Letztes Aufgebot ohne Chance

SC Garbsen I schlägt DJK Sparta I mit 4:0 (0:0)

Eine gute und eine schlechte Nachricht gab es nach diesem sogenannten Sechs-Punkte-Spiel beim SC in Garbsen für die Spartaner. Zunächst die Gute: Zum ersten Mal in dieser Saison ging die Elf vom Silbersee ohne besondere Vorkommnisse, sprich verhängte Karten gegen sich, vom Platz. Viel schwerer wog dagegen die Schlechte: Nämlich, dass nach der klaren Niederlage bei den bis dato ebenfalls noch abstiegsbedrohten Platzherren wohl nur noch ein Wunder vor dem Gang in die Kreisklasse helfen kann. Und daran mag man angesichts der blutleeren Vorstellung in dieser so wichtigen Partie kaum glauben. Hinzu kommt, dass die Burgmüller-Truppe vor den letzten beiden Begegnungen bei der TSV KK-Reserve sowie zu Hause gegen den bereits feststehenden Staffelmeister aus Schloß-Ricklingen personell sozusagen auf dem Zahnfleisch geht. Ein leichter Nieselregen veranlasste die Platzherren kurz vor dem Anpfiff einen für sie nicht zu unterschätzenden Trumpf zu ziehen: Es wurde auf Kunstrasen gespielt, ein Untergrund, welcher bei den Spartanern nachhaltig negative Assoziationen weckte. In allen vorausgegangenen Duellen auf der Plastik-Wiese hatte man jeweils den Kürzeren gezogen. Das Bemühen beider Mannschaften, den Ball zunächst vom eigenen Strafraum fern zu halten, ließ das Spiel fast 20 Minuten ohne echte Höhepunkte dahinplätschern. Zwei Distanzschüsse von Nikolai Dückmann, denen allerdings die Präzision fehlte und ein Abseitstor des GSC bedeuteten die magere Ausbeute. Erstmals in der 28. Minute musste Kevin Nöhren einen echten Arbeitsnachweis erbringen, während ihm drei Minuten später der Pfosten hilfreich zur Seite stand. Spartas erster Eckstoß nach gut einer halben Stunde erhöhte die Gefahr für das Tor der Platzherren, die auch einen effektvoll angesetzten 20-Meter-Freistoß von Dennis Schweer dank reaktionsschneller Parade ihres Keepers unbeschadet überstanden. Insgesamt wurde im ersten Abschnitt Magerkost geboten und deutlich, dass die Aktiven zwar auf Augenhöhe agierten, in puncto Ballsicherheit und Spielaufbau jedoch erhebliche Defizite an den Tag legten. Es konnte somit eigentlich nur besser werden, zumal ein Remis keiner Seite so recht weiterhelfen würde. Knackpunkt in dieser Hinsicht dürfte der Treffer von Garbsens wendigem Angreifer Sulayman Drammeh drei Minuten nach Wiederanpfiff gewesen sein. In dem Maße wie die Aktionen der Hausherren zunehmend sicherer und gefälliger wurden, bauten die Schwarz-Gelben nun ab. Besonders die rechte Abwehrseite zeigte sich anfällig, und so fand eine Hereingabe leicht den Kopf vom Schützen des Führungstores, der mit dem 2:0 in der 53. Minute wohl so etwas wie die Vorentscheidung herbeiführte. Zu offensiven Impulsen reichte es für die Silbersee-Elf nicht mehr, demzufolge spielte sich das Geschehen fast nur noch in der eigenen Hälfte ab. Die drückende Überlegenheit der Hausherren bekam durch die Treffer von Velit Acar (66.) sowie erneut Drammeh (78.) ergebnismäßig einen gerechten Ausdruck. Der GSC war somit endgültig gerettet, während man sich bei Sparta wohl auf einen Neuaufbau eine Klasse tiefer vorbereiten kann.
Bereits am Sonnabend steht um 14 Uhr eine hohe Hürde bei der Reserve des Ortsrivalen TSV KK bevor. Im Hinspiel trennten sich die Mannschaften 1:1, was diesmal für die Spartaner gleichbedeutend mit dem Abstieg wäre. Es zählt nur ein Sieg und die Hoffnung, dass sowohl Helstorf als auch Mühlenfeld ihrerseits Federn lassen.
Aufstellung Sparta: Kevin Nöhren; Jeffrey-Appiah Stock, Pawel Martyn (72. Minute Pascal Lindner), Frederick Krell, Daniel Klassen, Steven Schmeisser, Sedat Ekinci, Nikolai Dückmann, Alexander Reinhardt, Dennis Schweer, Arda Evrem.