Spartas Pflichtsieg gegen Gümmer

Am Sonntag steigt Spitzenspiel in Godshorn

Aller guten Dinge sind drei, sagt bekanntlich der Volksmund und im wahrsten Sinne trifft diese Weisheit auch auf die derzeitige Situation bei Sparta zu. Zunächst einmal konnte im dritten Anlauf die mehrfach verschobene Begegnung mit dem Verein aus dem Seelzer Ortsteil ausgetragen werden und nach dem 4:1-Erfolg fehlen den Schwarz-Gelben nur noch drei Punkte, um den Wiederaufstieg in die Kreisliga perfekt zu machen. Und, sofern diese Zähler nicht am Sonntag beim Treffen mit dem ärgsten Verfolger, der Reserve des TSV Godshorn eingefahren werden können, bleiben weitere drei Spiele für dieses Ziel. Keine schlechten Vorzeichen also, die bisher so positiv verlaufene Saison im Wonnemonat Mai zu krönen. Vorsicht sei allerdings geboten, denn immerhin warten im Schlussspurt noch der TSV Mariensee-Wulfelade, bei dem es im Hinspiel eine 0:4-Niederlage gab, sowie beim Finale der aktuelle Tabellen-Primus SV Türkay Sport Garbsen. Dazwischen ist noch eine Auswärts-Partie beim TSV Horst auszutragen, der dringend jeden Zähler benötigt, um den drohenden Abstieg zu vermeiden.
Da gehörte der Auftritt am Dienstagabend gegen Gümmer eher zu den leichteren Übungen. Die Hausherren legten auf tiefem Geläuf von Beginn an ein hohes Tempo vor und drängten die Gäste tief in die eigene Hälfte. TuS-Keeper Christian Straub konnte sich über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen und bewies gute Reaktionen nicht nur bei Tolga Candirs 30-Meter-Gewaltschuß sondern auch gegen Cem Erkan sowie Danijel Toroman. Ein Eckenverhältnis von 6:0 nach einer Viertelstunde dokumentierte die Überlegenheit und als der in bester Schweinsteiger-Manier im Mittelfeld aufspielende Lukas Lichtenstein am Fünfmeter-Raum im zweiten Anlauf die Führung zum 1:0 erzielte, stimmte es auch mit der Torausbeute (16.). Yigit Arslan ließ zehn Minuten später das 2:0 folgen, vorausgegangen war eine sehenswerte Kombination mit Cem Erkan. Dieses Duo bekamen die Gäste auch fortan kaum in den Griff. Der Treffer zum 3:0 in der 35.Minute war ein Spiegelbild, nur, dass diesmal Erkan vollendete. Dieses klare Ergebnis erfreute am Spielfeldrand natürlich auch Spartas Torjäger Ümit Topal, der sich leicht angeschlagen lediglich für den Notfall bereithielt, welcher nun wohl kaum noch zu befürchten war.
Unbehagen vermittelte im zweiten Abschnitt vor allem der Blick zum Himmel. Dunkle Regenwolken waren aufgezogen und beide Teams hatten bei schwieriger werdenden Platzverhältnissen nicht nur Standprobleme. Insgesamt lief das zuvor recht ansehnliche Kombinationsspiel der Miri-Truppe nicht mehr so flüssig wie zuvor. Gümmer hatte zudem eine taktische Umstellung vorgenommen und störte nun Spartas Spielaufbau bereits an der Mittellinie. Eine der nur noch wenigen Torraumszenen nutzte der fleißige Tolga Candir in der 56. Minute zum 4:0. Bei heraufziehender Dunkelheit musste man zwischenzeitlich um einen planmäßigen Verlauf dieser Partie fürchten, aber Schiri Tim Schubert vom TSV Stelingen behielt bis zum Schluss den Durchblick. So registrierte er neben dem Ehrentreffer von Fabian Polzer (85.) ein Foul des zuvor verwarnten Patrick Schippan an Arslan, für welches in diesem ansonsten fair geführten Spiel noch die Ampelkarte folgte (88.).
Treffendes Resümee von Spartas Coach Jamal Miri nach einer durchwachsenen zweiten Halbzeit: „Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss!“ Da bleibt nur zu hoffen, dass für Sonntag beim Derby in Godshorn noch einige Reserven vorhanden sind. Immerhin wollen sich die Spartaner für die 3:4 Niederlage aus dem Hinspiel revanchieren. Achtung: Die Partie wird am Spielplatzweg bereits um 12.30 Uhr angepfiffen.
Aufstellung Sparta: Ilyes Khlifi; Tufan Akca (64. Minute Pascal Feuss), Erdem Deniz , Tolga Candir, Patrick Brodersen, Lukas Lichtenstein, Celim Sögüt, Danijel Toroman (75. Minute Tarik Tanman), Rinaz Ossman (56. Minute Taufick Saado), Cem Erkan, Yigit Arslan.