Mehr Förderlehrer und kleinere Klassen

Felicitas Weck will Resolution zur Inklusion auf den Weg bringen

Langenhagen (ok). Felicitas Weck (Linke) will mit den übrigen Ratsmitgliedern ein Resolution auf den Weg bringen. Der Tenor: „Inklusion in Regelschulen in Niedersachsen muss personell und finanziell gewährleistet werden.“ Die 150 zusätzlichen Stellen seien bei Weitem nicht ausreichend; sie würden an der Gesamtsituation kaum etwas ändern. Eine ausreichende inklusive Betreuung an den Regelschulen sei damit kaum gegeben. Für den Rat der Stadt Langenhagen sei es zudem kontraproduktiv, durch die Verlängerung von Laufzeiten für Förderschulen die Umsetzung der inklusiven Schule zu verzögern. Statt Doppelstrukturen, die Personal und finanzielle Mittel binden, sei die konsequente Umsetzung der Inklusion an den Regelschulen personell, materiell und sachlich sicherzustellen. Im Klartext: Die Regelschulen benötigten deutlich mehr Förderlehrkräfte und Förderstunden, um dem Auftrag der UN-Behindertenrechtskonvention für eine schulische Inklusion gerecht zu werden. Eine deutliche Verringerung der Klassenstärken sei zudem unabdingbar, um allen Schülern einen Unterricht anzubieten, mit dem ihre schulische und soziale Entwicklung ausreichend gefördert werden kann. Felicitas Weck: „Die Kinder und Jugendlichen haben einen Anspruch auf Zugang zum inklusiven Schul- und Bildungssystem. Die gravierenden Nachteile, die eine Aussonderung nach sich ziehe, seien belegt: Mehr als zwei Drittel beendeten die Förderschule ohne berufsqualifizierenden Abschluss. Und ein Vergleich mit Norwegen, Italien oder den USA mache deutlich, dass gemeinsames Lernen von Schülern mit und ohne Förderbedarf gut funktionieren könne.