Starker Auftakt des Heimspiel-Dreiers

1:0 gegen Eldagsen: Krähen landen dritten Heimsieg in Folge

Eine große Kampfbereitschaft des ganzen Teams, etwas Glück, ein überragender Torhüter und die Kaltschnäuzigkeit eines Stürmers – dies waren die Zutaten, die der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide am letzten Sonntag im Landesliga-Heimspiel gegen den FC Eldagsen verwendete, um zum Erfolg zu kommen.
Und dieser Sieg ist umso höher einzuschätzen, wenn man bedenkt, dass das Team personell arg gebeutelt war. Verletzungen, Reisen und berufliche Verpflichtungen führten dazu, dass der Kader arg dezimiert war. Und der Gegner war nicht von schlechten Eltern. Zwar ist der FC Eldagsen ebenso ein Aufsteiger wie die Krähen. Durch eine starke Serie hatten sie sich jedoch bis auf Platz sechs vorgekämpft.
Und so machte der FCE auch am Waldsee zunächst reichlich Druck. Aber der TSV KK konnte sich nach einer Weile davon befreien und hatte in der 20.Minute selbst die bis dahin größte Torchance, als Philipp Schmidt den Pfosten traf. Es entwickelte sich fortan ein interessantes Spiel zweier Mannschaften, die beide den Nachweis ihrer Landesliga-Tauglichkeit erbrachten.
Ein hohes Maß an Torgefahr lauerte auf beiden Seiten oft bei ruhenden Bällen. So in der 55. Minute, als Eldagsens Alexander Schröder den Ball aus zentraler Position rechts um die Mauer bugsierte und Jan Helms im Krähenwinkeler Tor zu einer Glanzparade animierte. Bei einem Schuss aus kurzer Distanz war Helms gleich danach erneut zur Stelle. Vor dem anderen Tor scheiterte Philipp Schmidt bei einem Freistoß kurz vor der Strafraumgrenze nur knapp. Die rund 150 Zuschauer am Waldsee, unter ihnen zahlreiche Eldagser, sahen auch weiterhin viele Torraumszenen. Ein Drehschuss von Lauri Schwitalla flog um wenige
Zentimeter über das Tor. Danach versuchte Andrè Gehrke Krähenwinkels Schlussmann mit einem hoch geschlagenen Distanzschuss zu überwinden. Doch Helms konnte die Gelegenheit entschärfen. Nachdem der Torhüter auch noch den Rechtsschuss von Lucas Brünig pariert hatte, konnte man in der nächsten Szene vom sprichwörtlichen Glück des Tüchtigen sprechen. Denn Eldagsens Torjäger Steve Goede zeigte Nerven, als er sich plötzlich vor dem leeren Tor wiederfand und den Ball über dasselbe schoss. Dann kam die 77. Minute – und diese brachte den Rot-Blauen das goldene Tor. Marc Ulrich nutzte eine Unsicherheit in der gegnerischen Abwehr aus und traf in bester Torjägermanier zum 1:0.
Nach Spielschluss trauerte der FC Eldagsen vor allem den vergebenen Torchancen in einer Partie, die mit einem Remis sicherlich auch einen angemessenen Ausgang gefunden hätte, hinterher. Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide durfte sich umso mehr freuen. Die Mannschaft hatte es geschafft, das Pendel auf ihre Seite schwenken zu lassen und hätte in der Schlussphase bei guten Gelegenheiten von Adrian Zimmermann und Dennis Sachse sogar noch einen weiteren Treffer nachlegen können. Die Rot-Blauen haben weitere wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt geholt und den Abstand zu den Abstiegsrängen weiter vergrößert. Am Ostermontag, 28. März, wartet ein weiteres Heimspiel auf den TSVKK. Ab 15 Uhr geht es dann gegen den Meisterschaftsfavoriten SV Bavenstedt.

Mannschaft: J. Helms, Hübner, T. Schmidt, Döpke, Linnemann, A. Ulrich, Mücke, P. Schmidt, Zimmermann, Schwitalla (ab 75.Koschinsky), M. Ulrich (ab 85.Sachse) Trainer: Gehrmann
Tor: 77.1:0 Marc Ulrich