Nach 33 Jahren wieder im Endspiel

Sparta nach Elfer-Schießen im Finale des Kreispokal-Wettbewerb.

Spätestens als am vergangenen Dienstag auf der Sportanlage des SV Dedensen um 17 Uhr nach einem spannenden, allerdings torlosen Spielverlauf, das finale Elfmeterschießen begann, kamen bei Spartas unter den zahlreichen Fans weilenden zweitem Vorsitzenden, Ralf Neumann, Erinnerungen an ein unerfreuliches Ereignis vom Mai 1985 zurück. Er verschoss im damaligen Endspiel des Kreispokals gegen Blau-Gelb Elze einen Elfmeter, wodurch sein Team eine 0:1-Niederlage hinnehmen musste. Dieses Mal machte es sein Sohn Niklas besser und leitete mit dem ersten Treffer vom Punkt zumindest den abermaligen Einzug der Spartaner nach mehr als drei Jahrzehnten in das Finale des diesjährigen Wettbewerbs ein. Gemäß Rahmenspielplan findet diese Partie am nächsten Donnerstag, dem Himmelfahrtstag, um 15 Uhr auf der Sportanlage des SV Gehrden (Lange Feld-Straße17) statt. Gegner ist dann der SV Ihme-Roloven, derzeit unangefochtener Primus in der Kreisliga-Staffel drei und wohl auch als Favorit anzusehen.
Die Leistung der Elf von Coach Jamal Miri, überhaupt den Durchmarsch bis dahin geschafft zu haben, verdient allerhöchste Anerkennung. Immerhin 155 (!) Mannschaften beteiligten sich zu Beginn der Saison an dieser Ausschreibung. Nicht nur der limitierte Kader sondern ebenfalls die ständigen Nachholspiele während der Woche haben Substanz gekostet, und nun nahmen aus der Partie in Dedensen auch noch Cem Erkan sowie Ali Damergi Blessuren mit zurück an den Silbersee.
Es war ein von beiden Seiten über 90 Minuten höchst intensiv geführtes Pokalspiel, in dessen Verlauf nicht der Eindruck vermittelt wurde, dass es hier um die Vergabe eines Schönheitspreises gehen würde. Sicherheit zuerst, lautete die Devise beider Trainer. Frühes Stören des Gegners bereits an der Mittellinie und kompakt stehende Abwehrreihen führten dazu, dass die jeweiligen Angreifer einen schweren Stand hatten. Besonderer Bewachung erfreuten sich natürlich die beiden besten Schützen, Ali Damergi auf Seiten Spartas sowie Markus Vogel bei den Platzherren. Dieser verzeichnet beim Tabellenersten der ersten Kreisklasse zwei nach 21 Spielen sagenhafte 56 Treffer auf seinem Konto. Das erste Ausrufezeichen setzte er in der fünften Minute mit einem ans Gebälk krachenden Schuss von der Strafraumgrenze. Bezeichnend für Spartas an diesem Tage tadellos funktionierende Defensive: Erst in der 84. Minute landete ein weiterer Versuch des Goalgetters auf Hafez Hassos Kasten. Auch für Damergi gab es wenig Freiräume und so ging die größte Gefahr von Standardsituationen aus, so bei seinem Freistoß nach einer Viertelstunde, der knapp neben dem Pfosten ins Aus strich. Mirko Reinicke hätte fast von der Mittellinie nach einem ruhenden Ball SV-Keeper Niklas Trapphagen überrascht (19.) und Issa Saados bei präziser Hereingabe verfehlte der aufgerückte German Ullmann das Ziel um wenige Zentimeter (30.).
Die Spannung bei den zahlreichen Anhängern blieb auch nach dem Seitenwechsel hoch. Trotz des hohen Einsatzes verlief die Partie allerdings jederzeit fair, wenngleich Schiri Ümit Alval vom TuS Davenstedt mit vier Gelben Karten (3 davon für Dedensen) die hitzigen Gemüter etwas beruhigen musste. Alle Bemühungen beider Teams, innerhalb der regulären Spielzeit eine Entscheidung herbeizuführen, waren nicht von Erfolg gekrönt.
Das Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Wie bereits im Viertelfinalspiel gegen den Badenstedter SC avancierte Torwart Hafez Hasso mit zwei abgewehrten Bällen zum Matchwinner. Für Sparta trafen Niklas Neumann, Gezim Kelmendi sowie Sedat Ekinci, während die Gastgeber nur mit Kushtrim Hadza erfolgreich waren.
Spartas Coach war am Ende natürlich glücklich und hocherfreut über die Leistung seines Teams und hatte ein Extra-Lob für die beiden 19-jährigen Spieler auf der Außenbahn, David Waziri und Issa Saado übrig.
Noch zwei Heimspiele bestreiten die Spartaner vor ihrem Saisonhöhepunkt. Die Begegnung mit dem TSV Poggenhagen fand bereits am Donnerstag statt und am Sonntag tritt die Reserve des TuS Garbsen am Silbersee zum Rückspiel an. Beginn 15.00 Uhr. Bei Sparta heißt es auf jeden Fall die Kräfte gut einzuteilen.

Aufstellung Sparta: Hafez Hasso; David Waziri, German Ullmann, Issa Saado, Cem Erkan, Niklas Neumann, Gezim Kelmendi, Vahit Erdem, Mirko Reinicke (65.Min. Mert Güven), Ali Damergi, Sedat Ekinci.