Lukas Lichtenstein sorgt für 100. Saisontor

Traf zum 100. Sparta-Treffer in dieser Saison: Lukas Lichtenstein.

3:0 – Sparta in zweiter Halbzeit im Energiespar-Modus

Abwechselnd Sonnenschein, Schneeschauer, Regen und Windböen bildeten den äußeren Rahmen für diesen ungemütlichen Fußball-Nachmittag bei typischem April-Wetter auf dem Sportplatz am Silbersee. Da wünschten sich die Anhänger auch gleich noch Hagel dazu, nämlich am besten Tor-Hagel. Nun, diesen Gefallen taten ihnen die Akteure nur bedingt, wenngleich es für die Elf von Coach Jamal Miri immerhin zu einem locker herausgespielten 3:0-Erfolg langte, dessen Höhe bereits nach fünfundvierzig Minuten feststand. „Wir haben in der zweiten Halbzeit das Tempo rausgenommen und Kräfte für das Nachholspiel gegen Gümmer am Dienstagabend geschont“, ließ dazu Spartas Übungsleiter nach dem Abpfiff verlauten. In diesem Zusammenhang war es auch nur zu verständlich, dass Torjäger Ümit Topal mit leichten muskulären Beschwerden bereits vorzeitig unter die Dusche ging. Im bevorstehenden Endspurt um den angestrebten Wiederaufstieg in die Kreisliga setzen die Schwarz-Gelben unbedingt auf ihren treffsichersten Stürmer, der sich diesmal als zweifacher Vollstrecker vom Elfmeter-Punkt begnügte und somit seine Bilanz in dieser Spielzeit auf 35 Treffer schraubte.
Eine spannende Frage lag natürlich im Vorfeld über dieser Partie: Wer wird in die Annalen als Schütze des 100.Saisontreffers eingehen? Keine 20 Sekunden waren gespielt, als Yigit Arslan vom Anstoß weg zielstrebig in den Wacker-Strafraum gelangte und eigentlich dieses Torjubiläum für sich hätte verbuchen können. Das Spielgerät landete jedoch knapp neben dem Pfosten im Aus. Die Elf vom Silbersee blieb auch in der Folge im Vorwärtsgang und ließ keinen Zweifel daran, dass Versäumtes schnellstmöglich nachgeholt werden sollte. In der 8.Minute war es dann soweit! Lukas Lichtenstein nahm eine Hereingabe von Topal in halbrechter Position volley und beförderte das Leder unhaltbar zum 1:0 in die Maschen. Ein spektakuläres Tor zu einem wahrhaft besonderen Anlass.
Neustadts athletische Abwehr hatte Mühe, die gut kombinierenden Spartaner danach in Schach zu halten. Mit schnellem Flügelspiel, in das sich auch die Außenverteidiger Patrick Brodersen und Erdem Deniz oftmals einschalteten, kam man immer wieder gefährlich vor das FC-Gehäuse. Erfreulich dabei, dass die Begegnung trotz hohen körperlichen Einsatzes beider Parteien ausgesprochen fair verlief und Referee Andreas Becker vom SV Holtensen seine mitgeführten Karten nicht ein einziges Mal zücken musste. Selbst als Cem Erkan in der 23.Minute im Strafraum zu Fall kam, lag wohl eher ein minderschweres Vergehen vor, für welches dennoch ein Elfmeter verhängt wurde. Ümit Topal ließ sich diese Chance zum 2:0 natürlich nicht entgehen. Vollends auf die Siegerstraße gerieten die Hausherren kurz vor Ende der ersten Halbzeit (41.), nachdem Neustadts Salar Osso der Ball bei einer Abwehraktion an die Hand sprang und dem Unparteiischen nichts anderes übrig blieb, als wiederum auf den ominösen Punkt zu zeigen. Diesmal verlud Topal FC-Keeper Sven Heinze-Bittner mit einem geradezu frechen Schlenzer.
Der einsetzende Schnee-Regenschauer bremste den Elan beider Teams nach dem Seitenwechsel zusehends. Wacker war mehr auf Schadenbegrenzung denn auf Ergebnisverbesserung und die Spartaner auf Verwaltung des Vorsprungs bedacht und so blieb es bei einer Partie, die fast nur noch zwischen den Strafräumen stattfand. Bezeichnend, dass Kai-Steven Lawrence im Tor, wie in der Vorwoche keine Gelegenheit hatte, sich auf ungewohnter Position auszuzeichnen.
Auf wesentlich größeren Widerstand werden sich die Miri-Schützlinge am Sonntag in Godshorn einstellen müssen. Beim Tabellendritten, der gerade den Spitzenreiter Türkay Sport Garbsen auswärts mit 2:1 bezwungen hat, kann bereits eine Vorentscheidung um den zum Aufstieg berechtigenden zweiten Tabellenplatz fallen. Im Hinspiel nahm die Godshorner Reserve beim 4:3-Sieg die Punkte vom Silbersee mit. Achtung Spielbeginn am Spielplatzweg bereits um 12.30 Uhr.

Aufstellung Sparta: Kai-Steven Lawrence; Tufan Akca, Erdem Deniz (70. Minute Pascal Feuss), Tolga Candir, Patrick Brodersen, Lukas Lichtenstein (85. Minute Bilel Khlifi), Celim Sögüt, Danijel Toroman, Ümit Topal (46. Minute Rinaz Ossman), Cem Erkan, Yigit Arslan.