SCL reist zum Tabellenvorletzten

Gegner Heeslingen bisher noch ohne Sieg

(rt). Nur selten sah man nach einer Heimpartie des SC Langenhagen so fröhliche Gesichter. Verantwortliche und Zuschauer bildeten fast schon eine familiäre Einheit. Da ein Plausch zwischen Spielern und Fans, da ein Schulterklopfen und allgemeines Staunen über den vorzüglichen Auftritt der eigenen Mannschaft. So richtig greifbar scheint es für den einen oder anderen noch nicht zu sein. Die neuformierte, junge Oberligatruppe von Trainer Hilger Wirtz wirbelt die fünfthöchste deutsche Spielklasse gehörig durcheinander. Mit bisher 16 erreichten Punkten und Tabellenplatz 3 hat man sich weit nach oben von den eigenen Ansprüchen distanziert, die da vor Saisonbeginn hießen, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Sicherlich kann nach so wenigen Spieltagen noch kein endgültiges Statement abgegeben werden, doch wenn nichts Außergewöhnliches passiert, spielt der SCL in dieser Saison im oberen Drittel mit. Wie die Spitzenmannschaft aus Emden insbesondere in der zweiten Halbzeit vorgeführt wurde, dass war von ganz hoher Qualität. Zu den zwei geschossenen zwei Toren hätten noch locker drei oder vier kommen können, so viele gute Einschusschancen besaß das Wirtz-Team. Doch für die Bodenhaftung sind solche Ergebnis eher unvorteilhaft. Und am Ende gibt es für einen Kantersieg auch nur drei Punkte. Diese sind nun im Sack, der am morgigen Sonntag weiter gefüllt werden kann. Im Auswärtsspiel in Heeslingen trifft der SCL auf den Vorletzten der Liga. Lediglich mit drei Punkten ohne Sieg steht die Mannschaft von Torsten Gütschow mit dem Rücken zur Wand. Der ehemalige Nationalspieler der DDR, als Aktiver auch für Hannover 96 am Ball, ist um seine Aufgabe zurzeit nicht zu beneiden. Trotz der besten Saisonleistung bei acht (!) verletzten Stammspielern gab es auch in Nordhorn eine 0:1-Niederlage. Die „tolle Moral“ lässt Gütschow nun aber an den ersten Dreier glauben. Dass dazu immer zwei gehören, wollen die Flughafenstädter ab 16 Uhr im Landkreis Rotenburg (Wümme) unter Beweis stellen. Auch wenn der rotgesperrte Ertan Ametovski fehlt ist im Offensivbereich genügend Potenzial vorhanden. Ein Verlust ist sicherlich der Abschied auf Zeit von Malek Barudi. Er wird in den nächsten Monaten in Oxford an der renommierten Universität seine Jurakenntnis vertiefen. Doch wer die bisherigen Spiele verfolgt hat, kann kaum glauben, dass dieses personelle Vakuum nicht auch adäquat ausgefüllt wird.