Lauferlebnisse im Harz und in der Schweiz

Kerstin Schoeneberg (links) und Roswitha Ebel am Ziel nach 21,1-Kilometern Streckenlänge - erschöpft und sehr glücklich. Berglauf ist etwas anderes als ein flacher Lauf durch Langenhagen.

LAC-Läufer auf verschiedenen Streckenlängen

Beim größten Schweizer Volkslauf, dem Grandprix Bern, nahmen mehr als 30.000 Läufer aus vielen Nationen teil. Bei dem Volkslauf wurden Strecken von 1,6-, 4,7- und 16,09-Kilometer angeboten. Vom Leichtathletik-Club (LAC) Langenhagen nahmen Tristan Splett und Heike Becker beim 4,7-Kilometer-Lauf teil. Beim Hauptlauf mit der Streckenlänge 16,9-Kilometer nahmen insgesamt 16.000 Läufer teil. Vom LAC waren Rolf Colberg, Uwe-Georg Schubert, Klaus Habekost, Bernd Müller und noch einmal Tristan Splett dabei. Die Strecke ging bei beiden Läufen durch neue Stadtteile, aber auch durch die historische Altstadt von Bern. Begleitet wurden die Langenhagener neben der mitgebrachten Fangruppe von tausenden wild jubelnden Passanten an der Strecke. Alle LAC-Starter haben die Strecke genossen und ein sehr gutes Ergebnis abgeliefert. Heike Becker und Tristan Splett liefen die 4,7-Kilometer-Strecke beide in 25:32 Minuten. Die Grandprix-Strecke auf zehn Meilen (laut Veranstalter die schönsten Strecke der Welt) wurde von den fünf LAC-Startern in folgenden Zeiten absolviert: Rolf Colberg 1:43 Stunde, Tristan Splett 1:13 Stunde, Klaus Habekost 1:16 Stunde, Bernd Müller 1:20 Stunde, Uwe-Georg Schubert 1:21 Stunde. Die vier letzt genannten schafften in der Teamwertung einen hervorragenden sechsten Platz von 20 gestarteten Teams. Sie waren dabei das beste rein deutsche Team mit dem höchsten Durchschnittsalter. Im Ziel angekommen ließen alle Läufer ihre Endorphine freien Lauf, denn so ein Ereignis in der fernen Schweiz ist was ganz besonderes. Der mit dem LAC-Vorsitzenden Bernd Müller befreundete Leiter der Grenzwachtgruppe der Schweiz lud alle Langenhagener Läufer im Anschluss an dem Lauf zu einem Grillabend ein. Diese Einladung wurde gerne angenommen, so dass die Beine ruhen konnten und der Tag ein tolles Ende fand. Die Gruppe genoss am Pfingstsonntag noch den Schwarzwald mit einer Wanderung und einem kulinarischen Abschluss, bevor es zurück nach Langenhagen ging.
Nicht ganz so weit weg von zu Hause waren Kerstin Schoeneberg und Roswitha Ebel. Zur Vorbereitung auf den Aletsch-Halbmarathon Ende Juni nahmen die beiden LAC-Läuferinnen beim Bad Harzburger Bergmarathon auf der Halbmarathon Distanz teil. Der Aletsch-Halbmarathon findet auf dem gleichnamigen Gletscher in der Schweiz statt. Somit war der Lauf in Bad Harzburg ein guter Vorbereitungslauf. Für Kerstin Schoeneberg, die zuletzt am Stadtmarathon in London teilgenommen hat, bot sich in Bad Harzburg ein ganz anderes Terrain. Für Ebel war es auch was ganz besonderes. Für die international erfolgreiche Geherin war es der erste Halbmarathon seit zwei Jahren. Der Wetterumschwung zu Pfingsten nahm dabei den Läuferinnen einiges an Kraft. Roswitha Ebel sagte nach dem Lauf: „Es war saukalt und windig. Die ersten drei Kilometer waren noch relativ moderat, ab Kilometer vier war das Warmmachen vorbei und ab Kilometer sechs waren wir im ständigen Anstieg. Bei der Verpflegungsstelle nach elf Kilometern ging es, fast, nur bergab.“ Nach 2:10:03 Stunden war Kerstin Schoeneberg schon im Ziel und schaffte damit sogar Platz zwei ihrer Altersklasse. Roswitha Ebel kam mit einer glücklichen Zeit von 2:19:09 Stunden nach 21,1 Kilometern an das Ziel.