Mit offenem Visier

Die SVL-Wasserballer ließen jede Menge Chancen liegen.

6:5: SVL-Wasserballer drehen Spiel in letzter Sekunde

Gerade noch mit einem blauen Auge davon kam der SVL beim 6:5 (0:1,0:1,2:2,4:1) Sieg über den SV Hameln.
Die Langenhagener Wasserballer hatten am Montag den abgeschlagenen Tabellenletzten aus Hameln im Godshorner Freibad zu Gast. Die Mannschaft konnte erstmals in dieser Saison fast mit Bestbesetzung antreten. Der Gast aus der Rattenfängerstadt musste in den letzten Spielen jeweils deftige Niederlagen hinnehmen. So waren die Vorzeichen vor dem Spiel für den SVL klar: Ein (nach Möglichkeit ein deutlicher) Sieg musste her, um den Abstand zu den Abstiegsplätzen zu vergrößern. Die Langenhagener begannen auch äußerst dominant und er arbeiteten sich eine Chance nach der anderen. Doch schon im ersten Viertel zeigte sich, wo das Problem des SVL an diesem Abend liegen sollte: Auch klarste Torchancen wurden zum Teil kläglich vergeben. Allein im ersten Viertel waren Chancen für mindestens sieben Tore vorhanden. Doch statt in Führung zu gehen, fing sich der SVL ein total unnötiges Gegentor zum 1:0 für Hameln ein. Das zweite Viertel lief er genau wie das erste. Der SV er vergab eine Chance nach der anderen, Hameln erzielte sein zweites Tor zum 2:0-Halbzeitstand. Trainer Hartmut Nikolajczyck reagierte mit einer ungewöhnlichen Maßnahme und wechselte zur Halbzeit komplett die Feldspieler aus. Doch auch die Reservespieler machten es nicht viel besser. Einziger Unterschied war, dass nun auch die Chancen für den SVL weniger wurden. Hameln erzielte das 0:3- das Spiel drohte nun ernsthaft verloren zugehen. Hameln begann an die Siegchance zu glauben. Der SVL ließ weiterhin dickste Chancen liegen und wurde zusehends nervöser. Endlich, in der 20. Spielminute gelang Carsten Bergmann der längst fällige erste Treffer für den SVL zum 1:3. Doch wer dachte, dass mit diesem Tor der Bann gebrochen war, sah sich getäuscht. Direkt im Gegenzug erzielte Hameln das 1:4. Die Hamelner Spieler waren durch diese deutliche Verführung kurz vor Schluss des dritten Viertels total euphorisiert und setzten ihre letzten Kräfte frei. Ende des dritten Viertels gelang dann doch noch der Anschlusstreffer zum 2:4. Im letzten Viertel warf der SVL zumindest seine kämpferischen Qualitäten in die Waagschale. In der 25. Minute wurde endlich der Ausgleich zum 4:4 erzielt. Doch die Hamelner konnten durch ihren stärksten Spieler erneut die 5:4- Führung erzielen. Nach dem Ausgleich zum 5:5 in der 26. Minute spielten beide Mannschaften mit offenem Visier. In den dramatischen Schlussminuten gelang es den Langenhagenern wider Erwarten doch noch, den 6:5 Siegtreffer zu erzielen. Nach dem Spiel zeigten sich Trainer und Spieler ratlos wegen der vielen vergebenen Chancen. Knackpunkt für das unnötig enge Spiel war es aus Sicht des SVL, dass im ersten Viertel der Sack nicht einfach zugemacht worden ist. Chancen waren zuhauf vorhanden. Die Mannschaft weiß jedoch zum Glück, dass sie es besser kann und hofft auf einen weiteren guten Saisonverlauf.
SVL: Überheide, Euscher (2 Tore), Haste (1), Roe, Nindel, Laes, Mundt, Wunderlich, Rößger, Schrickel (1), Neumann, Bergmann (1), Kula (1)