Sparta setzt Ausrufezeichen beim MTV

Sturm-Duo Michaelis und Rossmann nicht zu bremsen

Es war zwar nur eine Fußball-Begegnung der ersten Runde im diesjährigen Kreispokal-Wettbewerb, aber einen Fingerzeig auf die Verfassung ihrer Schützlinge kurz vor dem Punktspiel-Start durften die Coaches beider Teams dennoch erwarten. So unterschiedlich die Erkenntnisse auf beiden Seiten nach neunzig kurzweiligen Minuten waren, am Ende gab es keine Diskussion darüber, dass die Spartaner mit einem verdienten Erfolg den Einzug in die nächste Pokalrunde geschafft hatten. Natürlich haderten die beiden MTV-Verantwortlichen Marcus Bohne und Florian Meybohm mit den Aussetzern im Abwehrverhalten, die diese Partie maßgeblich beeinflussten, aber auch ansonsten waren sie mit dem Auftritt ihrer Mannschaft nicht zufrieden. Ganz anders dagegen die Laune bei Spartas Trainergespann Joachim Marek/Bernd Burgmüller, deren Fazit angesichts einer durch die Bank starken Teamleistung wohlwollend ausfiel: “Wir haben das umgesetzt, was wir uns in der wochenlangen Vorbereitung erarbeitet haben. Das Umschaltspiel klappte phasenweise vorzüglich, wie auch das dritte Tor zeigte!“ Bei hochsommerlich-schwülen Temperaturen starteten die Platzherren zunächst äußerst engagiert und setzten sich überwiegend in der Hälfte der Silbersee-Elf fest. Trotz dieser optischen Dominanz kam es kaum einmal zu ernsthaften Torraum-Szenen, da die eingespielte Abwehrreihe um Sven Hoffmann das Geschehen jederzeit unter Kontrolle behielt. Der einzige Neue in Spartas Startformation, Patrick Brodersen, von den A-Junioren des OSV Hannover dazu gestoßen, fügte sich auf der rechten Außenbahn nahtlos ein. In der 24. Minute fiel wie aus heiterem Himmel der Führungstreffer durch Manuel Michaelis, bei dem die MTV-Deckung eklatante Abstimmungsprobleme offenbarte. Aus gut 18 Metern bugsierte er das Spielgerät in das verwaiste Gehäuse. Der Tatendrang des quirligen und antrittsschnellen Angreifers war damit eher geweckt denn gebremst, nur vier Minuten später entwischte er mit einem präzisen Pass von Dennis Rossmann seinen Bewachern und vollendete vorbei am herauslaufenden Sebastian Schwerendt zum 0:2. Fortan spürte man eine zunehmende Verunsicherung bei den Gastgebern, die bis zum Seitenwechsel kaum noch zu konstruktiver Gegenwehr kamen.
Offensichtlich mit neuer Motivation erwischte der MTV wie im ersten Abschnitt den besseren Start und der eingewechselte Neuzugang von Fortuna Hannover in Spartas Tor, Lucas Jakobskrüger, konnte sich sogleich auszeichnen. Marcel Quarg musste zur Halbzeit wegen seiner noch nicht vollends ausgeheilten Fußverletzung passen. Die größte Chance zur Resultatverbesserung vergab Pierre Gawronski in der 57. Minute, indem er aus zwölf Metern freistehend daneben zielte. Einen Gewaltschuss von Mirko Blech entschärfte Spartas Keeper mit einer Glanzparade und Daniel Heynes Kopfball nach einer Ecke landete nur knapp im Aus (71.Minute). Als Dennis Rossmann dann in der 75.Min. nach einem genialen Spielzug über drei Stationen von Dennis Schweer bedient wurde und locker zum 0:3 einschob, gab es kaum noch nennenswerten Widerstand vonseiten der Hausherren. Im Gegenteil, die Schwarz-Gelben versäumten es, in den verbleibenden Spielminuten das Ergebnis noch deutlicher auszubauen. Mit dem Rückenwind des überzeugenden Saisonauftakts treten die Spartaner am Sonntag um 15 Uhr als Aufsteiger zum ersten Punktspiel in der Kreisliga 2 beim TSV Kolenfeld an. Bekanntlich hängen die Trauben (Punkte) beim letztjährigen Tabellenachten besonders hoch, aber verstecken wollen sich die Protagonisten vom Silbersee dort nicht.
Aufstellung Sparta: Marcel Quarg (46.Minute Lukas Jakobskrüger); Alexander Kuba (80.Minute Daniel Hupp), André Lange, Sven Hoffmann, Stanislaus Vetter (46. Minute Dennis Schweer), Patrick Brodersen, Kai-Carsten Stock, André Meyer, Levent Sönmez, Manuel Michaelis, Dennis Rossmann.
Aufstellung MTV: Sebastian Schwerendt; Luke Zimmermann (76.Minute Tomasz Skibinski), Finn Mügge, Mirko Blech, Daniel Heyne, Maron Schlemon (46.Minute Pierre Gawronski), Jan Stapelfeldt, Dennis Driemel, Marc Glenewinkel, Murat Alin (46.Minute Lars Bohling), Oliver Mattutat.