TSV KK macht es dem Favoriten schwer

Doch vom frühen Doppelschlag erholt sich das Team nicht mehr

Am Ostermontag hatte der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide in der Fußball-Landesliga das schwere Nachholspiel gegen den SV Bavenstedt zu bestreiten. Der Gast aus dem Hildesheimer Stadtteil zählt zum Kreis der Meisterschaftsfavoriten. Sollte der SVB seine noch ausstehenden Nachholspiele erfolgreich gestalten,stünde das Team punktgleich mit dem HSC an der Tabellenspitze. Diese Situation und die Erinnerung an das Hinspiel, als den Krähen klar die Grenzen aufgezeigt
wurden, machten deutlich, welch hohes Kaliber diesmal seine Aufwartung am Waldsee machte. Dennoch gingen die Krähen nicht hoffnungslos in die Begegnung. Immerhin waren die drei Heimspiele zuvor gewonnen worden, und Bavenstedt hatte im Gegensatz zu den Krähen bereits am Ostersonnabend ein Spiel bestreiten müssen. Doch die Hoffnung auf eine Überraschung sollte bald um einiges schwinden. Die Gäste übernahmen schnell die Spielkontrolle und waren ihrem Gegner in Sachen Passgenauigkeit, Spielwitz und Torgefahr überlegen. In der 16.Minute drückte der SVB diese Dominanz erstmals im Resultat aus. Jonas Jürgens traf nach einem Eckball von Christian Oganesian zum 0:1. Und
gleich die nächste Chance wussten die Bavenstedter abermals zu nutzen. Nach Vorarbeit von Mike Wiedemann erhöhte Jan Laumann auf 0:2. Der Halbzeitstand war damit bereits hergestellt. Krähenwinkels Trainer Holger Gehrmann machte keinen Hehl daraus, dass ihm diese erste Spielhälfte nicht sonderlich gefallen hatte.
Deutlich zufriedener dürfte ihn dann das gestimmt haben, was er nach dem Seitenwechsel zu sehen bekam. Denn die Krähen hatten scheinbar ihre Hemmschuhe in der Kabine gelassen und agierten nun weitaus mutiger. Sie zeigten deutlich, dass sie sie sich so schnell auf keinen Fall geschlagen geben wollen und entwickelten nun ihrerseits Druck auf das gegnerische Gehäuse. Doch mitten in die Drangperiode hinein kam der SV Bavenstedt zum dritten Tor. Mit der ersten SVB-Chance im zweiten Durchgang erhöhte Christian Oganesian auf 3:0 für den Favoriten. Doch damit war das Spiel mitnichten gelaufen. Denn nachdem
Bavenstedts Marcel Hartmann Torben Koschinsky im Strafraum gefoult hatte, verkürzte Philipp Schmidt für die Rot-Blauen per Strafstoß auf 1:3 . Und dann kam die 79. Minute. Plötzlich bekamen die Krähen im gegnerischen Strafraum einen Freistoß zugesprochen. Während auf den Rängen noch eifrig über den Grund dieses Pfiffs diskutiert wurde, hatte das Team bereits blitzschnell reagiert und die Gelegenheit umgehend genutzt. Torben Koschinsky spielte zu Alexander Doch, und der brachte mit dem Tor zum 2:3 neue Hoffnung an den
Waldsee. Nach dem Spiel war zu erfahren, dass Schiedsrichter Alexander Sieker den Freistoß gegeben hatte, weil Bavenstedts Torhüter Torben Wiege den Ball zu lange in den Händen gehalten hatte. Die Krähen hatten nun Morgenluft gewittert und versuchten nochmal, aus einem bereits verloren scheinenden Spiel doch noch einen Punkt mitzunehmen. Die Eckbälle, die es noch gab, brachten aber nicht den gewünschten Effekt, und der SV Bavenstedt brachte
den Vorsprung über die Ziellinie. Letztendlich war es zweifelsohne ein verdienter Favoritensieg. Doch der Kampf, den der TSVKK in der zweiten Halbzeit auf den Rasen brachte, lässt den rot-blauen Anhang zuversichtlich in
die Zukunft schauen. Am nächsten Sonntag, 3. April steht um 15 Uhr ein weiteres Heimspiel auf dem Plan. Und diesmal ist es eine gänzlich andere Aufgabe, die den Krähen da bevorsteht, wenn der TSV Barsinghausen seine Visitenkarte in Krähenwinkel abgibt. Denn Barsinghausen befindet sich seit Monaten in einer Negativspirale. Die Deisterstädter haben sage und schreibe zwölfmal hintereinander verloren und sind mittlerweile auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht.

Mannschaft: J. Helms, Hübner (ab 46.Dosch), T. Schmidt, Döpke, Linnemann, A. Ulrich, Mücke, P. Schmidt, Zimmermann (ab 65.Sachse), Schwitalla, M. Ulrich (ab 63.Koschinsky) Trainer: Gehrmann
Tore: 16.0:1 Jonas Jürgens, 19.0:2 Jan Laumann, 61.0:3 Christian Oganesian, 65.1:3 FE Philipp Schmidt, 79.2:3 Alexander Dosch