Sparta verschafft sich Luft im Abstiegskampf

Zweifacher Doppelpack von Cem Erkan und Ümit Topal

Damit haben wohl selbst die größten Optimisten nicht gerechnet! Binnen acht Tagen haben die Spartaner mit drei Siegen am Stück ihre Ausgangsposition im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Kreisliga wesentlich verbessern können. Nach wie vor stellt der nunmehr erreichte elfte Tabellenplatz allerdings beileibe kein Ruhekissen dar, denn in den kommenden zwei Begegnungen muss man sich auswärts mit dem Zweiten TSV Kolenfeld und eine Woche später daheim gegen den Primus vom SV Türkay Sport Garbsen messen. Dort ist eine Fortsetzung der kleinen Erfolgsserie kaum zu erwarten.
Wie bereits im vorangegangenen Spiel traten die Schwarz-Gelben erneut mit einem Mini-Aufgebot an. Da konnte Spielertrainer Jamal Miri froh sein, dass Cem Erkan nach einem Kurzurlaub wieder zum Aufgebot zählte und zunächst in Mittelstürmer-Position für Gefahr sorgen sollte. Und diesem Anspruch wurde der lange Angreifer schneller gerecht als gedacht. Ein Missverständnis in der recht wackeligen
Abwehrkette der Platzherren lud ihn bereits in der siebten Minute zum Torschuss ein und sein überlegter Heber landete zur frühen Führung im Netz. Nur gut, dass auf der Gegenseite Dustin Zettel sechs Minuten später nicht ganz so genau zielte und lediglich den Außenpfosten traf. Der schnelle Gegenstoß, eingeleitet von Cem Ugur Tekin über Rinaz Ossman erreichte wiederum Cem Erkan, der dieses Mal Frielinges Keeper Renke Lampen im Luftkampf mit einem wuchtigen Kopfball vom Fünfmeterraum zum 0:2 überwand. Besser konnte man nicht in diese Partie kommen, zumal die Schützlinge von SV-Coach Jürgen Siegel danach ziemlich verunsichert agierten und die Elf vom Silbersee relativ leichtes Spiel hatte, den Gegner fern vom eigenen Tor zu halten. Als sich Mahmut Topal, bis dahin sehr souverän in der Innenverteidigung, in einem Zweikampf am Oberschenkel verletzte, musste Miri notgedrungen eine Umstellung vornehmen und seinen bis dahin so erfolgreichen Goalgetter in das Abwehrzentrum beordern. Eine Entscheidung, die nicht besser hätte getroffen werden können, denn Cem Erkan avancierte auch auf dieser Position zum Herrn der Lüfte und bildete mit seinen emsigen und zweikampfstarken Nebenleuten ein für die Gastgeber schier unüberwindliches Bollwerk. Und wenn tatsächlich einmal höchste Not bestand, war wieder einmal Verlass auf Hafez Hasso in Spartas Gehäuse, der sich gegen den durchgebrochenen Alexander Hartwig in der 28. Minute auszeichnen konnte.
Ein während der Halbzeitpause einsetzender heftiger Regenschauer machte das Geläuf für beide Mannschaften danach schwieriger. Allerdings behielten die Spartaner auf rutschigem Untergrund jederzeit das Geschehen im Griff und ließen die Hausherren kaum zur Entfaltung kommen. Aus einer gut gestaffelten Abwehr setzte man im zweiten Abschnitt immer wieder auf schnell über die Außenpositionen vorgetragene Konter. So auch exakt nach einer Stunde, als Diako Omar mit einem präzisen Pass Ümit Topal an der Mittellinie bediente und dieser unwiderstehlich davonzog. Das 3:0 für Sparta war für den Torjäger nur noch Formsache. Fast identisch die Aktion zum zweiten Treffer Topals nur vier Minuten später, nur, dass dieses Mal Emre Yaz den schnellen Angreifer auf die Reise geschickt hatte. Spätestens jetzt war die Begegnung entschieden und die Silbersee-Elf konnte locker auf den Ergebnis-Verwaltungsmodus umschalten. Fast wäre Jamal Miri noch ein fünfter Treffer gelungen, aber sein versuchter Kunstschuss landete in den Armen des SV-Schlussmannes.
Fazit: Die Spartaner haben mit einer tadellosen Mannschaftsleistung allen Widrigkeiten zum Trotz bewiesen, dass sie den Kampf gegen den Abstieg erfolgreich bestehen wollen. Beim TSV Kolenfeld steht am Sonntag um 15 Uhr ein harter Gang bevor, zumal die Gastgeber sicherlich auf eine Revanche für die überraschende 0:2-Niederlage am Silbersee sinnen werden.
SV Frielingen – DJK Sparta 0:4 (0:2)
Aufstellung Sparta: Hafez Hasso; Mahmut Topal (25. Minute Diako Omar), Emre Yaz, Bilel Khlifi, Turan Topal , Cem Ugur Tekin, Dachas Doski, Jamal Miri, Ümit Topal, Cem Erkan, Rinaz Ossman.