Punktgewinn und neuer Trainer

Torreich: TSV KK trennt sivh vom OSV Hannover mit 3:3

Den Zuschauern, die am vergangenen Sonntag das Fußball-Bezirksligaspiel zwischen dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide und dem OSV Hannover verfolgten, boten sich bekannte Szenen. Timo Schmidt spielte in der Innenverteidigung und gab lautstark Kommandos. Er trug die Sechs auf dem Rücken und die Kapitänsbinde am Arm. Neu war jedoch die Tatsache, dass diese Sechs nicht mehr auf dem TSVKK-Trikot, sondern auf dem des OSV zu sehen war. Auch Bruder Philipp Schmidt, der im Sommer ebenfalls von Krähenwinkel nach
Bothfeld gewechselt war, kam zum Einsatz und gab beim OSV den linken Außenverteidiger.
Die Krähen, die in diesem Spiel ein letztes Mal von Interimstrainer René Neumann betreut wurden, warteten mit einer Überraschung auf. Mittelfeldspieler Dennis Krumwiede spielte auf der für ihn ungewohnten Innenverteidigerposition.
Der OSV gilt als einer der Top-Favoriten auf die Meisterschaft. Mit einer ganzen Reihe von hochkarätigen Spielern, viele davon aus höheren Spielklassen, hat der Verein mächtig aufgerüstet. Nach einem erfolgreichen Beginn kam der Erfolgsmotor zuletzt jedoch ins Stottern – aus den vorigen zwei Spielen holte der OSV nur einen Punkt. In Krähenwinkel schien das Team zunächst seine Favoritenrolle wiedergefunden zu haben. Schon in der zweiten Minute musste Philipp Fuchs den Ball für den bereits geschlagenen Keeper Björn Reinhold von der Linie kratzen. Nachdem kurz darauf Thomas Neumann am OSV-Torhüter gescheitert war,
kamen die Gäste zu einer Vielzahl an guten Einschussmöglichkeiten, die zunächst ohne Folgen blieben. Bereits in der neunten Minute war der TSVKK dann zum Wechseln gezwungen, Philipp Fuchs musste verletzungsbedingt ausscheiden. Als kurz darauf das 0:1 durch Ümit Yildirim fiel, schien das Spiel seinen von den Experten erwarteten Verlauf zu nehmen. Doch das Gegentor war wie ein Weckruf für die Krähen, die fortan ein gutes Spiel boten und im weiteren Verlauf zur besseren Mannschaft avancierten. Nach 14 Minuten spielte Dennis Laszus den Ball zu Sascha Daniel, der beim Eindringen in den gegnerischen Strafraum zu Fall kam. Ein Elfmeterpfiff blieb aus. Die 17. Minute brachte dann den Ausgleich.
Zuerst scheiterte Bastian Schülke noch knapp mit einem Kopfball nach einer Ecke von rechts. Die anschließende Ecke von der anderen Seite war erfolgreich. Simon Kabuth passte zu dem direkt daneben stehenden Dennis Laszus. Laszus flankte in den Strafraum, und mit dem Kopf erzielte Lars Leymann das 1:1. Sein erstes Tor hat sich der Neuzugang vom OSV ausgerechnet für das Spiel gegen seinen alten Verein aufgehoben. Und es kam noch besser: In der 26. Minute brachte Sascha Daniel eine wunderschöne Flanke über den Kopf des Gegenspielers zu Dennis Laszus. Der arbeitete sich weiter vor, umspielte den OSV-Keeper und schob dann zum 2:1 ein. Den Krähen boten sich weitere Chancen, die Führung auszubauen. So verfehlte Christian Daniels Distanzschuss das Tor nur knapp, und auch beim Schuss von Lars Leymann aus spitzem Winkel hat nicht viel gefehlt. Dann musste KK unmittelbar vor der Pause jedoch den Ausgleich hinnehmen. Bei einer scharf getretenen Ecke von Philipp Schmidt verschätzte sich Björn Reinhold, und der Ball glitt ihm ins Netz.
Das Spiel blieb auch in der zweiten Halbzeit interessant, da beide Teams auf Sieg spielten, bei beiden war der absolute Siegeswille erkennbar. Nach einem Freistoß von Simon Kabuth in der 54. Minute ging ein Kopfball von Candy Walter knapp vorbei, und kurz darauf hätte eine schöne Kombination über Krumwiede, Laszus und Thomas Neumann zum Erfolg führen
können. Doch dann gerieten die Krähen wieder in Rückstand. Nach einem Foul von Bastian Schülke an Nikolaos Zervas traf Philipp Schmidt per Elfmeter zum 2:3. Doch die Krähen glichen erneut aus. In der 73. Minute wollte Hannovers Ali-Kemal Kara Thomas Neumann den Ball wegspitzeln – und überwand seinen Torhüter Alexander Thomsen mit einem klassischen Eigentor. Mit dem 3:3 war der Endstand hergestellt. Ein hochverdienter Punktgewinn gegen eine hochkarätig besetzte Mannschaft in einem Spiel, in dem sogar noch mehr möglich gewesen wäre. Derweil wurde auch bekannt, wer die Nachfolge von Peter Rahlfs als Trainer des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide antritt. Es ist Markus Kallmeyer, der zuletzt die TSG Ahlten trainiert hatte. Schon am Donnerstag wird er im Auswärtsspiel bei Eintracht Hiddestorf seinen Einstand geben. Das Spiel beginnt um 19.30 Uhr auf der Sportanlage an der Ihmer Straße in Hemmingen-Hiddestorf.