Kurioser Spielabbruch in Gümmer

Sparta konsterniert und ratlos

Ein Großteil beider Mannschaften hatte bereits den Kabinentrakt auf dem Weg zum Pausentee erreicht und zumindest die Spieler der Spartaner dürften sich gewundert haben, warum ihr Trainer nicht ebenfalls zu ihnen stieß. Die Erklärung dafür war höchst dramatisch, denn Jamal Miri bemühte sich in diesen Augenblicken im Dialog mit dem Unparteiischen um Aufklärung für eine unmittelbar zuvor getroffene Entscheidung des Referees: Spielabbruch! „Sie haben ihre Spieler nicht im Griff“, lautete die lapidare Aussage. Was und vor allen Dingen wem nun exakt welches Vergehen vorgeworfen wurde, diese Antwort blieb er schuldig. Die Aufregung bei Spartas Offiziellen, unter ihnen Dieter Schwarz und Hilmar Brodersen vom Vereinsvorstand, war ob dieser Entscheidung nur allzu verständlich, zumal aus dem Umfeld der Platzherren diskriminierende Äußerungen zur Multi-Kulti-Truppe der Schwarz-Gelben laut wurden. Nun wird es also ein Nachspiel vor dem Sportgericht geben, dem der Klub vom Silbersee zunächst einmal sehr gelassen entgegen sieht, denn kein Aktiver der Schwarz-Gelben hatte sich bis dahin überhaupt etwas zu Schulden kommen lassen. Zwei gelbe Karten wurden lediglich für die Gastgeber gezogen. Übrigens, für die Elf vom Silbersee bestand zu diesem Zeitpunkt absolut keine Veranlassung für eine etwaige Frusthandlung, denn durch einen Treffer von Jonas Tekeste aus der 42. Minute lag man verdientermaßen 1:0 in Front.
Jetzt hofft man auf finale sportliche Gerechtigkeit, zu der auch TuS Gümmer durch eine objektive Darstellung der „Geschehnisse“ würde beitragen können.
Hoffentlich haben sich die Spartaner bis zum nächsten Heimspiel von diesem Schockerlebnis erholt, denn mit der spielstarken Reserve vom TSV Luthe steht ihnen ein harter Brocken bevor. Spielbeginn 15 Uhr an der Emil-Berliner-Straße.
Aufstellung: Benjamin Hotze;, Tufan Akca, Enis-Marvin Keller, Arber Muslu, Bilel Khlifi, Patrick Brodersen, Taufick Saado, Jonas Tekeste, Ümit Topal, Cem Erhan, Mario Mazzeo.