Pigors bester Torhüter beim Masters

Krähen landen ohne Gegentor auf Platz Vier

Nach dem stark besetzten eigenen Hallenturnier gab es für die Fußballmannschaft des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide jüngst den nächsten Höhepunkt dieses Jahres. Die Krähen starteten am Sonntag beim Sportbuzzer-Masters, dem Turnier, bei dem die besten zwölf Mannschaften des Winters ihren Sieger ermitteln. Im vergangenen Jahr wurde dieser Wettbewerb erstmals ausgetragen, und die Rot-Blauen schafften den ganz großen Wurf. Mit einem Sieg im Finale gegen den Regionalligisten TSV Havelse holte das Team den riesigen Siegerpokal an den Waldsee.
Da versteht es sich von selbst, dass der TSV KK in diesem Jahr extrem gewillt war, dieses Turnier noch einmal aktiv mitzuerleben. Die Hoffnungen darauf, dass dem Titelverteidiger ein Startplatz für das folgende Turnier generiert wird, erfüllten sich nicht – die Krähen mussten sich erneut qualifizieren. Umso motivierter ging das Team die drei Qualifikationsturniere an. Und hier holte die Mannschaft die nötigen Punkte. Nach dem Sieg beim Godshorner Turnier sowie dem Erreichen der Viertelfinals beim eigenen Wettbewerb und in Heessel war das Ticket für das Masters 2017 gebucht.
Die Auslosung bescherte den Krähen mit dem Hannoverschen SC aus der Oberliga und dem Bezirksligisten TSV Stelingen, der beim KK-Turnier Zweiter geworden war, keine leichte Gruppe. Dennoch war man froh, dem TSV Havelse zunächst aus dem Weg gehen zu können. Voller Zuversicht machten sich zahlreiche Anhänger per Fanbus, der nebst Eintrittskarten kostenlos zur Verfügung stand, auf den Weg in die swiss-life-Hall neben dem Niedersachsenstadion. Mit über 3000 Zuschauern war die ehemalige Stadionsporthalle bestens gefüllt, auch ein großer Tross weiterer KK-Anhänger hatte sich eingefunden. Dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide kam die Ehre zuteil, das Eröffnungsspiel gegen den Hannoverschen SC zu bestreiten. Trotz des Klassenunterschieds gingen die Krähen nicht ohne Hoffnung in die Partie, schließlich hatte man dem HSC beim Heimturnier zuvor ein 1:1 abgeknöpft. Diesmal sollte es noch besser kommen.
Nach einer Anfangsphase, in der beide Teams Respekt voreinander zeigten, war es Nils Tegtmeyer vorbehalten, in der sechsten Minute den ersten Turniertreffer zu erzielen. Sebastian Helms ließ die Krähen mit seinem Tor zum 2:0 ein weiteres Mal jubeln. Der HSC scheiterte in der Schlussphase am Pfosten und am Krähenwinkeler Torhüter Andrè Pigors.
Im zweiten Gruppenspiel ging es für den TSVKK gegen den TSV Stelingen. Der Bezirksligist hatte zunächst die besseren Chancen, ohne dass man eine davon als zwingend bezeichnen müsste.
Dann unterlief Stelingens Torhüter ein Foulspiel im eigenen Strafraum. Den unzweifelhaften Neunmeter verwertete Lauri Schwitalla sicher. Danach brannte nichts mehr an, und mit sechs Punkten standen die Krähen als Gruppensieger fest.
Im Viertelfinale traf der TSVKK dann auf den hannoverschen Bezirksligisten TuS Davenstedt.
Die Krähen wählten erneut ihre erfolgsversprechende Taktik. Zunächst in der Defensive sicher stehen, dann bei einer sich bietenden Gelegenheit zuschlagen. Die Taktik ging auf – hinten stand weiterhin die Null, und vorne war Adrian Zimmermann zur Stelle, um mit einem platzierten Linksschuss das 1:0 zu erzielen. Die wenigen Ausgleichschancen, die der TuS anschließend hatte, wurden von Pigors sicher vereitelt.
Das Halbfinale war erreicht, und mit dem TSV Barsinghausen ging es nun erneut gegen einen Bezirksligisten. Es wurde ein Spiel ohne echte Höhepunkte. Die einzige Ausnahme war ein Pfostenschuss von Lauri Schwitalla. Folgerichtig endete das Duell mit 0:0, und aus neun Metern musste die Entscheidung um den Einzug ins Finale fallen. Lauri Schwitalla und Sebastian Helms verwandelten eiskalt, Freerk Miener mit etwas Glück. Auch Barsinghausen brachte seine ersten drei Schüsse im Kasten unter. Dann parierte Pigors einen Neunmeter, und die Krähen waren nur einen Wimpernschlag von der erneuten Teilnahme am Endspiel entfernt.
Leider scheiterte Nils Tegtmeyer am Pfosten, und die Lotterie begann von vorne. Beide
Torhüter traten an und trafen, auch Sebastian Helms bewies ein weiteres Mal starke Nerven. Barsinghausens Keeper Kai Witt hielt danach jedoch den Miener-Schuss, und die Deisterstädter waren der lachende Sieger.
Da das Neunmeterschießen um Platz Drei gegen den TSV Stelingen aus rot-blauer Sicht ebenfalls erfolglos verlief, stand für den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide am Ende der vierte Platz.
Ein Resultat, das nach einem wahrhaft starken Auftritt aller Ehren wert ist und für das
die Mannschaft bei der Siegerehrung nach dem Finale, das der TSV Barsinghausen gegen den TSV Havelse gewonnen hatte, ihren wohlverdienten Applaus erhielt.
Und ganz ohne etwas in den Händen zu halten, mussten die Rot-Blauen auch nicht
abreisen. Denn Andrè Pigors wurde völlig zu Recht als bester Torhüter des Turniers
ausgezeichnet. Er war in sämtlichen Spielen in der regulären Spielzeit ohne jedes
Gegentor geblieben.
Am nächsten Sonntag, 5. Feburar, ist es dann Zeit für den ersten Freilufttest des
Jahres. Auf dem Kunstrasenplatz an der Sport-Uni in Herrenhausen, Am Moritzwinkel 6, spielt der TSV KK um 14 Uhr gegen den Bezirksligisten TSV Luthe.