Sie für den SCL in in Neustadt

Im dramatischen Spielverlauf gegen die Neustädter Shooters hatten die Lions das Glück des Tüchtigen.

Lions hatten kleine Rotation und schwindende Kräfte

Ohne ihre Center Ostoja Cvijanovic und Marko Narjes mussten die Basketball-Lions allein mit Maximilian Döring als großem Mann unter dem Korb bei den auf den tiefen Positionen stark aufgestellten Shooters in Neustadt antreten. Zusätzliche Unterstützung konnten sich die Shooters von einer beeindruckenden Anzahl von Zuschauern erhoffen. 230 Fans waren dabei. Trotz dieser schweren Aufgabe hatten sich die SCL-Lions vorgenommen, Wiedergutmachung für das enttäuschende Spiel gegen Wolfenbüttel zu leisten und sich möglichst teuer zu verkaufen.
Im ersten Viertel der Partie entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei der sich keine der beiden Mannschaften absetzen konnte. Die Shooters nutzen wie erwartet ihre körperliche Überlegenheit aus und kamen durch Sheard immer wieder erfolgreich zu Abschluss. Bei den Lions verteilte sich das Scoring im Angriff, so konnten in diesem Viertel alle Viertel eingesetzten Spieler erfolgreich einnetzen. Mit 24:23 für Neustadt ging es in die erste Viertelpause.
Im zweiten Viertel hatten die Lions zunächst Mühe Anschluss an den Shooters zu halten, da diese zu diesem Zeitpunkt mehrmals erfolgreich durch Grevesmühl von der Dreierlinie abschließen konnten. Erst in der zweiten Hälfte des Viertels schafften die SCL-Lions die Wende und konnten durch Punkte von Kapitän Williams mit einer knappen Führung von 39:43 die erste Halbzeit zu Ende bringen.
Nach der Halbzeitpause bot sich ein ähnliches Bild mit ausgeglichenem Scoring auf beiden Seiten. Döring kam stark aus der Pause und konnte die ersten vier Lions-Punkte der Halbzeit beitragen, musste dann aber verletzt auf Grund einer Platzwunde behandelt werden. Der aus der zweiten Mannschaft wegen der dünnen Personaldecke aufgerückte Oppermann musste in diesen Minuten die schwere Aufgabe übernehmen, den starken Centerspielern der Shooters Paroli zu bieten. Davon unbeeindruckt konnte Oppermann drei Punkte beisteuern und leitete gemeinsam mit Williams die in diesem Spiel stärkste Phase der Lions ein, die sich vor allem durch Schnellangriffe bis zum Ende des dritten Viertels auf 53:66 absetzen konnten.
Diesen Vorsprung konnten die Lions bis zur Mitte des vierten Viertels halten, doch unter dem zunehmenden Druck der Shooters machte sich die kleine Rotation der Lions in Form von schwindenden Kräften und sinkender Konzentration bemerkbar. Ballverluste und eine schlechte Trefferquote in der Offensive und ein Abfall der Intensität in der Defensive der SCL-Lions ermöglichten den in dieser Phase überlegenen Shooters in Minute 39 bis auf 81:83 heranzurücken. Ein Dreier von Johannes Rittinger der SCL-Lions in Minute 40 konnte nur kurzzeitig für Entlastung sorgen, da die Shooters ebenfalls mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf abschließen konnten. Da zu diesem Zeitpunkt nur noch wenige Sekunden Spielzeit verblieben, schickten die Shooters die SCL-Lions im Anschluss per Foul an die Freiwurflinie. Diese konnten durch Rittinger lediglich einen der beiden Freiwürfe verwandeln, was durch den Stand von 84:87 den Shooters die Hoffnung auf die Verlängerung am Leben hielt. Ihren letzten Wurfversuch konnten die Shooters allerdings nicht verwandeln, wodurch die letzten dramatischen Minuten des Spiels das für die Lions glücklichere Ende nahmen.
Scoring: Williams 26 Punkte, Döring 21, Rittinger 13, Anagnostou 11, Geldmacher 10, Oppermann 4, Collignon 2, Niemann, Winterhoff.