehr einzugreifen - der Ball flog jeweils über das Gehäuse. Dann hatten die Krähen auch noch Pech, dass die Pfeife des Schiedsrichters stumm blieb, nachdem Wladislaw Schmidt von einem Mühlenberger im Strafraum umgeschubst worden war. So blieb es beim 0:1, wodurch der MSV in der Tabelle wieder am TSV KK vorbeiziehen konnte. Will man es aus Krähenwinkeler Sicht positiv sehen, so kann man konstantieren, dass sich das Team vielleicht in der Rolle des Jägers doch wohler fühlt als in der des Gejagten. Die Saison ist noch zehn Spieltage lang, ganze 30 Punkte sind noch zu vergeben. Drei davon will das Team im nächsten Spiel holen. Mit einem Erfolg im Auswärtsspiel gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen II, das am nächsten Sonntag, 29.März, um 15 Uhr angepfiffen wird, können die Krähen einer Verfolger auf Distanz halten.
Mannschaft: J. Helms, Bart, Döpke, P. Schmidt, S. Helms, Schütz, Costa (ab 75.Schwitalla), Linnemann (ab 58. Heider), Mücke (ab 46. Tegtmeyer), W. Schmidt, M. Ulrich Trainer: Schülke; Tor: 19.0:1 Alexander Palamartschuk