SC Langenhagen dreht verloren geglaubtes Spiel

Kurz vor Schluss den Sieg eingefahren

(rt). Es hätte ein trauriger Tag für Daniel Hintzke werden können. Und nicht nur für ihn, sondern auch für alle, die in diesen Tage mit den Akteuren des Oberligisten SC Langenhagen bangen. Nach zwei überflüssigen Pleiten gegen Osnabrück und Oythe war die Partie in Bavenstedt ein letzter Rettungsanker Richtung Relegationsplatz. Mit seinem Ausgleichtreffer unmittelbar vor dem Abpfiff drehte der Mittelfeldspieler an seinem 23. Geburtstag eine schon verloren geglaubte Begegnung, die mit dem Siegtor von Philippe Harms seine Krönung fand. Mit diesem 2:1 bugsierte sich der SCL auf den zehnten Tabellenplatz, der die Chance auf einen Verbleib in der fünfthöchsten deutschen Spielklasse nährt. In einer von beiden Seiten schwach geführten Partie merkte man den Gästen die besondere Drucksituation an. Mit einer hohen Siegesbereitschaft ausgestattet bestimmte die Mannschaft von Trainer Hilger Wirtz zwar das Geschehen, strahlte aber nur bedingt Torgefahr aus. Die Hausherren, für die nach dieser Niederlage der Abstieg in die Bezirksoberliga Realität geworden ist, kamen nur schwer ins Spiel, hatten allerdings eine gute Führungsmöglichkeit. Abwehrspieler Florian Bertalan klärte jedoch in höchster Not akrobatisch. Ohne Tore wurden die Seiten gewechselt. Schon früh nach dem Wiederbeginn mussten die Gäste einem Rückstand nachlaufen. Aus kurzer Distanz vollstreckte Benedict Plaschke zur überraschenden Führung. Nur kurz war der SCL geschockt, berannte fortan allerdings permanent den Kasten der Bavenstedter. Mit der Hereinnahme von Philippe Harms, dessen Dynamik über außen in den vergangenen Spielen vermisst wurde, forcierte man das Tempo. Als die Nerven der Beteiligten mittlerweile arg strapaziert wurden, traf Hintzke aus dem Getümmel heraus. Und als dann der ebenfalls eingewechselte Nikolaos Zervas eine Flanke auf Harms schlug, vollendete dieser zum überglücklich gefeierten Siegtreffer der Flughafenstädter. Damit sprangen die Gäste in letzter Sekunde auf den Zug, der die eingleisige Oberliga ansteuert. In den verbleibenden zwei Partien beim VfB Oldenburg und zu Hause gegen den VfL Bückeburg sollten drei Punkte für den Relegationsplatz reichen. Doch dieser ist noch längst keine Garantie, die Klasse zu halten. Schöner wäre es sicherlich, wenn auch einmal bei einem Großen der Liga wertvolle Punkte eingeheimst werden. Am Pfingstmontag wäre dafür in Oldenburg ein guter Zeitpunkt.

Tore: 1:0 (48.) Plaschke, 1:1 (84.) Hintzke, 1:2 (86.) Harms

SCL: Dlugaiczyk – Barudi, Lazic, Hoheisel, Bertalan – Schinner, Tayar (84. Agac), Hintzke, Hiber (64. Harms) – Jusufi (84. Zervas), Brüntjen