Mit Zittersieg in die Relegationsrunde

Seinen unermüdlichen Einsatzwillen hätte man auch anderen Akteuren gewünscht – Daniel Hintzke. Foto: R. Thode

Glücklicher 1:0-Erfolg gegen Schlusslicht

(rt). Der Jubel war nach dem Abpfiff des gut leitenden Björn Märtens aus Braunschweig riesengroß. Die Leistung des SC Langenhagen eher bescheiden. Mit dem knappsten aller Resultate rettete sich die Mannschaft von Trainer Hilger Wirtz im letzten Moment in die Relegationsrunde. Mitgespielt haben auch die Konkurrenten aus Hameln und Osnabrück, die beide ihre Spiele verloren. So rutschte der SCL sogar noch auf den neunten Tabellenplatz. Ab kommenden Sonntag geht es nun in die Relegationsrunde, in der sich die beiden Erstplatzierten für die neue eingleisige Oberliga qualifizieren. Im Heimspiel treffen die Flughafenstädter auf TuS Güldenstern Stade, der sich auch in letzter Minute auf Platz 10 in der Oststaffel schwang. Danach geht es zu den Bezirksoberligameistern nach Schüttorf und Arminia Hannover. Eines ist schon jetzt klar, mit der gezeigten Leistung vom Wochenende wird es nicht für die Oberliga reichen. In einer lustlos geführten ersten Halbzeit war ein Unterschied zwischen den Teams kaum erkennbar. Die Gäste aus dem Schaumburger Land versuchten ihr Heil in der Offensive, was ihnen schon nach wenigen Sekunden eine Großchance von Burak Buruk bescherte. Torhüter Alexander Dlugaiczyk verhindert mit einer Großtat den möglichen Rückstand. Als Hallo-Wach-Signal diente diese Aktion allerdings nicht. Bückeburg spielte weiter frech auf, störte die Hausherren frühzeitig, so dass keine nennenswerten Offensivaktionen zu verzeichnen waren. Mit einer Art kontrollierte Defensive versuchten sich die SCL-er verloren gegangenes Selbstvertrauen zurückzuholen. Schön war diese Spielweise nicht, desöfteren ging ein Raunen der 250 Zuschauer durchs Walter-Bettges-Stadion, die mit dem Gebotenen nicht zufrieden waren. Nach mehr als einer halben Stunde hatte Christian Brüntjen mit einem Drehschuss eine erste gute Torszene. Kurz darauf überraschte er Torhüter Tim Engler mit einem Kopfstoß an die Latte. Jetzt drückten die Hausherren angetrieben vom unermüdlichen Daniel Hintzke auf den Führungstreffer. Michael Kiefer, der bisweilen offensive Akzente setzen konnte, scheiterte mit einem Kopfball am gut reagierenden Engler. Im zweiten Abschnitt forcierte der SCL das Tempo. Energisch wurden die Angriffe Richtung Gästetor getrieben. Erfolg stellte sich jedoch nicht ein. Mit der Einwechselung von Nikolaos Zervas für den indisponierten Philippe Harms sollte sich das Blatt wenden. Drei Tage nach seinem 25. Geburtstag beschenkte sich Zervas mit dem Siegtor. Deniz Tayar legten einen Freistoß von der Strafraumgrenze geschickt quer, Zervas traf vehement im zweiten Versuch mit seiner ersten Aktion. In Gefahr geriet der Erfolg danach nicht mehr. Kurz vor dem Abpfiff lenkte Dlugaiczyk einen versprungenen Schuss von Philipp Böning an den Pfosten. Nicht so recht zum Jubeln war Abit Jusufi zumute. Kurz nach seiner Einwechselung ließ er sich verbal provozieren, versetzte seinem Gegenspieler eine Kopfnuss und wurde mit rot vom Feld geschickt.

Tor: 1:0 (65.) Zervas

SCL: Dlugaiczyk – Bertalan, Hoheisel (62. Lazic), Tayar, Herisch – Schinner, Kiefer, Hiber, Hintzke – Harms (64. Zervas), Brüntjen (82. Jusufi)