Leistungssteigerung reicht nicht aus

RECKEN unterliegen knapp in Magdeburg

Nach der hohen Niederlage in Flensburg hatte sich die TSV Hannover-Burgdorf eine deutliche Leistungssteigerung für die Partie beim SC Magdeburg vorgenommen. Dieses Vorhaben setzten DIE RECKEN in die Tat um, allerdings blieben die Schützlinge von Trainer Jens Bürkle auch im siebten Anlauf in der Bördestadt ohne Punktgewinn und mussten am Ende eine knappe 28:30-Niederlage quittieren. „Der SCM ist heute der verdiente Sieger. Es fühlt sich allerdings momentan so an, das Magdeburg das Spiel nicht gewonnen, sondern wir verloren haben“, urteilte Geschäftsführer Benjamin Chatton nach der Partie.
Im Gegensatz zum Duell in Flensburg starteten DIE RECKEN in der mit knapp 6.000 Zuschauern gefüllten GETEC-Arena verheißungsvoll in die Begegnung. Nach einer Viertelstunde führten die Niedersachsen, bei denen Spielmacher Morten Olsen nach längerer Verletzungspause sein Comeback feierte, mit 6:4.
Vor allem in der Abwehr mit einem gut aufgelegten Martin Ziemer dahinter standen Mait Patrail, Erik Schmidt und Co. sehr stabil – im Angriff taten sich DIE RECKEN hingegen schwer, eine Lücke im Magdeburger Abwehrverbund zu finden und den starken Torhüter Dario Quenstedt zu überwinden. Bis zur Pause entwickelte sich fortan ein Duell auf Augenhöhe, in dem die Gastgeber einen knappen 12:11- Vorsprung mit in die Kabine nahmen.
Nach der Halbzeit wurden die Deckungsreihen beider Teams etwas löchriger. In der 39. Spielminute schafften es die Hausherren erstmalig, sich mit 17:14 einen etwas größeren Vorsprung zu erarbeiten. Doch von diesem Rückstand erholten sich DIE RECKEN schnell. Angetrieben vom sehr starken, zehnfachen Torschützen Sven-Sören Christophersen war die Begegnung eine Viertelstunde vor Schluss beim 19:19 wieder ausgeglichen.
In dieser Phase verpassten es die Niedersachsen aber, sich eine bessere Ausgangslage für die Schlussminuten zu erarbeiten. Nachdem 20:20 durch Kai Häfner, blieben DIE RECKEN vier Minuten ohne eigenen Torerfolg. Diese Zeit nutzte der SCM, um sich zum vorentscheidenden Zwischensprint mit 24:20 (50.) abzusetzen. Diesem Rückschlag liefen Christophersen und Co. bis zum Schlusspfiff hinterher und mussten am Ende in eine 28:30-Niederlage einwilligen. „Es ist positiv, dass wir heute eine Siegchance hatten. Aber momentan fühlt es sich nicht so an“, trauerte Benjamin Chatton den möglichen und wichtigen zwei Pluspunkten hinterher.
Bis zum Heimspiel gegen den TuS N-Lübbecke haben DIE RECKEN jetzt neun Tage Zeit, um die positive Entwicklung weiter voranzutreiben. Eventuell kann mit Lars Lehnhoff dann auch ein weiterer Spieler von der Verletztenliste sein Comeback feiern.