Schwere Schulterverletzung

2:1 - Derby-Sieg für Sparta

Fußballspiele dauern bekanntlich 90 Minuten plus einer viertelstündigen Halbzeitpause. Bei Sparta wurde diese Regel im Ortsderby am Silbersee außer Kraft gesetzt und dies hatte einen tragischen Hintergrund. Lukas Lichtenstein war in der 34. Minute nach einem Zweikampf in Strafraumnähe zu Fall gekommen und sich dabei eine folgenschwere Verletzung der linken Schulter zugezogen, die eine Verlegung außerhalb des Spielfeldes unmöglich machte. Erst nach einer Notversorgung durch den herbeigerufenen Rettungsdienst war ein Abtransport ins Krankenhaus möglich. Es war irgendwie ein Tag voller Lücken und Nackenschläge für die Spartaner, denn zu diesem Zeitpunkt lagen sie in einer zerfahrenen und nickeligen Partie mit 0:1 im Rückstand. Pascal Henke hatte sein Team bereits in der zwölften Minute per Kopfball-Bogenlampe in Führung gebracht. Dem konnten die Schwarz-Gelben bis dahin lediglich eine nennenswerte Szene entgegensetzen. Chris-André Ahrenstedt blieb allerdings am reaktionsschnellen Sören Lenk im Godshorner Gehäuse hängen. Glück hatten die sichtlich noch geschockten Platzherren unmittelbar vor dem verspäteten Gang zur Pause, als Mario Leone das Leder nur ans Außennetz bugsierte.
Ein Achtungszeichen setzte Manuel Michaelis sofort nach Wiederanpfiff mit einem vehementen Pfostenschuss und leitete damit eine Belebung in Spartas Bemühungen um den Ausgleich ein. Den nächsten Rückschlag musste man jedoch in der 53. Minute verkraften. Ahrenstedt schied mit einer Knöchelverletzung nach einem Foul seines Bewachers vorzeitig aus und wurde ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Die Gemüter erhitzten sich fortan und der Spielleiter aus Arnum sorgte mit einigen zweifelhaften Entscheidungen für zusätzliche Brisanz. Mit der Einwechselung von Dennis Rossmann verstärkte Spartas Trainer-Duo Marek/Burgsmüller nun die Offensive und hatte damit eine gute Wahl getroffen. In der 72. Minute demonstrierte der Joker seine Torgefährlichkeit und verlängerte eine Hereingabe von Waldemar Reimche per Kopf zum verdienten Ausgleich. Sichtlich beflügelt setzte die Elf vom Silbersee ihre Gäste nun zunehmend unter Druck, musste allerdings ein weiteres Handicap verkraften: Michaelis erlitt gleichfalls eine Verletzung am Knöchel und wirkte nur noch als Statist mit, da das Wechselkontingent erschöpft war. Dass es unter derart widrigen Umständen am Ende doch noch ein Happy End für die aufopferungsvoll kämpfenden Spartaner zu bejubeln gab, war einerseits der guten Moral und zweitens einmal mehr Dennis Schweer geschuldet. Bei seinem Flugkopfball ins lange Eck gab es für Gäste-Keeper Lenk in der 81. Minute nichts zu halten.
Das nächste Punktspiel für Sparta steigt erst am Sonnabend, 15. September, um 15 Uhr auf heimischem Gelände gegen TSV Bokeloh, derzeit auf Rang 3 der Tabelle vor der Silbersee-Elf. Zwischendurch absolvieren die Schwarz-Gelben am Mittwoch, 11. September, um 18.30 Uhr die dritte Runde im Kreispokal. Zu Gast wird Inter Burgdorf sein; eine Truppe, die derzeit in der Parallelstaffel den Spitzenplatz einnimmt.

Aufstellung Sparta: Marcel Quarg; Sven Hoffmann, Alexander-Roman Kuba, Daniel Hupp (56.Min. Dennis Rossmann), André Lange, Bilel Khlifi, Dennis Schweer, Lukas Lichtenstein (35.Min. Waldemar Reimche), Chris-André Ahrenstedt (53.Min. Christian Hauptig), Manuel Michaelis, Steven Schmeisser.
TSV Godshorn: Sören Lenk; Stefan Liebig, Sven Kothe, Melvin Wirth, Niklas Simon, Marcel Thieme, Sebastian Sixtus, Christoph Göhr (78.Min. Sven Hofmann), Mario Leone (85.Min. Erdün Adigüzel), Marcel Henke, Thorben Tappenbeck (85.Min. Christian Trittel).