Neun Punkte in acht Tagen

Marcel Kunstmann steigt zum Kopfball hoch. Gleich schlägt es zum 2:0 für die Krähen ein. (Foto: O. Krebs)
 
Die Neuzugänge beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide: Mohamed Abdoun (von links), René Legien, Marcel Kunstmann und Felipe Marcel Böttcher. (Foto: H.-D. Boltzendahl)

2:0 gegen den VfL Bückeburg – Krähen weiter im Aufwind

Die Erfolgsgeschichte um den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide im Jahr 2017 geht weiter. Im dritten Punktspiel des Jahres kam der Fußball-Landesligist zum dritten Sieg. Damit hat sich die Sicht auf die rettenden Tabellenplätze wieder ein Stück verbessert. Zudem ist dem TSV KK am vergangenen Sonntag der erste Saisonsieg im heimischen Waldseestadion geglückt. Der Erfolg über Eldagsen wenige Tage zuvor hatte sich noch auf einem Nebenplatz ereignet. Diesmal machte der VfL Bückeburg, der in der Vorsaison noch der Oberliga angehörte, seine Aufwartung am Waldsee. Krähen-Trainer Ingo Trebing nahm nur eine Änderung
in der Startformation im Vergleich zu den letzten Spielen vor. Für den verreisten Sebastian Helms rückte Arne Döpke in das Team.
Bevor die Begegnung mit dem Tabellenfünften aus dem Schaumburger Land angepfiffen wurde, wurden mit Tim Linnemann, Wladislaw Schmidt und Dennis Sachse drei verdiente TSVKK-Spieler verabschiedet. Die Aufstiegshelden von 2015 haben ihre fußballerische Laufbahn teils aus privaten, teils aus gesundheitlichen Gründen beendet und ernteten nun nochmals viel Applaus vom rot-blauen Anhang. Dann begann eine abwechslungsreiche Partie, die in der zehnten Minute die erste Torchance bot. Bückeburgs Niko Werner köpfte den Ball über
den Kasten. Die Nummer fünf des VfL sollte fortan häufiger im Blickpunkt stehen. Zunächst waren jedoch die Krähen an der Reihe. Den platzierten Schuss von Felipe-Marcel Böttcher wehrte Gästetorhüter Marc Holtkamp geschickt ab. Auf der anderen Seite flog Niko Werners Schuss aus kurzer Distanz kurz darauf über das Tor, später rettete Tjark Miener bei einem weiteren Versuch von Werner auf der Torlinie. Es war eine der Szenen, die exemplarisch für die starke Abwehrleistung der Krähen stand. Geschlossen tat das Team alles dafür, kein Gegentor zu fangen.
Und wenn doch etwas auf das Tor kam, hatten die Krähen in ihrem starken Torhüter Andre Pigors einen sicheren Rückhalt. So parierte Pigors in der 40. Minute einen Schuss des Bückeburger Angreifers Tobias Versick glänzend parieren, ehe Dennis Tasche die Situation mit einem langen Ball aus der Gefahrenzone heraus entschärfte. So stand es nach einer ersten Halbzeit, in der der Tabellenvierzehnte dem Fünften einen großen Kampf geliefert hatte, 0:0.
Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts hatten beide Teams gute Gelegenheiten, in
Führung zu gehen. Ein Kopfball von Marcel Kunstmann nach einer Ecke von Renè Legien wurde von einem Bückeburger Feldspieler von der Torlinie gekratzt. Und der VfL hatte in der 60. Minute gleich doppeltes Aluminiumpech. Ein 20-Meter-Schuss von Jonas Abram prallte vom Lattenkreuz zurück ins Feld, und der folgende Nachschuss von Alexander Bremer, seines Zeichens mit 16 Treffern Top-Torjäger der Landesliga, ging an den Pfosten. In einem starken Landesligaspiel brauchte es weiterhin Geduld. Bis die 73.Minute lief.
Zwei Neuzugänge ließen die Krähen jubeln. Felipe-Marcel Böttcher spielte den Ball in den Lauf von Renè Legien, und mit einem tollen Distanzschuss traf der ehemalige Havelser zum 1:0. Damit nicht genug: Nach einem Eckball von Legien in der 84.Minute schraubte Krähen-Stürmer Marcel Kunstmann seine 1,93 Meter in die Höhe, um den Ball zum 2:0 in die Maschen zu köpfen . Die Entscheidung – die Erlösung. Die Krähen brachten den Heimsieg am Ende
souverän unter Dach und Fach, und Pigors sorgte in der 90. Minute mit einer starken Parade gegen Bastian Könemann dafür, dass es beim Zu-Null blieb.
Riesenjubel nach dem Schlusspfiff – der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide darf weiter von einem Verbleib in der Landesliga träumen. Es war ein Sieg der Geduld, des Willens und der mannschaftlichen Geschlossenheit. Es ist ein Zeichen der gestiegenen Qualität im Jahre 2017, dass es dem Team inzwischen gelingt, auch ausgeglichene Spiele und solche, die auf der Kippe stehen, für sich zu entscheiden. Mit diesen Attributen werden die Rot-Blauen ihre Klettertour in
der Tabelle fortsetzen können. Für die Mannschaft geht es nun mit zwei Auswärtsspielen weiter. Am Sonntag, 19. März, spielen die Krähen um 15 Uhr beim Heesseler SV. Und am Dienstag, 21. März,
folgt das wichtige Nachholspiel beim Koldinger SV, einem direkten Konkurrenten im
Abstiegskampf. Diese Partie beginnt um 19 Uhr.

Mannschaft: Pigors, Döpke (ab 70. A. Ulrich), T. Miener, F. Miener, Tegtmeyer, Tasche,
Zimmermann, Legien, P. Schmidt (ab 80. Mücke), Böttcher (ab 75. Schwitalla), Kunstmann
Trainer: Trebing
Tore: 73.1:0 René Legien, 84.2:0 Marcel Kunstmann