Sieg nach einer Kopfnuss

Am Boden gab es packende Kämpfe.

Enrico de Castro und Kilian Frank gewinnen die Bremen Open

Freitagabend nach dem Training fuhren vier U 11er-Godshorner nach Bremen,
denn sie hatten die Möglichkeit, sich im Vorfeld zu wiegen, um so den Wiegestress am darauffolgenden Tag zu vermeiden, und warum? Ganz einfach: 750 Kämpfer aus ganz Deutschland, Polen, Niederlande und der Tschechischen Republik hatten sich für beide Kampftage angemeldet worauf der Organisator stolz war. Und so kämpften sie: Bei der weiblichen Jugend U11 startete Kristina Deibel in der Gewichtsklasse bis 26 Kilogramm im doppelten K.o.-System. Mit zwei Freilosen ging sie ins Viertel Finale, dass sie jedoch knapp verlor. In der Trostrunde um Platz 3 zeigte Kristina ihr Können und gewann die Bronzemedaille.
Bis 28 Kilogramm brauchte Laura di Michele Sanchez zwei Siege um sicher im Finale zu stehen, da stand sie Laila Göbel vom Judo Team Hannover gegenüber. Der Kampf war ausgeglichen, jedoch geriet Laura durch eine Unaufmerksamkeit im Haltegriff und kam nicht mehr raus, somit blieb ihr die verdiente Silbermedaille.
Bei der männlichen Jugend startete Enrico de Castro. In seiner zweiten Begegnung im Hauptpool traf er auf seinen unorthodox kämpfenden Gegner vom Villa Vital Bremen. Nach einem mehr oder minder unabsichtlichen Kopfstoß des Bremers musste für kurze Zeit der Kampf unterbrochen werden. Enrico erlitt eine sichtbar schmerzhafte Schmarre an der Stirn, machte jedoch weiter und entschied den Kampf für sich. Die nächsten drei Kämpfe gewann er ebenfalls und holte sich mit Bravour Gold.
In der am stärksten besetzten Gewichtsklasse – 20 Teilnehmer mit polnischen und niederländischen Kämpfer – starteten Amel Zukanovic im Pool A und Kilian Frank im Pool B bis 29 Kilogramm. Amel begann stark geriet aber kurz vor Schluss im Haltegriff und verlor die Begegnung.
Kilian erwischte einen besseren Start und gewann die ersten drei Begegnungen unter einer Minute. Für das Halbfinale brauchte er nur fünf Sekunden mit einem links angesetzten Schulterwurf. Erst im Finale musste Kilian sein ganzes Repertoire zeigen und mit einer mittleren Wertung in die volle Kampfzeit gehen. Die Goldmedaille war im nicht mehr zu nehmen.
Amel gewann in der Trostrunde souverän die nächsten beiden Kämpfe. Den nächsten Kampf, den ihn näher an das kleine Finale um Platz 3 gebracht hätte, verlor er, obwohl dominierend, wieder mit einem Haltegriff am Boden. Ein guter neunter Platz am Ende. Bis 38 Kilogramm startete Fabio Fischer noch leicht grippegeschwächt. Er sollte an diesem Tag kein Glück haben, verlor unglücklich zwei Mal mit Haltegriff, obwohl er im Stand dominierte, und war aus dem Wettbewerb.
Alles in allem können die jungen Judoka des JC Godshorn aber stolz auf sich sein.