Nach dem Training ist vor dem Training

Mit Karacho ging es um die Kurven.

Bärbel Stielow vom SC Langenhagen beim Ironman auf Rügen dabei

Wo sich sonst überwiegend hell gekleidete Urlauber im gemächlichen Tempo die Promenade entlang bewegen, herrschte am Sonntag die Farbe schwarz am Strand von Binz. 1.500 in Neopren gekleidete Profi- und Freizeitsportler aus 36 Nationen starteten beim Ironman 70.3 auf Rügen. Im lvorigen Jahr wurde der Wettkampf zum schönsten „Rennen des Planeten“ gewählt. Und auch bei der vierten Auflage war wieder alles perfekt. Mit dabei Bärbel Stielow vom SC Langenhagen . Am Samstag noch nachgemeldet, ging es am Sonntag auf die Strecke 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und zum Abschluss noch 21,1 Kilometer laufen. Es war der neunte Start für Stielow bei einem Ironman-Rennen. Tausende Zuschauer säumten die Seebrücke und den Strand oder verfolgten die Live-Übertragung auf dem Großbildschirm vor dem Musikpavillon auf dem Kurplatz. Hier wollte Stielow in etwa sieben Stunden ins Ziel kommen und Medaille und Pokal entgegen nehmen.
Das Schwimmen fühlte sich dieses Mal super an. Die ganze Zeit durchgekrault und die paar Quallen waren auch ok. Beim Rauslaufen stolperte Bärbel Stielow über den ausgelegten Teppich, der bis in die Wechselzone Rad am Bahnhof führte. Erst Stunden später stellte sie fest, dass der große Zeh schwarz war. Während des Wettkampfes war alles super. Mit dem Rad ging es dann auf die 45 km-Runde, die zweimal gefahren werden musste. 470 Höhenmeter über Bergen und Putbus entlang wunderschöner Alleen ließen heute wenig Blicke zum Genießen. Mit teilweise 55 Stundenkilometern versuchte Stielow den Druck für die nächste Welle mitzunehmen. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 26,5 Stundenkilometern  war die Radstrecke dann auch abgehackt. In 2,5 Runden führte der Halbmarathon durch die Binzer Innenstadt und entlang des Schmachter Sees. Das bisschen Berg auf der Laufstrecke musste auch noch überwunden werden. Die vielen Zuschauer feierten die Athleten. Nach 7:47,57 Stunden erreichte Bärbel Stielow das Ziel. Eine tolle Finisherparty mit vielen Emotionen wartete noch auf die Teilnehmer und dort wurde gefeiert. Die Zeit ist nicht mehr so relevant, dabei sein, finischen, Spaß haben und viele nette Menschen kennen lernen, das macht den Sport aus. Für den zehnten Start bei einem Ironman - Rennen solle es etwas Besonderes sein, so Stielow. Vielleicht St. Pölten, das erste Rennen 2010 mit der Quali für die Weltmeisterschaft in Florida; eine tolle Erinnerung. Im nächsten Jahr findet die WM in Südafrikastatt. Also … nach dem Training ist vor dem Training. Jetzt geht es erst einmal ins Trainingslager …. schwimmen lernen ….