Quartier am "Blauen Wunder"

Die Langenhagener entdeckten viel in der sächsischen Elbmetropole.
 
Das "Blaue Wunder" – die berühmteste Elbbrücke.

Jahresfahrt der Ü50 des SC Langenhagen nach Dresden

Die Fußballsenioren des SCL besuchten in diesem Jahr in ihrer viertägigen Abschlussfahrt über Himmelfahrt die Stadt Dresden und Umgebung. Die wieder von Helga und Fritz Rohn organisierte Fahrt war in jeder Beziehung vielseitig. Untergebracht war die Reisegruppe in der Pension Loschwitz am so genannten „Blauen Wunder“, der berühmtesten Elbbrücke Dresdens. In einer knapp dreistündigen Stadtführung erfuhr die Gruppe viel über die geschichtliche Entstehung (erstmals 1206 erwähnt) und der Entwicklung Dresdens bis heute. Besonders geprägt wurde die Stadt durch das „Augustinische Zeitalter“ mit August dem Starken und dessen Sohn Friedrich August II zwischen 1694 und 1763, in dem sie sich zu einer der schönsten barocken deutschen Residenzstädte entwickelte. Das „Elb-Florenz“ wurde zu einer Metropole von europäischem Rang. Die schwärzesten Stunden erlebte die viel bewunderte Kunst-und Barockstadt kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs mit dem Bombenangriff am 13. und 14. Februar 1945. Die Innenstadt und angrenzende Gebiete wurden vollständig vernichtet – es gab mindestens 35.000 Tote. Die gewaltige Wiederaufbauleistung der Altstadt mit immer noch fortdauernden Restaurationsarbeiten ist zu bewundern.
Die zweite Etappe der Reise war Meißen, die Wiege Sachsens. Meißen ist in der ganzen Welt bekannt durch das Porzellan mit den blauen Schwertern. Eine Führung durch die Porzellanmanufaktur einschließlich Werkstatt vermittelte einen guten Einblick in die Herstellung des „weißen Goldes“. Das Wahrzeichen der Stadt bildet der Burgberg mit dem großartigen Bauensemble von Albrechtsburg und Dom. Das mittelalterliche Aussehen konnte zum großen Teil bewahrt bleiben, da Meißen im Unterschied zur Mehrzahl der sächsischen Städte im Zweiten Weltkrieg von Zerstörungen verschont blieb.
Nach Meißen ging es an die sächsische Weinstraße nach Radebeul. Wirklich sehenswert ist der zu Radebeul gehörende Dorfanger Altkötzschenbroda, welcher sich als eine beliebte Flaniermeile präsentiert, an der in den letzten Jahren zahlreiche originelle Kneipen, Feinschmeckerlokale, Cafes, Ateliers, Weinhandlungen, usw. eröffnet wurden. Ein Kurzbesuch des Karl- May-Museums war natürlich ebenso Pflicht.
Die dritte Etappe führte zur Festung Königstein, eine der größten Festungsanlagen Europas. Die um 1200 angelegte böhmische Königsburg kam Anfang des 15. Jahrhunderts in den Besitz des sächsischen Herrschergeschlechts der Wettiner, die diese zu einer Festung erweiterten, die nie erobert wurde. Sie diente den Wettinern als Zufluchtsort in gefahrvollen Zeiten. Seit 1955 wird die aus über 30 verschiedenartigen Bauwerken bestehende Festung als militärisches Freilichtmuseum geführt.
Neben den zahlreichen Besichtigungen war natürlich auch Geselligkeit angesagt. Dresden hatte am Himmelfahrtswochenende Einiges zu bieten, u.a. fand das 45.Dixielandfestival statt. Bei sehr schönem Wetter und angenehmer Atmosphäre war die Innenstadt voller Angebote. Die besuchten Restaurants wie „Villa Marie“, „Körnergarten“ und „Zum Bürgergarten“ in Altkötzschenbroda überzeugten mit gutem Angebot und Qualität. Zum Abschlussessen ging es in den „Luisenhof“, auch „Balkon Dresdens“ genannt. Der Luisenhof ist über Jahrzehnte von vielen Persönlichkeiten aus Politik, Film, Kunst und Sport besucht worden- und nun auch von der Ü50 des SC Langenhagen.