Tabellenführer war zu stark

Sparta kann bei 2:6 nur eine Halbzeit träumen

Wenn ein unangefochtener Tabellenführer gegen eine Mannschaft aus dem unteren Mittelfeld antreten muss, gibt es üblicherweise keine Frage danach, wer am Ende die Nase vorn haben wird. Dieser Ausgangslage waren sich auch die Spartaner bewusst, als bei besten äußeren Bedingungen am Sonntagnachmittag die Partie bei der Reserve von TuS Garbsen angepfiffen wurde. „Wir wollen uns hier gut aus der Affäre ziehen“, mit dieser Maxime hatte Coach Bernd Burgmüller seine Mannen auf den Rasen geschickt, wohlwissend, dass der Primus besonders auf eigener Anlage eine Macht darstellt und den Gästen im Saisonverlauf hier erst zweimal eine Punkteteilung gelungen war.
Unbeeindruckt von dieser Bilanz präsentierten sich die Schwarz-Gelben zunächst sehr forsch im Vorwärtsgang und inszenierten einige gut angelegte Vorstöße. So hatte Arda Evrem, nach dem Ausfall des beruflich verhinderten Lukas Lichtenstein einziger etatmäßiger Angreifer, bereits nach vier Minuten das Führungstor auf dem Fuß. Auf der Gegenseite kamen die Platzherren zunächst kaum zur Entfaltung, da Spartas gut gestaffelte Abwehr jederzeit den Überblick behielt und die Räume in der eigenen Hälfte gut zustellte. Ein Handspiel im TuS-Strafraum ahndete der Unparteiische ohne zu zögern in der 24. Minute mit einem Elfmeter, zu dessen Exekution wie gewohnt Dennis Schweer antrat. Der sonst so sichere Schütze scheiterte jedoch an Garbsens prächtig reagierendem Keeper Philip Kainka. Nur gut, dass Daniel Klassen in dieser Situation beim Abpraller zur Stelle war und das Leder energisch zum 0:1 in die Maschen setzte. Offensichtlich waren die Gastgeber nun wachgerüttelt, denn fortan übernahmen sie zunehmend das Kommando. Die bis dahin ziemlich sichere Deckungsreihe der Silbersee-Elf geriet einige Male ins Wanken und Bernd Winkler im Tor konnte sich über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen. Der knappe Pausenvorsprung ließ vermuten, dass die Entscheidung in dieser Begegnung noch lange nicht gefallen war. Und eine Bestätigung hierfür erfuhr die Burgmüller-Riege nur zu deutlich im weiteren Verlauf.
Mit der Hereinnahme von zwei neuen Angreifern setzte TuS vollends auf Offensive und als der unmittelbar zuvor eingewechselte Dominic Dahle in der 52.Minute einen Rückpass von der Grundlinie ungestört zum Ausgleich einschob, war der Knoten beim Tabellen-Primus endgültig geplatzt. Der zweite Joker, Mahmut Ulucay, sorgte zwölf Minuten später nach fast identischer Kombination für das 2:1. Bei den Spartanern gingen in dieser Phase jegliche Ordnung und Übersicht verloren, sodass Ulucay für sein zweites Erfolgserlebnis in der 69.Minute keinen besonderen Widerstand überwinden musste. Dem 4:1 von Kevin Kainka ((73.Min.) konnte Daniel Klassen zwar in der 76.Minute noch mit seinem zweiten Treffer antworten, die Entscheidung in dieser nun einseitigen Begegnung war jedoch längst gefallen.
Für Garbsen rundeten in den Schlussminuten erneut Kainka und Tobias Löffler das Torkonto zu einem halben Dutzend ab. Eine bittere Lektion für die Spartaner in nur 45 Minuten.
Rehabilitieren kann sich die Elf vom Silbersee am Sonntag um 15 Uhr im Heimspiel gegen den TSV Schloß-Ricklingen. Beide Teams trennen nur zwei Punkte und der Gewinner macht wertvolle Punkte im Kampf gegen den Abstieg gut. Im Hinspiel trennte man sich 2:2.

Sparta: Bernd Winkler; Sven Hoffmann, André Lange (79. Minute André Meyer), Niklas Neumann, Bilel Khlifi, Marcel Gräger, Daniel Klassen, Arda Evrem, Dennis Schweer, Daniel Hupp (71. Minute Sebastian Stocksmeier), Levent Sönmez (76. Minute Sedat Ekinci).