Kurzzeitige Verwirrung

Kämpfte sich ganz oben: Fione Fischer.

Zwei Podestplätze für Judoka Fiona Fischer

Jetzt fand in Frankfurt/Main der dritte Internationale Adler Cup im Judo statt. Mit über 1600 Teilnehmern aus 27 Ländern (unter anderem Kanada, Israel, Ägypten) hat sich die Veranstaltung zu einem der quantiativ und qualitativ größten Jugendturniere Deutschlands entwickelt. Zeitgleich wurde in der Olympiahalle auf 8 Matten gekämpft. Sieben verschiedene Alterklassen gingen an den Start. Die 13jährige Godshornerin Fiona Fischer startete gleich doppelt in der Gewichtsklasse bis 44 Kilogramm. Als Coach hatte sie ihren Bruder Fabio an ihrer Seite, der sie optimal auf die Gegnerinnen einstellte. Am Samstag begann Fiona in der Altersklasse U15. Die Auslosung war leider denkbar ungünstig. Bereits im Auftaktkampf traf sie auf die ältere Mitfavoritin und spätere Siegerin Ziegler aus Großhadern. Diesen Kampf, der vom Publikum als das eigentliche Finale gehandelt wurde, verlor Fiona denkbar knapp mit eine kleinen Wertung über die gesamte Kampfzeit. In der nun folgenden Trostrunde lies sie den Gegnerinnen dann keine Chance und erkämpfte sich drei weitere Siege. Im kleinen Finale um Platz drei wurde es dabei nochmals spannend. Im Golden Score sorgte eine falsche Kamprichterentscheidung kurzzeitig für Verwirrung. Dank der eingesetzten Videoanalyse konnte der Irrtum aber schnell aufgeklärt werden, und Fiona stand als Bronzemedaillen-Siegerin fest. Am Sonntag folgten dann die Wettbewerbe der U14. Fiona hatte sich als Ziel gesetzt, die vergoldete, große Siegermedaille zu erkämpfen. Mit vier vorzeitigen und variantenreichen Siegen gelang ihr dies, so dass sie die Heimreise mit zwei Podestplätzen antreten konnte. Für Fiona steht fest, nächstes Jahr wieder in Frankfurt zu starten; dann allerdings auch in der U17.