Sparta tut sich lange schwer

3:0-Arbeitssieg gegen TSV Luthe II am Silbersee

Vielleicht hilft es demnächst den Spartanern den eigenen Mitspieler besser zu erkennen. Im Rahmen einer vom DJK-Sportverband initiierten Aktion unter dem Motto „Setz`ein Zeichen für sauberen und fairen Sport!“ verteilte Spartas Geschäftsführerin Magret Schiller während der Halbzeitpause grell-grüne Schnürsenkel an die Besucher und dem Vernehmen nach erhielt auch Coach Jamal Miri einen Satz für seine Akteure. Im Verlauf der ersten 45 Minuten hätte man sich manches Mal gewünscht, wenn von den Platzherren mit etwas mehr Präzision und Durchblick agiert worden wäre. „Das wird heute gegen einen gut organisierten Gegner ein Geduldsspiel“, orakelte Miri bereits im Vorfeld und er sollte Recht behalten. Das Reserveteam des Vereins aus dem Wunstorfer Ortsteil besaß nicht nur eine kompakte und gut stehende Deckung sondern verfügte auch über schnelle Angriffsspitzen, denen Spartas Abwehr jederzeit höchste Aufmerksamkeit widmen musste. Insgesamt entwickelte sich ein ausgeglichenes Match, in dem das Geschehen hauptsächlich in der neutralen Zone, sprich weit ab der gegnerischen Strafräume stattfand. Die Elf vom Silbersee agierte einfach zu statisch und ließ Tempo und Laufbereitschaft vermissen. Erstmals in der 34. Minute geriet Luthes Gehäuse in ernsthafte Gefahr, doch Taufick Saados Schuss aus halblinker Position strich um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Zum Glück verbuchte Spartas Keeper Benjamin Hotze vier Minuten später ein Erfolgserlebnis für sich, als er den Ball mit prächtiger Reaktion gegen den freistehenden Kevin Nikolai zur Ecke lenken konnte. Kein Wunder, dass es angesichts des leidenschaftslosen Auftritts der Heimmannschaft während der Pause etwas lauter als üblich zuging. Ganz klar, es war mehr Konzentration und Bewegung gefordert, um diese Partie noch zu drehen. Als jedoch innerhalb der ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel die Gäste am Drücker waren und durch Manuel Fritzsche und Philipp Müller zwei hochkarätige Chancen ausgelassen hatten, musste man tatsächlich um eine Wende zum Guten bangen. Quasi wie eine Erlösung wirkte in dieser Situation der Führungstreffer durch Taufick Saado, der in der 57.Minute per Kopf eine gefühlvolle Hereingabe des fortan immer stärker aufspielenden Ümit Topal zum 1:0 verwertete. Bei Sparta war inzwischen Enis-Marvin Keller für Mario Mazzeo auf dem Feld, doch sein Einsatz nur von kurzer Dauer. Bei einem Duell im Strafraum zog sich der Youngster eine stark blutende Kopfverletzung zu und wurde durch Rinaz Ossman ersetzt. Die Gastgeber kamen in der Folge immer besser ins Spiel und brachten die bis dahin sichere TSV-Abwehr nun häufig ins Wanken. Jonas Tekeste war kaum zu bremsen und eröffnete so manche Lücke für seine Nebenleute. So scheiterte Arber Musliu nur knapp (69.) und ein Heber von Topal wurde vier Minuten später gerade noch von der Torlinie gekratzt. Das vorentscheidende 2:0 besorgte Cem Erkan mit einem noch von einem Verteidigerbein abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze. Die dreiminütige Nachspielzeit vom Unparteiischen Frank Voigt aus Ramlingen, der die Begegnung ohne Stress über die Runden brachte, nutzte Ümit Topal, um seine Leistung im zweiten Abschnitt mit dem 3:0 zu krönen.
Übrigens, ein Bericht des Schiedsrichters zum in der vergangenen Woche abgebrochenen Spiel in Gümmer liegt noch immer nicht vor. Man darf gespannt sein, wie das Sportgericht in dieser Angelegenheit entscheidet, denn es wurde gegen keinen Offiziellen oder Aktiven Spartas auf oder neben dem Spielfeld eine Strafe ausgesprochen.
Beim nach vier Spieltagen noch punktlosen TV Mandelsloh steht den Spartanern am Sonntag eine vermeintlich leichte Aufgabe bevor. Vorsicht ist allerdings geboten, denn in den beiden letzten Spielen unterlag man gegen spielstarke Gegner nur knapp mit einem Tor Differenz. Beginn 15 Uhr.

Aufstellung: Benjamin Hotze;, Tufan Akca, Arber Muslu, Bilel Khlifi, Kai-Steven Lawrence, Patrick Brodersen (60. Minute Tarik Tanman), Taufick Saado, Jonas Tekeste, Ümit Topal, Cem Erhan, Mario Mazzeo (52. Minute Enis-Marvin Keller/65. Minute Rinaz Ossman).