„Müssen unsere wirtschaftliche Basis noch breiter aufstellen“

Die Spieler im Urlaub oder in der WM-Quali, doch in der RECKEN-Geschäftsstelle herrscht noch reger Betrieb. Das Team um Geschäftsführer Benjamin Chatton befindet sich mitten in den Vorbereitungen für die neue Saison. Im zweiten Teil des großen Interviews mit die-recken.de spricht Chatton über die drei Neuzugänge für die kommende Spielzeit und die aktuelle, mediale Entwicklung des Handballsports insgesamt.
Zur kommenden Saison stehen zwei Abgängen drei Neuzugänge gegenüber. Wird sich der Kader noch weiter verändern?
Die Erfahrung zeigt, dass die Personalplanung niemals endet. Stand jetzt, werden wir aber mit dem bekannten Kader in die Saison 2014-2015 gehen. Kontinuität in der Personalpolitik kann ein Erfolgsfaktor sein. Bei drei Neuzugängen steht uns kein großer Umbruch bevor, jedoch gibt es eine komplett neue Rückraumreihe.
Was versprichst du dir von Sven-Sören Christophersen?
Das er seine gesammelten Erfahrungen bei den bisherigen Stationen in unser Team einbringt. Zudem kann er auf und neben dem Platz belebende Impulse zu unserer Weiterentwicklung geben.
Und von Kai Häfner?
Von Kai erhoffe ich mir spielerische Variabilität und das er seinen Entwicklungsprozess der letzten Jahre erfolgreich bei uns fortführen kann.
Welche Rolle soll Olafur Gudmundsson einnehmen?
Er wird es von den drei Neuzugängen wahrscheinlich am schwersten haben, da er sich an ein neues Land und neue Sprache sowie eine andere Liga gewöhnen muss und daher mehr Zeit für die Integration benötigen wird. Er ist ein junger Spieler, der seine Dynamik in unser Spiel einbringen kann.
Wirtschaftlich haben DIE RECKEN erneut die Lizenz ohne Auflagen bekommen. Sind DIE RECKEN mittlerweile sportlich und wirtschaftlich etabliert in der DKB HBL?
In den letzten Jahren haben wir unser Projekt konstant weiterentwickelt und erste Weichen gestellt. Um der gestiegenen Erwartungshaltung aber gerecht zu werden, müssen wir die wirtschaftliche Basis noch breiter und somit stärker aufstellen.
Nach dem irren Meisterschaftsfinale wird der Spielmodus angezweifelt. Wie stehst du zum Thema Torverhältnis oder direkter Vergleich?
Wichtig ist, dass es einen Modus gibt, der klar und eindeutig ist. Für mich persönlich ist eine Saisonleistung höher zu bewerten als ein oder zwei einzelne Spiele. Eine Meisterschaft ist zudem das Ergebnis aus den Spielen aller Mannschaften und nicht nur der Vergleich von zwei Teams.
Der Champions League Erfolg der SG Flensburg-Handewitt, das Meisterschaftsfinale, die WM-Quali der DHB-Auswahl oder das Aus des HSV Handball. Momentan ist unsere Sportart sowohl positiv als auch negativ im medialen Fokus. Wie siehst du die Entwicklung?
Wir haben die Veranstaltungspause im Fußball mit positiven und weniger positiven Neuigkeiten gefüllt. Ich finde jedoch, dass es uns weiterhin zu selten gelingt, werthaltige Inhalte von nationalem Interesse zu platzieren. In der aktuellen Phase mit der alles überstrahlenden Fußball-Weltmeisterschaft wird es aber schwierig.