Not-Elf ohne Chance

Sparta kassiert bittere Heimpleite gegen Garbsener SC

Ganz überraschend kam diese Heimniederlage gegen die zuletzt recht erfolgreichen Gäste in der Kreisliga nicht, darunter jüngst ein 5:0-Erfolg gegen Schloß-Ricklingen, ein Team, das gerade den Spartanern eine deftige Niederlage beschert hatte. In Anbetracht der fleißig punktenden Teams im Tabellenkeller, zu denen auch Garbsen gehört, ist man bei Sparta gut beraten, die kommenden Partien nochmals mit höchster Konzentration anzugehen. Noch beträgt das Polster zum ersten Abstiegsrang zwar sieben Zähler, aber angesichts der personellen Misere und einem anspruchsvollen Restprogramm ist allemal Vorsicht geboten. Dieses Mal fehlten mit Vahit Edem und Niklas Neumann (beide beruflich verhindert), sowie Cem Erkan (verletzt) und Ali Damergi (gesperrt) vier eigentlich unverzichtbare Stammkräfte, und die Auswirkungen gerade im Abwehrbereich waren von der ersten Minute an nicht zu übersehen. Nahezu ungestört spazierten die die GSC-Angreifer während der Anfangsviertelstunde Richtung Gehäuse von Hafez Hasso, der sich über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen konnte. Ein Treffer des kaum zu bremsenden Rene Berro fand nach vier Minuten glücklicherweise keine Anerkennung und Kevin Krumrey sowie Daniel Makresi vergaben klare Einschussmöglichkeiten. Der missglückte Abwurf von Spartas Keeper leitete nach zehn Minuten die Führung der Gäste ein. Er rettete danach zwar in einer Eins-gegen-eins-Situation, aber Schiri Denis Farber von TuS Davenstedt sah ein Foul und entschied auf Strafstoß, den Tobias Wenzlaff zum 0:1 verwandelte. Bei den Schwarz-Gelben lief auch in der Folge nicht viel zusammen. Gezim Kelmendi bemühte sich zwar mit großem Engagement darum, dem eigenen Spiel Kontur zu geben, aber in der Offensive stand er ziemlich allein auf weiter Flur und scheiterte zudem mit der ersten Chance überhaupt am reaktionsschnellen SC-Torwart Maurice Unger (21.). Torjäger Damergi wurde nicht nur in dieser Situation schmerzlich vermisst. Garbsen blieb tonangebend und setzte die Platzherren immer wieder unter Druck, sodass der Treffer von Berro in der 39.Minute ohne Zweifel verdient war. Wenige Augenblicke vor dem Gang in die Kabinen gelang Kelmendi mit einem Kunstschuss aus spitzem Winkel überraschend der Anschlusstreffer zum 1:2. Vorausgegangen war eine der wenigen gelungenen Spielzüge mit dem finalen Pass von Jamal Miri.
Aufkeimende Hoffnung auf eine Wende zum Guten wurde von den Gästen jäh zerstört. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff düpierte erneut Berro Spartas Abwehr. Gleich drei Spartaner tanzte er am Fünfmeterraum aus und schob lässig zum 1:3 ein. Nur der eklatanten Abschlussschwäche Garbsens war es zu verdanken, dass dieses Ergebnis für die Hausherren nicht noch deutlichere Formen annahm. Zwar versuchte man, mit viel Kampf und Einsatz dagegen zu halten, aber diese Mittel waren an diesem Tag nicht geeignet, die Begegnung zu kippen. Im Gegenteil, die fünf kassierten Gelben Karten während der letzten halben Stunde erhöhten das individuelle Konto einiger Spieler und somit auch die Gefahr für eine Spielsperre, welche bekanntlich nach fünf Verwarnungs-Karten droht. German Ullmann, in den letzten Minuten nach vorn gerückt, hatte Pech mit einem Schuss an den Innenpfosten, aber zu mehr reichte es nicht.
Bereits am heutigen Samstag haben die Schwarz-Gelben die Möglichkeit, sich in Garbsen, am Planetenring 9A, im Rückspiel die Punkte zurückzuholen. Dazu ist neben einer Leistungssteigerung natürlich auch die Rückkehr von zumindest drei Stammspielern notwendig, Cem Erkan fällt bekanntlich bis zum Saisonende aus. Spielbeginn 15 Uhr.
Am Pfingstmontag erwarten die Spartaner zur gleichen Zeit den FC Wacker Neustadt am Silbersee. Im Hinspiel dominierte man nach einem tollen Auftritt mit 4:1.
Aufstellung Sparta: Hafez Hasso; David Waziri, Issa Saado, Momen Hrichi, German Ullmann, Gezim Kelmendi, Sedat Ekinci, Jamal Miri, Juri Cuiko, Rinaz Ossman (74.Min. Ahmed Elsheikh), Mirko Reinicke .