TSV KK gewinnt beim OSV Hannover

Ein großer Kampf, ein Traumtor und eine famose Parade

Der Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga rückt für den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide
immer näher. Am Himmelfahrtstag konnten die Krähen das Nachholspiel beim OSV
Hannover mit 3:2 gewinnen. Damit konnte der Vorsprung auf die gefährlichen Plätze
abermals ausgebaut werden. Rechnerisch sind die Krähen noch nicht durch, dennoch
müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn noch etwas anbrennen sollte. Die Partie am Donnerstag war noch nicht einmal eine Minute alt, da durfte der rot-blaue Anhang im Oststadtstadion zum ersten Mal jubeln. Im Anschluss an einen Eckball brachte Philipp Schütz die Krähen mit einem Schuss aus dem Gewühl heraus in Führung. Mit dem Vorsprung im Rücken agierte der TSVKK in den ersten Minuten äußerst souverän. Die Mannschaft kombinierte stark und ließ den Ball gekonnt durch die Reihen laufen.
Der OSV, der auf dem vorletzten Tabellenplatz steht und in jedem der letzten Spiele zum Siegen verdammt ist, brauchte eine Weile, um sich vom frühen Rückstand zu erholen. Doch das Team von Trainer Wilfried Bergmann biss sich in die Partie hinein. Nach 18 Minuten gelang durch Mannschaftskapitän Björn Gassmann der Ausgleich. Doch lange sollte das Glücksgefühl der Bothfelder nicht andauern. Denn noch während die letzten Freudengesänge des heimischem Anhangs zum Besten gegeben wurden und der Stadionsprecher den Ausgleichstreffer ausgerufen hatte, hatte Krähenwinkels Renè Legien die passende Antwort parat. Durch ein präzises Zuspiel von Philipp Schmidt wurde Legien perfekt in Szene gesetzt, dann nahm die Nummer Sechs aus rund 30 Metern Maß. Der Ball schlug im Winkel ein – ein wahrhaftiges Traumtor. Doch bis zum nächsten Treffer sollte es abermals nicht lange dauern. In der 26. Minute konnte Volkan Ates für den OSV den erneuten Ausgleich erzielen. Mittlerweile hatte sich das Derby zu einem Duell auf Augenhöhe entwickelt, in dessen Verlauf sich die Spieler beider Seiten immer wieder den gegnerischen Strafräumen näherten. Beim Stand von 2:2 ging es dann in die Kabinen. Nach der Pause gab es im Spiel der Heimmannschaft einen Bruch. Der OSV wirkte fortan gehemmt. Eine gewisse Nervosität im kräftezehrenden Abstiegskampf machte sich bemerkbar. Die Krähen wurden in ihren Aktionen fortan immer sicherer. Hinten ließen sie nichts zu, und davor gingen nun die meisten Zweikämpfe an die Krähen. Eine Standardsituation brachte dann in der 63. Minute das Tor zum 3:2. Philipp Schmidt hatte den Ball bei einer Ecke von der rechten Seite hereingebracht, und Andreas Bart drückte das
Leder mit dem Knie über die Torlinie. Riesenjubel im Fanblock des TSV KK, von wo aus ein großer Kampf der favorisierten Mannschaft verfolgt wurde. Ein Auswärtsspiel gegen ein Team, für das es um das Überleben geht, ist sicherlich nicht einfach zu spielen. Doch die Krähen meisterten diese Aufgabe hervorragend. Einmal musste kurz vor dem Ende jedoch noch gezittert werden. Bei einem der äußerst rar gewordenen Gegenangriffe tauchte Björn Gassmann plötzlich völlig frei vor Jan Helms auf. Aber der Torhüter des TSV KK war auf dem Posten und entschärfte den Schuss aus kurzer Distanz mit einem großartigen Reflex. Damit waren die drei Punkte unter Dach und Fach – und die Krähen konnten sich auf die Schultern klopfen. Mit nun 37 Punkten stehen nach 26 Spielen bereits mehr zu Buche als in der gesamten vorigen Saison.
Mannschaft: J. Helms, Tegtmeyer, Miener, Bart, S. Helms, Hübner (ab 46. Minute Heider), Schütz, Mücke, Legien, Pfeuffer (ab 73. Minute Tasche), Schmidt (ab 89. Minute Akrout); Trainer: Trebing.
Tore: 1. Minute 0:1 Philipp Schütz, 18. Minute 1:1 Björn Gassmann, 19. Minute 1:2 Renè Legien, 26. Minute 2:2 Volkan Ates, 63. Minute 2:3 Andreas Bart.