Spiel verloren, neuen Mut gewonnen

Beim TSVKK hört man nach dem Spiel überall einen Satz

Als das lange ersehnte erste Fußball-Landesliga-Spiel nach neun Jahren Abstinenz für den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide beendet war, da hörte man überall im Umfeld der Krähen den gleichen Satz: „Sie müssen ihre Punkte woanders holen!“. Im Spiel gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen, einen der Top-Favoriten auf die Landesliga-Meisterschaft, hat dieses noch nicht geklappt. Dennoch erhielt das Team des TSVKK für einen couragierten Auftritt lobende Worte und aufmunternden Applaus. Es war vor allem die Anfangsphase, die die Krähen-Fans unter den 250 Besuchern zu überzeugen wusste. Die Rot-Blauen schafften es, die Aufstiegseuphorie in die Waagschale zu werfen und einige starke Spielzüge vorzutragen. So war das Führungstor in der 19.Minute denn auch vollauf verdient. Alexander Dosch erzielte es per Kopf nach einem Freistoß von Philipp Schmidt von der linken Seite. 13 Minuten später meldete Stadionsprecher Heiner Helms erneut ein Tor durch die Nummer Acht. Diesmal hatte jedoch der Achter im RSE-Trikot getroffen. Benjamin Holze, der kurz zuvor noch an KK-Torhüter Jan-Hendrik Helms gescheitert war, sorgte für den Ausgleich. Der Favorit war nun im Spiel und erspielte sich eine Reihe an Tormöglichkeiten. Doch verhinderten eine starke Fußabwehr von Helms gegen Holze sowie zwei Fehlschüsse durch Aron Gebreslasie einen weiteren Treffer. So ging es beim Stand von 1:1 in die Kabinen. Trotz der Überlegenheit der Ramlinger tat sich lange Zeit nichts auf der Anzeigentafel. Der RSE übertraf sich selbst beim Auslassen selbst der besten Tormöglichkeiten, zudem stand bei den Schüssen von Benjamin Holze und Sufjan Ankour der Pfosten im Weg. So blieben die Krähen im Spiel. Es gelang nicht alles, doch die Mannschaft kämpfte verbissen. Bis zur 86.Minute hielt KK das Unentschieden fest, dann traf der kurz zuvor eingewechselte Franlin Nnane zum 2:1 für die Gäste. Ein Freistoß brachte den Krähen neue Hoffnung. Philipp Schmidt peilte den Kopf von Freerk Miener an, doch der Weg des Balles endete von dort leider nicht in den Maschen. In der Schlussminute gab es dann ein hartes Foulspiel durch Andrè Ulrich. Schiedsrichter Volker Mende von Eintracht Hannover gab dafür Rot. Der Begriff Unnötig machte die Runde und schloss dabei neben dem Foulspiel auch das Verhalten einiger Ramlinger ein. Obwohl sie selbst mehrmals durch eine sehr aggressive Spielweise aufgefallen waren, zudem oftmals den Ball weggeschlagen hatten, bildeten mehrere Akteure wie auch Außenstehende ein aufgebrachtes Rudel. Nachdem es für dessen Bildung Gelb gesehen hatte und die Nerven abgekühlt waren, konnte es weitergehen. Und plötzlich war sie da, die ganz große Chance für den TSVKK, in Unterzahl zum Ausgleich zu kommen. Nach einem Schmidt-Freistoß brachte Helge Heider den Ball volley in Richtung RSE-Tor. Schlussmann Andrè Wessolek musste sein ganzes Können
aufbieten, um das Tor zu verhindern. Ein Konter in der Nachspielzeit führte dann zum Endstand. Marlon Pickerts Alleingang brachte den Treffer zum 3:1-Endstand zugunsten des Favoriten. KK-Trainer Bastian Schülke sprach dennoch von einem guten Auftakt für sein Team, auf dem man aufbauen könne. Wie sehr sich die Qualität der Landesliga von der der Bezirksliga unterscheidet, zeigt die Tatsache, dass keiner der Aufsteiger am ersten Spieltag gewinnen konnte. Die fünf Aufsteiger brachten es zusammen gerade einmal auf zwei Punkte. Und so kommt wieder jene stark frequentierte Satz ins Spiel - der von den Punkten, die woanders geholt werden müssten.
Vielleicht gelingt dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide dieses ja schon am zweiten Spieltag in Hildesheim. Ab 16 Uhr tritt das Team am Sonnabend, 15. August, beim SV Bavenstedt an.
Mannschaft J. Helms, Bart (ab 82.Schwitalla), Heider, Tegtmeyer, Döpke (ab 66.A.Ulrich), Oliveira, Dosch, Costa, P. Schmidt, W. Schmidt, M. Ulrich; Trainer: Schülke.
Tore: 19.1:0 Alexander Dosch, 32.1:1 Benjamin Holze, 86.1:2 Franklin Nnane, 94.1:3 Marlon Pickert
Rot: 90.A. UIrich (KK)