Schädlich für die Tabelle, hart für die Psyche

TSV KK verliert auch das zweite Landesligaspiel

Vor dem nächsten Spiel in der Fußball-Landesliga, das am nächsten Sonnabend in Eldagsen stattfinden wird, wird es beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide darum gehen, die Köpfe wieder freizubekommen. Denn der TSV KK verlor am zweiten Spieltag auf eigenem Platz gegen einen Aufsteiger trotz fast 80-minütiger Überzahl durch ein Eigentor mit 0:1. Betrachtet man sämtliche Details des vorstehenden Satzes, wird klar, dass es um das Seelenheil der Mannschaft zurzeit nicht gut bestellt sein kann. Gegen den Koldinger SV, der nach dem Aufstieg das erste Landesliga-Auswärtsspiel seiner Vereinsgeschichte in Krähenwinkel bestritt, mussten die Krähen auf den gesperrten Andrè Ulrich, den verhinderten Adrian Zimmermann sowie die verletzten Alexander Dosch und Andreas Bart verzichten. Dennoch sollten zu Hause die ersten Punkte geholt werden, zumal Timo
und Philipp Schmidt wieder zum Kader gestoßen waren. Und bereits ab der zwölften Minute sollten die Krähen einen vermeintlichen Vorteil genießen dürfen. Denn KSV-Spieler Lukas von der Ah sah nach einer Tätlichkeit Rot, und
die Heimelf konnte fortan in Überzahl agieren. Dennoch waren die aussichtsreichsten Tormöglichkeiten bis zur Pause gleichmäßig verteilt. Koldingens Marco Cyrus köpfte den Ball über das Tor, und Timo Schmidt hatte auf der anderen Seite Pech, als er nur den Pfosten traf.
Nach dem Seitenwechsel geriet Sebastian Helms im Anschluss an einen Freistoß von Philipp Schmidt in eine gute Schussposition. Koldingens Schlussmann Marten Kleine wehrte den Ball geschickt ab. Im Gegenzug hätten die Gäste beinahe das 0:1 markiert. Eine Hereingabe von der rechten Seite nahm Leon Francisco Pulido volley und verfehlte das leere Tor um Haaresbreite. Doch kurz darauf sollte es im Netz des von Jan-Hendrik Helms gehüteten Kastens einschlagen. Einen Koldinger Freistoß von der rechten Seite bugsierte Krähenwinkels Freerk Miener unglücklich ins eigene Tor. Elf Krähen lagen plötzlich gegen zehn Koldinger im Hintertreffen.
Miener selbst hatte kurz darauf die Möglichkeiten, seinen Fauxpas wieder wettzumachen. Aber auf der anderen Seite flog sein Kopfball über das Tor. Ein starker Linksschuss von Philipp Schmidt nach einer Vorlage von Wladislaw Schmidt sowie der Schuss von Dennis Sachse, der von Marc Ulrich in Szene gesetzt worden war, sollten im weiteren Verlauf die aussichtsreichen Möglichkeiten darstellen, den Spielstand zu egalisieren. Doch der Ball ging jeweils knapp am Kasten vorbei. Ansonsten fehlte es den Rot-Blauen, denen man mangelndes Engagement nicht vorwerfen konnte, oft an der letzten Konsequenz. Es kam zu einigen vermeidbaren Fehlern, während die Zeit gnadenlos herunterlief. Weil Martin Pietrucha in der 84. Minute nach einem Eckball der zweite Koldinger Treffer trotz vielversprechender Gelegenheit nicht gelang, blieben die Rot-Blauen bis zum Schluss im Spiel.
Das Hamburger Schiedsrichtergespann gewährte dem TSV KK
sogar eine Nachspielzeit von beinahe fünf Minuten. Doch es sollte nicht mehr klappen. Trainer Holger Gehrmann hatte sämtliche Offensivkräfte aufgeboten, allein den Weg ins gegnerische Tor sollte der Ball nicht finden. So blieb es bei der eingangs erwähnten nüchternen Erkenntnis, in Überzahl durch ein Eigentor verloren zu haben. Am kommenden Sonnabend, 20.August, wird der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide versuchen, verlorenen Boden wieder gutzumachen. Das Auswärtsspiel beim FC Eldagsen beginnt um 16 Uhr.

Mannschaft: J. Helms, F. Miener, T. Schmidt (ab 71.Sachse), Döpke, S. Helms, Hübner, Mücke, P. Schmidt,Tasche (ab 52.W. Schmidt), Schwitalla, Münch (ab 64.M. Ulrich) Trainer: Gehrmann
Tor: 56.0:1 Eigentor Freerk Miener
Rot: 12.Lukas von der Ah (Koldingen)