Starker Saisonabschluss beim TSV KK

Einlaufen zum letzten Saionspiel mit den Kids der zweiten und vierten G-Jugend. (Foto: O. Krebs)
 
Das gehört am Saisonende einfach dazu: Ab geht's für Trainer Holger Gehrmann in den Waldsee. (Foto: O. Krebs)

Landesliga – 2:0 über Hameln vor toller Kulisse

Beim finalen Spieltag in der Fußball-Landesliga hat für den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide alles gestimmt: das Wetter, die Kulisse und vor allem das Ergebnis. Mit einem 2:0-Sieg verabschiedeten sich die Krähen in die Sommerpause.
Wochen zuvor waren für diesen letzten Akt noch andere Szenarien vorstellbar gewesen. Es hätte in diesem letzten Spiel, bei dem der Gegner SG Hameln 74 hieß, um alles oder nichts gehen können. Die Rot-Blauen hätten darauf angewiesen sein können, unbedingt zu punkten, um eine Rückkehr in die Bezirksliga zu vermeiden.
Dass sich diese Befürchtungen als unbegründet erwiesen, lag nicht zuletzt am letzten Gegner der Krähen. Denn Hameln hatte angekündigt, sein Team aus der Landesliga abzumelden und stand damit als erster der vier Absteiger fest. Vom „Hexit“ profitierte die Konkurrenz im Abstiegskampf, denn dadurch war Platz 13 kein Abstiegsplatz mehr. Und mindestens diesen Rang hatte sich der TSV KK schon vor zwei Wochen gesichert. Hameln 74 wollte sich in seinem letzten Spiel auf Landesliga-Ebene von seiner besten Seite zeigen. Anfangs gelang dieses den Weserstädtern sehr gut. Die SG erbrachte den Nachweis ihres sechsten Tabellenplatzes und scheiterte bei ersten Chancen nur knapp, da Krähenwinkels Dennis Sachse einen Schuss auf der Linie klärte und Torhüter Renè Meyer
in einer Eins-gegen-Eins-Situation auf dem Posten war. Mit laufender Spieldauer begann der TSV KK, immer besser mitzuspielen. Viele Eckbälle und Freistöße sowie ein knapp am Tor vorbeifliegender Schuss von Marc Ulrich waren ein Fingerzeig auf den Verlauf der zweiten Halbzeit.
Denn nach dem Seitenwechsel waren die Krähen das dominierende Team. Bis sie zum ersten Mal jubeln durften, sollte jedoch viel Zeit verstreichen und so manches Raunen durch die tolle Kulisse gehen. Nach einem Eckball von Philipp Schmidt verfehlte Timo Schmidt das Tor um Haaresbreite. Ein Schuss von Philipp Schmidt wurde von Hamelns Torhüter Kolja Kowalski pariert, den Abpraller schoss Wladislaw Schmidt über das Tor. Marc Ulrich traf das Außennetz, Timo Schmidts Schuss ging nach einer Schwitalla-Flanke drüber, und Dennis Sachse scheiterte an Kowalski. Die Gäste hatten in dieser Zeit nur zwei Gelegenheiten, diese waren jedoch aussichtsreich. Doch Egcon Musliji schoss knapp am linken Pfosten vorbei, und der von Flamur Dragusha getretene Freistoß von der linken Seite verfehlte sein Ziel deutlich. In der 76. Minute war es dann so weit. Lauri Schwítalla trickste seinen Gegenspieler im Strafraum aus, brachte sich so in beste Schussposition und traf aus kurzer Distanz zum umjubelten 1:0. In der Schlussphase zeigten sich die Krähen dann in bester Spiellaune.
So bekamen die Anhänger einige sehenswerte Spielzüge zu sehen. Philipp Schmidt
spielte den Ball von der linken Seite in den Strafraum, wo Schwitalla um Zentimeter
am Tor vorbeischoss. In der 85. Minute fiel dann das letzte Tor in der ersten Landesliga-Saison nach dem Wiederaufstieg für den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide. Eine präzise Flanke von der linken Seite von Philipp Schmidt brachte Timo Schmidt zum 2:0 im Kasten unter. Und die schönste Kombination hatte sich das Team bis zum Schluss aufgehoben.
Philipp Schmidt spielte einen gekonnten Diagonalpass zu Konstantin Kramer. Kramer gehört üblicherweise den zweiten Herren der Krähen an. Er hatte bei seinem Einsatz in der Landesliga mehrere starke Szenen. So spielte Kramer den Ball weiter in den Lauf von Wladislaw Schmidt, der sogleich in die Mitte zu Schwitalla flankte. Diese Szene
wäre ein Tor wert gewesen, allerdings ging der Torschuss knapp daneben.
Am Ende waren alle beim TSVKK rundum zufrieden. Platz Elf im ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg – dieses Ergebnis hätten viele vor der Saison sicherlich unterschrieben. Damit hätte das Team auch ohne den Hamelner Rückzug die Klasse gehalten. Und den Makel des schwächsten Sturms der Liga sind die Krähen am letzten Spieltag auch noch losgeworden. Eine neue Erfahrung machte Trainer Holger Gehrmann, der im Saisonverlauf Krähen-Urgestein Bastian Schülke abgelöst hatte. das obligatorische am Ende einer Saison im Waldsee

Mannschaft: Meyer, Bart, Döpke, S. Helms, T. Schmidt, Mücke, Sachse (ab 65. P.Schmidt), W. Schmidt, A. Ulrich (ab 79.Kramer), Schwitalla, M. Ulrich (ab 89. Oliveira) Trainer: Gehrmann
Tore: 76.1:0 Lauri Schwitalla, 85.2:0 Timo Schmidt