RECKEN verlieren in Magdeburg

28:34-Niederlage gegen den neuen Tabellendritten

Mit den altbekannten Verletzungsproblemen galt es heute gegen den SC Magdeburg zu bestehen. Eine schwere Aufgabe, die sich aufgrund der Voraussetzungen im Personalbereich am heutigen Sonntagabend als noch schwieriger erweisen sollte. Über 50 Minuten konnten DIE RECKEN mit dem SCM mithalten, ehe die Gäste im Endspurt mit dem letztlich größeren Kräfterepertoire davonziehen konnten und sich mit dem 34:28-Erfolg den elften Sieg in Folge sicherten. „Wir haben lange Zeit vieles richtig gemacht und gut verteidigt. In der Endphase haben wir zwei Tempogegenstoß-Chancen liegen lassen. Das kann man sich in Magdeburg einfach nicht leisten“, kommentierte RECKEN-Trainer Nordmeyer das vergangene Spielgeschehen.
Ausgeglichene Partie
Die Gäste eröffneten die Partie in Persona Jacob Bagersted mit einem Tor zwei Minuten nach Anpfiff. DIE RECKEN setzten kurz darauf ihren ersten Treffer vom Sieben-Meter-Strich durch Rúnar Kárason. Die Niedersachsen wirkten von Beginn an konzentriert und konnten nach acht Minuten, nach erneutem Treffer von Kárason, zum ersten Mal mit zwei Toren in Führung gehen. Dies machte Torhüter Nikolai Weber mit seiner vorhergegangen zweiten Parade im Spiel für möglich.
Schwungvoll ging es für DIE RECKEN in der 12. Minute weiter, nachdem sich Weber im Tor erneut stark präsentierte und Kárason aus der zweiten Welle heraus den Ball in die Maschen von Jannick Green setzte (7:5). Es dauerte weitere vier Minute ehe Magdeburg den zwei-Tore-Rückstand wieder aufholen konnte. Robert Weber egalisierte vom Strafstrich (7:7).
Niedersachsen mit Kampf und Kraft
RECKEN-Trainer Christopher Nordmeyer legte in Folge dessen die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch um so von der Seitenlinie aus mit Ruhe neue Impulse zu setzen. Acht Minuten vor Ende der ersten Halbzeit zeigte Filip Mirkulovski erstklassiges Durchsetzungsvermögen und kämpfte sich durch die Abwehr des SCM durch. Seine Aktion krönte der Mazedonier mit dem zehnten Treffer für seine Farben. Während es Mirkulovski mit Schnelligkeit und Druck auf die Abwehr versuchte, setzte Kai Häfner seine volle Wurfkraft ein und versenkte den Ball in der 28. Spielminute aus dem Rückraum in das gegnerische Tor (12:11). Beim Spielstand von 12:13 traten beide Teams den Gang in die Kabine an. 
Der spanische Kreisläufer Juan Andreu unterstrich mit dem ersten Tor nach der Pause die Leistung der RECKEN aus dem ersten Durchgang und stellte die Zwei-Tore-Führung wieder her (14:12). Die Hausherren zeigten nun auch vom Sieben-Meter-Strich nerven. Andreas Rojewski ließ die klare Chance mit einem



Lattentreffer liegen. Die Begegnung nahm nun von Minute zu Minute an Fahrt auf. Der SC Magdeburg nutzte seine Chancen und konnte in der 39. Minute erneut egalisieren (18:18).
Wechselnde Führung
DIE RECKEN konnten jedoch dem angezogenen Tempo der Gäste mithalten und markierten durch Nachwuchsspieler Lars Hoffmann in der 41. Spielminute den ersten Tempogegenstoß-Treffer (20:19). In der hauseigenen Halle ließen sich die Magdeburger jedoch nicht abschütteln, sondern erzielten immer wieder den Ausgleichstreffer. Ab diesem Zeitpunkt stand fest, dass sich die verbleibende Partie für keines der Teams als ein Selbstläufer erwies. DIE RECKEN markierten ihre Stärke durch ein weiteres Tor von Kárason zum 24:23-Spielstand, der jedoch postwenden von den Magdeburger in eine 24:24-Führung durch die Gäste zwölf Minuten vor Abpfiff verwandelt wurde. Nach einer, nach Meinung der Zuschauer umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidung, meldeten sich nun auch die Anhänger der Hausherren lautstark von den Rängen, was zusätzliche Spannung und Unruhe in die Partie brachte. 
Nun konnten die Magdeburger mit zwei Toren in Front gehen. Während der SCM die Stimmung auf den Rängen zu seinen Gunsten auf dem Feld umsetzen konnte, kam bei den RECKEN zusätzlich Pech ins Spiel, nach dem bei dem Wurfversuch von Mirkulovski zum zweiten Mal in Folge die Latte weitere Tore für die Niedersachsen verhinderte. Die Anspiele an den Kreis hingegen fanden ihren gewünschten Effekt. Andreu verwandelte zum 27:29 fünf Minuten vor Abpfiff. Mit der 32:28-Führung der Gastgeber wurden die letzten Minute in der GETEC-Arena eingeläutet, die Weber mit den letzten Sekunden noch in eine 34:28 ausbaute und damit für den Endstand sorgte. 
DIE RECKEN
Ziemer, Weber, Andreu (4), Hykkerud (1), Häfner (5), Szücs (2), Sevaljevic, Kárason (8/4), M. Dräger, Y. Dräger, Pollex (2), Kastening, Mirkulovski (6), Hoffmann (2) 
SC Magdeburg
Green, Quenstedt, Rojewski (3), Musche (2), van Olphen, Natek (2), Bagersted (3), Grafenhorst (4), Haaß (4), Bezjak (3), Gebala, Weber (8/2), Saul, Jurecki (5)
Schiedsrichter: Immel/Klein
Siebenmeter: 4/4 – 4/2
Zeitstrafen:   5 – 2
Zuschauer: 6.230