Sechs Meter über der Bestleistung

Torsten Neubauer ganz links mit Startnummer 135 im Sprint. (Foto: K. Neubauer)

Thorsten Neubauer wird dreifacher Seniorenmeister

Vor kurzem fanden ausgerechnet im niedersächsischen Schöningen, dem Fundort der berühmten acht hölzernen Steinzeitspeere, die übrigens auch als älteste aufgefundene Jagdwaffen der Welt gelten, die Leichtathletikmeisterschaften der Senioren statt. Das blendende Wetter, die Temperaturen lagen um die 30 Grad Celsius, ließ bei den zahlreich angereisten Athleten auch recht gute Leistungen erwarten. Nach immerhin etwa 300.000 Jahren wurde hier nun am Fuße des Elms allerdings mit ganz modernen Stahlspeeren geworfen. Dabei ragte vor allem die enorme Weite des langenhageners Torsten Neubauer (M50) vom SC Langenhagen mit 50,23 Meter heraus, der bei insgesamt sechs Bewerbern wohl noch rechtzeitig einige der dazu notwendigen urzeitlichen Gene aktivieren konnte. Besagte Weite lag gut sechs Meter über seiner letztjährigen Bestleistung. Schließlich war Torsten Neubauer ja auch im vergangenem Jahr bester niedersächsischer Speerwerfer seiner Altersklasse geworden (das ECHO berichtete). Darüber hinaus gelangen dem kernigen Langenhagener auch Siege sowohl im 100-Meter-Hürdenlauf (16,65 Sekunden) wie auch beim Stabhochsprung (2,60 Meter). Beim Hochsprung bewältigte er 1,53 Meter, was ihm einen dritten Platz einbrachte. Über 100 Meter lief der 51-jährige Langenhagener Betriebswirtschaftler 13,22 Sekunden, und im Weitsprung brachte er es auf 4,45 Meter.
Wie es sich für eine gute Leichtathletikfamilie gehört, war auch seine Frau Katja Neubauer (W45) mit von der Partie, die dann im Hochsprung als Dritte mit 1,26 Meter ebenfalls auf das Siegertreppchen durfte. Im Speerwerfen kam sie auf gute 23,30 Meter und mit dem Diskus wurden es 18,83 Meter.
Dritter im Bunde war der Altsenior Karlheinz Teufert (SCL), der nun im letzten Jahr seiner Altersklasse M85 leider keinen Gegner mehr hatte und daher bei den Jüngeren mitmachen mußte. Auch er konnte sich gegenüber 2017 noch etwas verbessern und stellte im 200-Meter-Lauf genau die 40,00-Sekundenmarke ein. Ein kräftiger Gegenwind von -2,0 Meter/Sekunden. war vielleicht Schuld daran, dass dieser Speed nicht noch einige Hundertstelsekunden schneller ablief. Obgleich Teuferts Speerweite knapp unter 20 Meter (19,44 Metern) lag, blieb er aber in Hinsicht auf die Ende Juni in Mönchengladbach stattfindenden Deutschen Senioren-Meisterschaften zuversichtlich, dass er dort diese in Schöningen gezeigten Leistungen, die für ihn eigentlich ein recht passabler Saisonauftakt waren, vielleicht noch etwas übertreffen könnte.