Marc Ulrich mit Dreierpack

4:1 gegen Germania Grasdorf: Krähen setzen Klettertour fort

Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide erzielte in der Bezirksliga einen klaren 4:1-Heimsieg über den SV Germania Grasdorf und erklomm danach aufgrund der günstigen Resultate der Konkurrenz den ersten Tabellenplatz – dieses Szenario spielte sich am letzten Sonnabend bei der A-Jugend der Krähen ab.
Und eben jenes Szenario hätte sich sonntags beinahe für die erste Herrenmannschaft des TSV KK wiederholt. Auch dem Team von Trainer Bastian Schülke gelang ein klarer Erfolg vor eigenem Publikum gegen die Germanen – nur, dass es am Ende des Spieltages nicht nach ganz oben, sondern auf einen hervorragenden zweiten Platz ging. Das Waldsee-Team war gewarnt. Der SV Germania Grasdorf hatte zwar einen amtlichen Fehlstart
in die Saison hingelegt. Doch in den Wochen vor dem Gastspiel am Waldsee erreichte das Team aus dem Laatzener Stadtteil zehn Punkte aus vier Spielen. Aber: auch der TSV KK ist zuletzt in einen Lauf gekommen, hatte vor dem letzten Sonntag dreimal in Folge gewonnen. Eine erste Vorahnung, welche der beiden Erfolgsserien halten würde, bekamen die 200 Zuschauer,
die bei bestem Fußballwetter in Krähenwinkel gastierten, nach einer Viertelstunde. Marc Ulrich traf von rechts zum 1:0 für die Heimmannschaft. Diese hatte sich den Vorsprung zu diesem
Zeitpunkt bereits verdient, nachdem sie sich bis dahin einige gute Szenen erarbeitet hatte. Grasdorf war durchaus ebenfalls mehrfach in der Nähe des gegnerischen Tores zu finden. Richtig zwingende Torchancen sprangen für die Gäste jedoch kaum hinaus. Entweder zeigten sie sich im Abschluss nicht bissig genug oder blieben in der aufmerksamen Krähenwinkeler Abwehr hängen.
Krähen-Schlussmann Jan-Hendrik Helms brauchte nur einmal sein ganzes Können aufzubieten, als er den Ball nach einem Freistoß mit der Faust zur Ecke klären konnte. Vor der Halbzeitpause hatte KK dann die große Gelegenheit, auf 2:0 zu stellen. Philipp Schmidt scheiterte mit seinem Strafstoß jedoch an Gästetorhüter Alexander Bollmann. Bisweilen ist es so, dass gehaltene Elfmeter Fußballmannschaften Auftrieb geben können. Folgt
dann noch kurz darauf die Halbzeitpause mit entsprechenden Möglichkeiten von kraftgebenden Halbzeitansprachen und dem Einimpfen neuer Motivation, kann das zu manch glorreichem Comeback führen.
Diese Hoffnungen der Grasdorfer Anhänger machten die Krähen jedoch kurz nach Wiederaufnahme des Spiels schnell zunichte. In Form eines Doppelschlags von Marc Ulrich, der binnen zwei Minuten zweimal traf, brachte sich der TSV KK noch präziser auf die Siegerstraße. In beiden Situationen hatte
die gegnerische Abwehr diese Bezeichnung kaum verdient. Der Torjäger der Krähen konnte völlig ungehindert einschießen. Für Germania Black-Out statt Comeback, für die Krähen noch nicht der letzte Treffer. Denn das schönste Tor hatte sich das Waldsee-Team bis zum Schluss aufgehoben. Nach einem Traum-Zuspiel von Marc Ulrich zu Wladislaw Schmidt
legte dieser den Ball zurück auf Tim Linnemann, und der Mittelfeldspieler sorgte für eine Vier auf der Heimseite der Anzeigentafel. Eine Fünf blieb den Krähen trotz weiterer Gelegenheiten verwehrt. Nachdem sich Philipp Schmidt auf der linken Seite in entzückender Manier gegen alle Gegenspieler durchgesetzt und dann maßgenau in die Mitte geflankt hatte, traf Tim Linnemann den Ball nicht richtig. Diese Szene, da waren sich Krähenwinkeler und Grasdorfer Zuschauer einig, wäre
ein Tor wert gewesen. Eines gelang dann doch noch den Gästen. Tayfun Dizdar traf in der 62. Minute. Die Krähen ließen jedoch nichts mehr anbrennen und brachten die drei Punkte souverän unter Dach und Fach. Am nächsten Sonntag, 26. Oktober, tritt der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide um 15 Uhr erneut vor eigenem Publikum an. Zu Gast ist dann der TSV Fortuna Sachsenross Hannover.

Mannschaft: J. Helms, Heider, Oliveira, A. Ulrich, Costa (ab 60.Mücke), P. Schmidt, Schütz (ab 82.Schwitalla), Linnemann (ab 88.Sachse), Zimmermann, W. Schmidt, M. Ulrich
Tore: 15.1:0 Marc Ulrich, 47.2:0 Marc Ulrich, 49.3:0 Marc Ulrich, 55.4:0 Tim Linnemann, 62.4:1
Tayfun Dizdar
Besonderes Vorkommnis: 39. Alexander Bollmann (Grasdorf) hält Elfmeter.