Platzverweis schmerzt den TSV KK

Verbissen kämpften die beiden Landesliga-Teams um die entscheidenden Bälle.
 
Die Gastgeber mühten sich redlich, aber ein Treffer wollte an diesem Tage nicht gelingen.

Krähen unterliegen dem Heeßeler SV mit 0:2

Beim Fußball-Landesligisten TSV Krähenwinkel/Kaltenweide und seinem Anhang ist weiterhin Geduld gefragt. Denn auch nach dem dritten Spiel konnte der Aufsteiger noch keinen Punkt für sich verbuchen. Im Heimspiel gegen den Heeßeler SV gab es eine 0:2-Niederlage. Der Beginn der Partie verlief recht schleppend. In der Anfangsphase rollte der Ball nach einem Schuss von Heeßels Mark Wielitzka auf der Torlinie entlang und von dort ins Toraus. Danach passierte lange Zeit nicht viel. Bis zur 30. Minute machte mehrmals der Begriff „Sommerkick“ die Runde. Beide Teams waren bis dato sieglos geblieben. Doch so recht war weder den Krähen noch den Heeßelern der letzte Wille anzumerken gewesen, dieses zu ändern. Gleichzeitig wurde unter den Fans der Rot-Blauen festgestellt, dass Heeßel nicht so stark wie die vorigen Gegner des TSV KK, Ramlingen und Bavenstedt, sei und somit heute ein Punktgewinn möglich wäre. Die Gemengelage änderte sich in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit. Es schien, als hätte der HSV einen Weckruf benötigt, um in Fahrt zu kommen. Plötzlich entfachten die Gäste einen immensen Sturmlauf und erspielten sich mehrere gute Tormöglichkeiten. Eine davon nutzte Jannis Iwan per Kopf in der 39. Minute zum 0:1-Halbzeitstand.
Direkt nach Wiederanpfiff schienen die Krähen kalt erwischt worden zu sein. Denn bereits in der 47.Minute lag der Ball erneut im eigenen Netz. Das Schiedsrichtergespann aus dem Heidekreis hatte jedoch eine Abseitsstellung erkannt. Somit stand nach wie vor die „1“ unter dem Begriff „Gast“ auf der Anzeigentafel. Heeßels Trainer Niklas Mohs meinte nach dem Spiel,
ein weitaus höherer Vorsprung, gar ein 4:0, wäre für sein Team durchaus möglich gewesen. Aus dem Lager der Krähen wird es für diese Aussage kaum Widerspruch geben. Da der TSV KK jedoch weiterhin nur mit einem Tor in Rückstand lag, schwebte weiterhin die Hoffnung auf den ersten Landesliga-Punkt über dem Waldsee. Und nun waren die Krähen endlich im Spiel. Agierten sie vor dem Seitenwechsel noch viel zu gehemmt, verloren eine
Vielzahl von Zweikämpfen und erspielten sich keinerlei Torchancen, so hatte sich das Bild nun grundlegend geändert. Das Waldsee-Team drang nun mehrmals in den gegnerischen Strafraum, der in der ersten Halbzeit noch ein weit entferntes Terrain schien, ein. Doch leider schafften sie es kaum, dort auch zum Abschluss zu kommen. So blieben ein Rechtsschuss von Alexander Dosch nach einem Eckball, der über die Latte flog, sowie ein Direktschuss von Marc Ulrich, der von Dosch gut eingeleitet und HSV-Keeper Marco Dubberke stark pariert werden konnte, die einzigen Chancen im gesamten Spiel. Ein Platzverweis trat den Krähen dann richtig weh. Philipp Schütz musste wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz, und mitten in der Drangphase waren die Krähen plötzlich personell minimiert. Heeßels Niklas Rohden sorgte nach einem schnell vorgetragenen Konter mit dem zweiten Treffer für die Entscheidung. Keine Frage, der Sieg der Heeßeler geht vollauf in Ordnung. Doch bei den Krähen ist man nach drei Niederlagen und dem Verweilen auf dem letzten Tabellenplatz von Resignation weit ent-
fernt. Vielmehr ist die Kampfeslust geweckt, alles dafür zu tun, um bald die ersten Punkte nach dem Aufstieg einzufahren. So werden sich die Rot-Blauen einiges für die nächste Aufgabe vornehmen, die sie am nächsten Sonntag, den 30.August zum TSV Pattensen führt. Der Anpfiff erfolgt um 15 Uhr.

Mannschaft: J.Helms, Tegtmeyer (ab 63.Bart), Oliveira (ab 55. Mücke), Miener, Linnemann, P. Schmidt, Schütz, Dosch, Döpke (ab 63. Costa), W. Schmidt, M. Ulrich Trainer: Schülke
Tore: 28.0:1 Jannis Iwan, 83.0:2 Niklas Rohden
Gelb-Rot: 76. Schütz (KK)