RECKEN ohne Punkte gegen die Löwen

Niedersachsen verlieren mit 23:31

4.100 Zuschauer blickten mit Spannung der gestrigen Begegnung zwischen den RECKEN und den Rhein-Neckar Löwen entgegen. Vor ausverkauften Rängen und mit Lars Lehnhoff und Olafur Gudmundsson zurück auf der Platte, galt es für DIE RECKEN sich gegen die stark aufspielende Mannheimer zu stemmen. Couragiert kämpften die Niedersachsen bis zur letzten Minute. Die Löwen präsentierten sich jedoch konsequent und zielstrebig, und entschieden das Spiel am Ende verdient mit 31:23. „Die Löwen haben nichts anbrennen lassen und waren unglaublich heiß. Heute haben sie erneut bewiesen, dass sie nicht zu Unrecht in der Champions-League spielen“, zollte Nikolai Weber den Gästen Respekt. Bester Werfer bei den Hausherren war mit neun Toren Rúnar Kárason. Die Gäste hatten in Bjarte Myrhol mit sechs Treffern ihren erfolgreichsten Schützen.
Hohe Angriffsfrequenz 
Der Torreigen wurde von den Gästen durch Patrick Groetzki eröffnet, der sich im Tempogegenstoß gegen RECKEN-Torhüter Nikolai Weber behauptete und das 1:0 für seine Farben erzielte. In der dritten Spielminute zogen die Hausherren durch ihren Kreisläufer Juan Andreu gleich, der das zweite Tor für DIE RECKEN aus sechs Meter Entfernung markierte. In den ersten zehn Minuten bekamen die Zuschauer in der ausverkauften RECKEN-Festung das erwartete temporeiche Spiel geboten. Sowohl die Rhein-Neckar Löwen als auch die Niedersachsen konnten ihren Angriffe zumeist positiv abschließen. Dies gelang den Gastgebern auch in der zehnten Minute, als erneut Andreu den Ball in die Maschen von Niklas Landin versenkte und damit für die erste Führung der Hausherren sorgte (6:5).
Seinen ersten Treffer in der RECKEN-Festung gelang Filip Mirkulovski nach zwölf Zeigerumdrehungen per Tempogegenstoß. Dieser sorgte für Stimmung auf den Rängen. Bei den Gästen hingegen blieb die Stimmung gedämpft, die durch den Gegentreffer mit zwei Toren in Rückstand gerieten (6:8). Nicolaj Jacobsen legte im anschließenden Ballbesitz für die Mannheimer die grüne Karte auf den Tisch. Fünf Minuten verstrichen, ehe die Löwen durch Uwe Gensheimer wieder mit einem Tor in Führung gehen konnten (9:8).
Löwen mit schnellen Gegentoren 
Sieben Minuten vor Pausenpfiff scheiterte Gensheimer an Martin Ziemer, der in diesem Spielzug mit seiner Parade das 11:14 verhinderte. Die Gäste blieben jedoch in Ballbesitz und konnten wenige Sekunden später einen weiteren Treffer erzielen. DIE RECKEN suchten nun die Lücke in der stark besetzten Abwehrreihe der Löwen. Diese konnte Rúnar Kárason erfolgreich finden, der damit auf 12:16 verkürzte. Die Gäste hielten das anfängliche Tempospiel weiter aufrecht, was zu einfachen und schnellen Toren für die Mannheimer führte und folglich auch den 13:18 Halbzeitstand markierte.
Die Mannheimer erwischten auch den besseren Start nach der Pause und zogen binnen einer Minute mit sieben Toren Abstand davon (20:13). DIE RECKEN konnten das schnelle und konsequente Spiel, welches sie in der ersten Phase der Partie auf das Parkett legten, nicht durchgehend umsetzen. Auf der Gegenseite erschwerte zudem die immer stärker werdende Präsenz von Torhüter Landin das Spiel der Gastgeber.


Zuschauer unterstützen bis zum Schluss
Die Tafel zeigte die 40. Spielminute als Trainer Christopher Nordmeyer seine zweite Auszeit nahm. Beim Stand von 16:24 nutzte der RECKEN-Kommandogeber die kurze Pause für weitere Instruktionen. Seine Worte zeigten im nächsten Angriff die gewünschte Wirkung. Andreu sorgte 25 Sekunden später für ein weiteres Erfolgserlebnis für DIE RECKEN. Eine knappe Viertelstunde vor Abpfiff bekam Kárason vom Strich dann die Chance, auf 19:15 zu verkürzen. Der Isländer nutzte diese und überwand Landin eiskalt aus sieben Meter. 
Zu selten gelang es den RECKEN jedoch, die Defensive der Löwen zu knacken. Stattdessen häufte sich nun die Fehlerquote im Angriff, was die Mannheimer eiskalt ausnutzten und den Ball binnen Sekunden in das Tor von Ziemer beförderten. Trotz des Rückstandes unterstützten die Zuschauer ihre Mannschaft im Angriff weiterhin von den Rängen und bejubelten jede gelungene Aktion. Grund zur Freude hatten die Fans auch in der 55. Minute, als Kárason einen weiteren Sieben-Meter-Treffer seinem Tore-Konto hinzufügen konnte (23:30). Postwendend setzte Ziemer auf der Gegenseite noch einmal ein Zeichen und hielt zwei Mal in Folge seinen Kasten dicht. Den finalen Treffer markierten die Gäste durch Marius Steinhauser, der damit für den 23:31-Endstand aus Sicht der RECKEN sorgte. 
Statistik
DIE RECKEN vs. Rhein-Neckar Löwen
DIE RECKEN: Ziemer, Weber, Andreu (7), Hykkerud (1), Lehnhoff (2/1), Szücs (1), Sevaljevic, Gudmundsson, Kárason (9/2), M. Dräger, Y. Dräger, Pollex (2), Kastening, Mirkulovski (3)
Rhei-Neckar Löwen: Landin, Rutschmann, Schmid (4), Gensheimer (4/3), Myrhol (6), Steinhauser (1), Larsen (4), Groetzki (4), Reinkind (1), Petersson (5), Ekdahl du Rietz (2), Ganshorn
Schiedsrichter: Blümel/Loppaschewski
Siebenmeter: 4/3 – 3/3
Zeitstrafen:   4 – 1
Zuschauer: 4.100 (ausverkauft)