Spannung prallt vom Pfosten ab

3:1 - TSV KK nach drittem Sieg in Folge auf Platz drei

Das Derby in der Fußball-Bezirksliga zwischen dem TuS Altwarmbüchen und dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide schien am vergangenen Sonntag schon fast entschieden zu sein. Die Krähen lagen mit 3:1 vorne, und das Spiel neigte sich dem Ende entgegen. Dann schien es jedoch so, als sollte doch noch einmal Spannung entstehen. Schiedsrichter Nils Neuhäuser aus Salzgitter sanktionierte eine Rettungstat per Hand auf der Linie des eigenen Tores mit einem Elfmeter für Altwarmbüchen. Danach wartete noch eine Nachspielzeit von vier Minuten auf die Akteure. Doch dem Anschlusstreffer für den Gastgeber stand der rechte Torpfosten im Weg. Philipp Hackbarths Schuss prallte von eben dessen Aluminium ab, und die Krähen ließen danach nichts mehr anbrennen.
Es war eine Szene, die deutlich machte, wo beim Aufsteiger aus Altwarmbüchen seit Saisonbeginn der Schuh drückt. Der TuS spielt einen technisch guten Ball, erspielt sich immer wieder ausreichende Möglichkeiten - doch die mangelhafte Chancenverwertung ist stets ein Hemmschuh für den sportlichen Erfolg. So hatten die Grün-Weißen bereits in der dritten Minute eine vielversprechende Möglichkeit. Kai Schulte-Schrepping schoss den Ball nach einem Zuspiel von Philipp Garbotz jedoch aus bester Distanz über die Latte. Auf der anderen Seite zeigte der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide, was Effizienz bedeutet. Die erste Torchance der Krähen nutzten diese direkt zum 0:1. Nach einem Freistoß von Philipp Schmidt in der Nähe der Eckfahne war Tim Linnemann per Kopf zur Stelle. Die Krähen übernahmen nun das Kommando. Giovanni Costa schoss nach einem Zuspiel von Adrian Zimmermann knapp vorbei, ehe Tim Linnemann aus guter Position am stark reagierenden TuS-Keeper Fabian Tigges scheiterte. Des einen Freud, des anderen Leid - dieses Motto traf kurz darauf zu. Während die Altwarmbüchener Zuschauer besorgniserregt die frühe verletzungsbedingte Auswechslung von Philipp Garbotz regi-strieren mussten, bekamen die in großer Zahl erschienenen Fans der Rot-Blauen einen herrlichen Treffer geboten. Philipp Schmidt begann seinen Sturmlauf auf der linken Seite in Höhe der Mittellinie. Meter für Meter arbeitete er sich nach vorne, ließ einen Gegenspieler nach dem anderen stehen und ließ sich von ihnen ebenso wenig zu Fall bringen. Am Fünfmeterraum angekommen, schlug er eine maßgenaue Flanke zu Marc Ulrich, und der Stürmer rundete den Spielzug mit dem Treffer zum 0:2 bestmöglich ab. Nach dem Seitenwechsel beeilten sich die Krähen, den dritten Treffer nachzulegen. Marc Ulrich war in der 55.Minute erneut zur Stelle und sorgte für das 0:3. Danach schaltete der TSV KK einen Gang zurück. Von den heimischen Fans war der Wunsch gehegt worden, der TuS möge wenigstens ein Tor schießen; dieses wäre wichtig für das Selbstvertrauen. Dieses Vorhaben gelang in der 80.Minute. Nach einem Eckball des früheren Krähenwinkelers Philipp Rietzke traf Mayeul Laudien mit einem gekonnten Linksschuss zum 1:3. Zu einer Aufholjagd sollte es nicht mehr reichen. Zum einen sah Timo Rowold nach einem Foulspiel an Gian-Luca Bossio Gelb-Rot, zum anderen stand einem möglichen zweiten TuS-Treffer der eingangs erwähnte Pfosten im Weg. Der TSV KK, dessen Trainer Bastian Schülke das Ergebnis als "Pflichtsieg" deklarierte, hat damit den dritten Sieg in Folge eingefahren und sich auf den dritten Platz verbessert. Jetzt warten zwei Heimspiele auf die Waldsee-Elf. Zunächst geht es am nächsten Sonntag, 19. Oktober, um 15 Uhr gegen den SV Germania Grasdorf. Die Grasdorfer befinden sich nach einem kapitalen Fehlstart zur Zeit im Aufwind. Aus den letzten vier Spielen haben die Germanen zehn Punkte eingefahren. In der letzten Saison hat KK beide Duelle gegen Grasdorf verloren. Diesmal soll es besser klappen. Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide hofft am Wochenende auf sechs Punkte gegen den gleichen Gegner. Denn bereits am Sonnabend, 18.Oktober, spielt die starke A-Jugend des TSV KK um 16 Uhr ebenfalls zu Hause gegen Germania Grasdorf.
Mannschaft: J. Helms, Tegtmeyer (ab 74.Groth), Oliveira, Heider, Schütz, Costa, P. Schmidt, Linnemann (ab 88.Schmuhl), Zimmermann, W. Schmidt (ab 78.Bossio), M. Ulrich Trainer: Schülke Tore: 15.0:1 Tim Linnemann, 42.0:2 Marc Ulrich, 55.0:3 Marc Ulrich, 80.1:3 Mayeul Laudien; Gelb-Rot: 85.Timo Rowold (TuS).