Platz eins beim nationalen Gehertag

Hängte den Favoriten Joseph Hummer (links) auf der Strecke ab: der Langenhagener Hans-Peter Damitz.

Schwierige äußere Bedingungen für Hans-Peter Damitz

Nachdem die Geher es bereits kurz vor den Sommerferien bei der Deutschen Meisterschaft im 5.000-Meter- Bahngehen im Schwarzwald mit Starkregen und Gewitter zu tun bekommen hatten, mussten sie auch bei der ersten Meisterschaft nach der Sommerpause mit schwierigen äußeren Bedingungen kämpfen. Beim nationalen Gehertag mit hessischer Meisterschaft in Groß-Gerau stand zur Startzeit am frühen Nachmittag schwüle Wärme im Stadion. Vom Niedersächsischen Landesverband war nur Hans-Peter Damitz vom LAC Langenhagen in Südhessen dabei. Während sich die anderen Teilnehmer auf der schattenlosen Laufbahn vorbereiteten, machte der erfahrene Langenhagener außerhalb des Stadions unter schattigen Bäumen nur Lockerungsübungen. Als es zum Start ging, ließ er Joseph Hummer vom Gastgeber TV Groß-Gerau nicht mehr aus den Augen. Der Lokalmatador hatte schon in mehreren Wettkämpfen in der Klasse M 70 dem Geher vom LAC Langenhagen das Nachsehen gegeben. Selbstbewusst stellten die Groß-Gerauer ein Foto von ihrem Favoriten auf die Startseite der eigenen Homepage. Das machte schon Eindruck, deshalb musste sich der Langenhagener etwas einfallen lassen, wenn er diesmal den ersten Anwärter auf Platz eins und der hessischen Meisterschaft besiegen wollte. Mit dem Startschuss setzte sich Hans-Peter Damitz vor seinen Konkurrenten und diktierte das Tempo. Zu seiner Überraschung konnte der Hesse ihm nicht folgen. Kontinuierlich vergrößerte sich der Abstand. Und da auch sonst niemand versuchte, dem Langenhagener den Sieg streitig zu machen, ging er unangefochten in 36:50,22 Minuten durchs Ziel. Der Rückstand des Zweitplatzierten war auf 1:20 Minuten angewachsen. Die Zeiten waren jedoch unter diesen äußeren Bedingungen zweitrangig. Alle Akteure des Gehertages brauchten im Ziel mehr Zeit zum Erholen als sonst, einige hatten die Schwüle im Stadion sogar unterschätzt und mussten aufgeben. Aber schon bald dachte man gemeinsam an die Möglichkeit der Revanche bei der Deutschen Meisterschaft in einem Monat am Rheinufer in Andernach. Dort wird es auf der Straße über zehn Kilometer gehen und das höchstwahrscheinlich bei moderaten Temperaturen.