TSV KK im Dunstkreis der Champions League

Trotz großen Einsatzes landeten die Krähen auf dem letzten Platz. (Foto: C. Borschel)
 
Verbissen fighteten die jungen Kicker um jeden Ball.

Großes Lob für Internationales Jugendturnier „Raddatz-Immobilien-Cup“

Krähenwinkel (bo). Inter Mailand, Twente Enschede, der TSV Krähenwinkel-Kaltenweide und der FC Valencia. Wer der Meinung ist, dass ein Name hier fehl am Platze sei, der hat nicht mitbekommen, was am vergangenen Wochenende auf der Sportanlage in Krähenwinkel vonstatten gegangen ist. Als Ausrichter des traditionellen Raddatz Immobilien-Cups, einem internationalen Fußballturnier für U11-Mannschaften reihte sich der TSV KK problemlos in ein 48-köpfiges Teilnehmerfeld ein, welches man nicht aller Tage vor den Toren Hannovers zu sehen bekommt. Der Veranstalter selbst freute sich bereits im Vorfeld des Turniers auf eines der „bestbesetzten Juniorenturniere in Deutschland“ und hoffte auf „hochklassigen Sport“. Den bekamen die Fans und Familien der jungen Kicker auch zu sehen: Verbissen geführte Zweikämpfe, umstrittene Schiedsrichterentscheidungen, Übersteiger, Traumtore, Torwartpatzer und Glanzparaden- die Nachwuchsspieler zeigten, was in Ihnen steckt.
Doch nicht nur die jungen Kicker konnten sich nach den Spielen in den Mannschaftszelten des Lobs ihrer Trainer sicher sein- auch der TSV KK als Ausrichter bekam seine Anerkennung: „Ich muss die Schiedsrichter hervorheben, die hier sehr gut auf die Jungs eingegangen sind und sie immer wieder zur Fairness angehalten haben“, sagte beispielsweise der Trainer der Grashoppers United, einer Truppe mit Spielern aus dem Braunschweiger Raum und des SCL. „Überhaupt ist das hier alles sehr gut organisiert, wir kommen gerne wieder.“
Aus sportlicher Sicht dürfte die Truppe von Bayer 04 Leverkusen das breiteste Grinsen auf dem Gesicht gehabt haben. Sie setzten sich im Finale im Neunmeterschießen mit 8:7 gegen Vorjahressieger Inter Mailand durch und durften den großen Pokal nach Hause nehmen. Held des Tages war Julian Beck. Der elfjährige Keeper hielt den siebten und entscheidenden Neunmeter im Shoot Out des Finale des Krähenwinkeler Raddatz-Cups und sicherte der U 11 von Bayer den Titel. So blieb den jungen Kickern das Gefühl erspart, das ihre großen Vorbilder aus dem Profikader oft erleben mussten. Hat die Werkself doch durch viele oft auch unglückliche zweite Plätze bundesweit den Namen „Vizekusen“ verpasst bekommen. Ihre elfjährigen Vereinskameraden hatten im Finale gegen Inter Mailand allerdings das Glück auf ihrer Seite, schafften nach einem 0:2 mit dem 2:2 in buchstäblich letzter Sekunde den Ausgleich nach einem Freistoß von der Mittellinie. Und dann kam das Neunmeterschießen, das Julian und seine Mannschaftskameraden so schnell wohl nicht vergessen werden. Dritter wurde Dynamo Zagreb, das Spiel um Platz 5 entschied Benfica Lissabon für sich und Platz 7 ging an den FC Sevilla. Dass die Krähen selbst den letzten Platz für sich verbuchten, lässt sich angesichts des starken Teilnehmerfeldes und der souveränen Ausrichtung wohl verschmerzen.
Und so fuhren am Ende des Turniers ungeachtet des sportlichen Abschneidens die Finnen zurück nach Finnland, die Ukrainer traten den Weg in die Ukraine an und auch die Griechen, Spanier und Schweizer dürften den Rückweg mittlerweile geschafft haben. Was bleiben wird, ist die Erinnerung an ein sportlich-faires Wochenende in Krähenwinkel.