"Sekundenjäger" waren die Schnellsten

Die Herrenmannschaft des RC Blau-Gelb mit Hendrik Eggers, Philipp Ulke und Helge Mensching.

RC Blau-Gelb Langenhagen vor der Winterpause

Eines der letzten Rennen der „Radsportfördergruppe Blau-Gelb Team SWISS-O-PAR“ vor der Winterpause bestritten jetzt zwei Mannschaften bei einem Vierer-Zeitfahren um den Brelinger Berg. Das Rennen ist in keinem offiziellen Rennkalender zu finden, gilt aber trotzdem als Insider-Tipp. Veranstalter ist auch kein Radsportverein, sondern die „Angaria Hannover“, eine Rudergemeinschaft. Deren Rennen heißen normalerweise Regatta und werden auch nicht auf Straßen ausgetragen, sondern auf dem Maschsee, dem Neckar in Heidelberg oder auf dem Starnberger See.
Radfahren hat in der Angaria Tradition, schließlich wurde der Verein 1886 als „Verein akademischer Radfahrer" gegründet. Erst 1906 wurde daraus ein Ruderverein. Das Vierer-Mannschaftsfahren mit Startort Brelingen ist seit Jahren der Geheimtipp für Radsportler, auch für solche, die Radsport als Nebensport betreiben. So verwundert es nicht, daß jetzt bei der 33. Veranstaltung 43 Vereine am Start waren, eine Teilnehmerzahl, die in keinem anderen vergleichbaren Rennen erreicht wird. Das bedeutet aber auch, daß viele der teilnehmenden Mannschaften das Rennen mit einer Portion Humor angehen. Man erkennt es schon an der Namen: „Sekundenjäger“, „Team GoldXL“, „Team Pedalritter“, „Die Brötchenflitzer“, „Quad-Turbo“, „Grupetto Flitzpiepe“, „Flugenten“, „Ziemlich beste Freunde“ und „Die Vorletzten“. Diese machten allerdings ihrem Namen keine Ehre, sie verschätzten sich und wurden Viertletzte. Am Ergebnisende war auch eine Mannschaft aus Brelingen zu finden, „bobb“, die „best of brelingen bikers“.
Gewonnen haben die „Sekundenjäger“. Die Starter des RC Blau-Gelb wurden Dritter (Jugendmannschaft) und Fünfter (Männer). Geehrt wurden neben den Siegern auch die „Malibu Mix“-Mannschaft für das beste Outfit.
Der Veranstalter hatte Glück mit dem Wetter. Nachdem der Start verschoben wurde, ließ der starke Regen nach und schon bald konnten die Rennfahrer bei trockenem Wetter - was bei den doch schon recht kühlen Temperaturen die Laune aller Beteiligten sichtlich verbesserte - im Minutenabstand starten. Zurückzulegen waren jeweils drei Runden über Negenborn, Abbensen, Oegenbostel und Bennemühlen zurück zum Startort, die alle Teams sturzfrei überstanden.