SCL trifft das Tor nicht mehr

Trotz Kampf Niederlage in Cloppenburg

(rt). Am Ende der Partie klangen die Aussagen der Trainer sehr ähnlich. „Im Moment ist der Torabschluss unser Manko“, sagte Jörg-Uwe Klütz. „Wir sind schon zum dritten Mal ohne eigenen Treffer geblieben“, musste SCL-Trainer Hilger Wirtz feststellen. Und deshalb gab es für den momentanen Tabellensiebten der Oberliga auch in Cloppenburg nichts zu ernten. Nach einer engagierten Leistung steckte man die dritte Pleite in Folge ein und blieb beim 0:1 seit 270 Minuten ohne Treffer. Den letzten erzielte Arafat Tcha-Gnaou im Heimspiel gegen Meppen. Dabei hätte alles besser laufen können, wenn Marko Hansmann mit seinem Kopfball kurz nach dem Anpfiff etwas genauer gezielt hätte. Nach dem ersten Schreck vor 421 Zuschauern nahm der BV Cloppenburg die Zügel des Spiels in die Hand. Angriff auf Angriff rollte auf den Kasten der Gäste. In diesem hatte der erneut starke Torhüter Alexander Dlugaiczyk Schwerstarbeit zu verrichten. Nach einer Handvoll guter Torchancen ging es für den SCL sehr glücklich mit einem torlosen Unentschieden in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel drängte der Gastgeber auf den Führungstreffer. Die Mannen um Kapitän Daniel Hintzke wehrten sich weiterhin aufopferungsvoll und spielten munter drauf los. Als Klütz dem unglücklich agierenden Andre Kaiser schon seine Auswechselung signalisierte, schlug dieser zu. Kurz nachdem er nur den Pfosten traf, nickte er einen Eckball am zweiten Pfosten stehend zum Siegtor ein. „Das war Fingerspitzengefühl“, grinste Klütz. Eine Befreiung war es indes für seine Spieler immer noch nicht. Der eingewechselte Ertan Ametovski, der Marc Ulrich im Sturm den Vortritt lassen musste, traf nur die Latte, Hintzke vergab eine Riesenmöglichkeit kurz vor dem Abpfiff. Am Ende stand ein schwer erkämpfter aber durchaus verdienter Erfolg für die Cloppenburger.
Auch wenn dieser Gegner nicht zum Pflichtsiegprogramm der Langenhagener gehört, sollten sie sich langsam wieder aufmachen, um die entsprechenden Punkte gegen den Abstieg frühzeitig einzufahren. Ein Tross von sechs Mannschaften hat sich an die Fährte der Flughafenstädter gehängt. Mit nur einem Sieg ziehen all diese Vereine am SCL vorbei. Und auch der nächste Gegner ließ mit einem 3:1 gegen Nordhorn aufhorchen. Nun gilt es alle Kräfte zu bündeln, um gegen Hansa Lüneburg wichtige Punkte im Walter-Bettges-Stadion zu behalten.
Tor: 1:0 (75.) Kaiser.
SCL: Dlugaizcyk – Menneking, Bulut, Tasci, Hansmann – Heise (88. Lambach), Hintzke, Biank, Pohl, Harms (77. Deppe) – Ulrich (77. Ametovski).