Saison endet bei Meister HSC

Landesliga-Ausklang für Krähen beim Meister

Ein Jahr ist es her, dass der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide in der Fußball-Landesliga in
allerletzter Sekunde den Klassenerhalt geschafft hatte. Angesichts von zeitweilig elf
Punkten Rückstand auf das rettende Ufer hatten dieses die wenigsten für möglich
gehalten. Doch die Krähen schafften das Unvorstellbare, und der Begriff des Wunders
vom Waldsee machte die Runde. Angesichts der großen Nervenbelastung war somit
der Wunsch vieler Rot-Blauer für diese Saison, bloß nicht noch einmal so sehr zittern
zu müssen und den Klassenerhalt deutlich früher zu sichern. „Endlich wieder ruhig
schlafen“, so hatte Manager Wolfgang Ulrich seine Hoffnung formuliert. Es hat geklappt:
Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide hat bereits seit einiger Zeit den Klassenerhalt sicher
und kann das vierte Jahr in der Landesliga seit dem Wiederaufstieg planen.
Da muss es wohl in Kauf genommen werden, dass man in den restlichen Saisonspielen
deutlich spüren kann, dass es um nichts mehr geht. Vielleicht lässt sich so das 1:4 im
Nachholspiel bei der TSV Burgdorf erklären. Die Burgdorfer brauchten noch einen Sieg,
um die Klasse zu halten und traten entsprechend auf. Auf das erste Gegentor in der
22. Minute durch Noel Köhler hatte KK noch eine passende Antwort. Zwei Minuten später
erzielte Alexander Dosch im Anschluss an einen Freistoß von Renè Legien der Ausgleich. In der zweiten Halbzeit zogen die Burgdorfer dann durch teils vermeidbare Tore von Jonas
Künne, Louis Mau und erneut Noel Köhler auf 4:1 davon. Aus Krähenwinkeler Sicht positiv
zu erwähnen sind ein gehaltener Elfmeter von Torhüter Jan Helms sowie eine spektakuläre Rettungstat von Verteidiger Sebastian Helms.
Drei Tage später trat der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide beim HSC Blau-Weiß Schwalbe
Tündern an. Dass die Krähen hier nach 33 Minuten in Führung lagen, lag zum einen am
Freistoßtor durch Philipp Schmidt, der von der rechten Seite schoss. Der Ball kam noch
einmal auf und flog dann hinter Tünderns Torhüter Lukas Masur ins Netz. Zum anderen
hatte der TSVKK eine hochbrisante Situation zu überstehen, nachdem Schiedsrichter
Philipp Kittel auf gefährliches Spiel im Strafraum entschieden und dieses mit einem
Freistoß für die Heimmannschaft aus rund zehn Metern sanktioniert hatte. Elf Rot-Blaue
mussten das eigene Tor verteidigen. Tünderns Lucas Neckritz schoss den Ball über die
vielbeinige Abwehrreihe, aber auch über das Tor. In der 72.Minute erzielte dann Lukas
Kramer nach einem Alleingang für die Schwalben den Treffer zum Endergebnis von 1:1.
Ein gerechtes Ergebnis in einem Spiel, in dem die Torchancen in etwa gleich verteilt waren.
Am Sonnabend, 2. Juni, steht nun das letzte Spiel der Saison auf dem Programm.
Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide spielt ab 16 Uhr beim Hannoverschen SC. Lange
hatte man damit gerechnet, im Meisterschaftskampf zwischen dem HSC und Heessel
eine entscheidende Rolle zu spielen. Doch die Meisterfrage ist am vorletzten Spieltag
zu Gunsten der Hannoveraner entschieden worden. Dennoch werden die Krähen
nicht nur zum Gratulieren an die Constantinstraße reisen. Und dann gehen alle Blicke
auf Sonntagnachmittag – der Schlussakkord im Meisterschaftskrimi der Kreisliga
mit dem MTV Engelbostel/Schulenburg und dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide II
steht auf dem Programm. Studiert man einmal Hannovers sämtliche Tabellen, so
gibt es wohl keine Staffel, in der eine größere Spannung herrscht als hier, wo vor
dem finalen Akt gerade einmal ein einziges Tor den Unterschied ausmacht. Der
TSVKK II trifft am Sonntag, 3. Juni, um 15 Uhr am Waldsee auf den TSV Schloss
Ricklingen und kann sich großer Unterstützung gewiss sein.