Legiens Traumtor und Kunstmanns Schlusspunkt

TSV KK spielt 2:2 gegen den OSV Hannover

Es ist schon eine kuriose Statistik: Immer, wenn der OSV Hannover als Tabellenletzter
gegen den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide antritt, geht die Begegnung unentschieden
aus. Am Sonntag begab es sich nach 1993, 1994 und 2006 bereits zum vierten
Mal, dass der OSV beim Meisterschaftsduell gegen die Krähen die rote Laterne innehat.
Nachdem es 1993 und 1994 jeweils 1:1 ausging und man sich 2006 mit 2:2 getrennt
hatte, standen am Ende der neuerlichen Fußball-Landesligapartie abermals jeweils zwei Treffer auf jeder Seite.
Aus rot-blauer Sicht hätte das Spiel am Sonntag kaum schlechter beginnen können.
Denn es waren noch nicht einmal drei Minuten vergangen, da erzielten die Bothfelder
durch Hüsnü Sabab den Führungstreffer. Doch die Krähen hatten schnell eine
passende Antwort parat. Nach sechs Minuten nahm René Legien Maß. Er brachte den
Ball aus rund 40 Metern Entfernung mit einem wahren Kunstschuss im Kasten unter –
ein Traumtor. Die beiden frühen Tore sorgten allerdings nicht dafür, dass sich von nun
an ein hochinteressantes Match entwickeln sollte. Die 200 Zuschauer sahen dafür
eine ebenso umkämpfte wie spannende Partie, in der Philipp Schmidt in der 37.
Minute die große Chance zur Führung besaß. Sein Schuss von der linken Seite strich
knapp am Tor vorbei. Kurze Zeit später war das Spiel für ihn beendet. Im Anschluss
an ein Foul konnte er nur humpelnd die Kabine erreichen, und nach dem Seiten-
wechsel kam er nicht mehr auf den Rasen zurück – ein herber Verlust für die Krähen.
Diese mussten in der 55.Minute das 1:2 durch OSV-Kapitän Martin Murawski hinnehmen.
Erten Ametovski hätte kurz darauf das 1:3 für die Gäste erzielen können, doch Krähen-
winkels Torhüter Andre Pigors lenkte den Ball über die Latte. Die nächste Torraumszene
gehörte dem TSVKK: Nach einer Vorlage von Tim Hübner spielte Marcel Kunstmann den
Ball in den Lauf von Felipe-Marcel Böttcher. Dessen Schuss wurde noch abgefälscht.
Umso erstaunlicher war die Parade, mit der OSV-Schlussmann Eren Tastan den Versuch
entschärfen konnte. Von nun an waren es die Hausherren, die die besseren Möglichkeiten
haben sollten – zumal ihnen zugutekam, dass sie nach einer roten Karte gegen Hannovers Hüsnü Sabab ab der 75. Minute in Überzahl agieren konnten. Sebastian Helms Freistoß aus guter Position landete in der Mauer; Renè Legien schoss aus spitzem Winkel knapp links vorbei, und Philipp Schütz köpfte den Ball nach einer Ecke knapp über die Latte. Dann war die 94. Minute angebrochen und somit die letzten sechzig Sekunden der Nachspielzeit von fünf Minuten, die Schiedsrichter Nikolas Wilckens vom SV Drochtersen/Assel angeordnet hatte. Tim Hübner wurde im Strafraum rüde gefoult, und die Krähen kamen so in den Genuss, dieses Landesligaspiel mit einem eigenen Elfmeter beenden zu können. Marcel Kunstmann behielt die Nerven. Souverän lenkte er die Kugel zum Ausgleich ins Netz. Direkt danach erfolgte der Schlusspfiff, und die Rot-Blauen durften sich über den späten Punktgewinn und die Tatsache, weiterhin ungeschlagen zu sein, freuen. Sieben Punkte aus den ersten drei Partien – damit kann man am Waldsee
hochzufrieden sein. Weiter geht es für das Team am kommenden Sonntag, 3. September,
mit einem Auswärtsspiel beim VfL Bückeburg. Der Anpfiff im Jahnstadion wird um 15 Uhr
erfolgen.

Mannschaft: Pigors, Bart (ab 61.Hübner), T. Miener, S. Helms, Mücke, Dosch, Döpke (ab 80.
Schütz), Legien, Zimmermann, P. Schmidt (ab 46.Böttcher), Kunstmann Trainer: Trebing
Tore: 2.0:1 Hüsnü Sabab, 6.1:1 Renè Legien, 55.1:2 Martin Murawski, 95.2:2 FE Marcel
Kunstmann
Rot: 75.Hüsnü Sabab (OSV)