TSV KK mit toller mentaler Reaktion

Krähen holen einen Punkt, der noch wichtig sein kann

Vor dem Heimspiel gegen den SV Bavenstedt, das für den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide am letzten Sonntag in der Fußball-Landesliga auf dem Programm stand, waren die Fakten alles andere als verheißungsvoll. War doch mit den Gästen aus dem Stadtteil von Hildesheim der aktuelle Tabellenzweite an den Waldsee gereist, der dort mit beeindruckenden Erfolgsgeschichten aufwarten konnte. Bavenstedt hatte alle seine Spiele im Jahr 2017 gewonnen und war dabei
gänzlich ohne Gegentor geblieben. Zudem stellt der SVB die beste Defensive der Liga und war in den vorigen sechs Duellen mit dem TSV KK immer siegreich gewesen. Und die Krähen hatten noch die heftige 0:6-Pleite vom Auswärtsspiel gegen die TSV Burgdorf in der Woche zuvor zu verarbeiten. Dennoch wollte das Team von Trainer Ingo Trebing alles daransetzen, wieder in die Erfolgsspur zu finden und die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben zu erhalten. Dazu galt es zunächst einmal, ein frühes Gegentor zu verhindern, wie es den Krähen zuletzt
einige Male unterlaufen war. Diesmal überstand das Team die Anfangsphase schadlos – und hatte dann in der 16. Minute die große Chance, selbst in Führung zu gehen. Nachdem Felipe-Marcel Böttcher den Ball auf das Tor geschossen hatte, hatten sich schon reichlich Endorphine bei allen, die es mit den Rot-Blauen halten, aufgestaut, und so manche Arme sah man schon freudig gen Himmel recken. Doch dann war dem Führungstreffer der Innenpfosten im Weg, und es blieb beim 0:0. Eine weitere gute Gelegenheit wurde von den Krähen in der 32. Minute eingeleitet. Renè Legien hatte den Ball behauptet und nach links außen zu Philipp Schmidt
gespielt. Dessen präzises Zuspiel erreichte Marcel Kunstmann. Er leitete den Ball zu Böttcher weiter, der die Möglichkeit leider nicht nutzen konnte. Bavenstedt hatte seinerseits kaum nennenswerte Gelegenheiten. Zum einen fehlte es den Abschlüssen oft erheblich an der Präzision, zum anderen gelang es den Krähen oftmals, die Entstehung gegnerischer Angriffe durch gute Abwehrarbeit zu verhindern. Exemplarisch sei eine Szene aus der 42. Minute genannt, als Nils Tegtmeyer eine Gefahr bringende Linksflanke in den Strafraum durch gutes Stellungsspiel vermied. So erhielten die Krähen von ihrem Anhang verdienten Applaus, als es in die Halbzeitpause ging.
Die Zuschauer hatten bis dahin ein Landesligaspiel auf gutem Niveau gesehen, in dem der SVB oftmals zeigte, dass er zu Recht an zweiter Stelle steht, die Krähen jedoch nie wie ein Team, das auf einem Abstiegsplatz rangiert, agierten. Stattdessen boten sie eine engagierte Leistung und hatten weiterhin die besseren Torchancen. So scheiterte Marcel Kunstmann kurz nach Wiederbeginn, und ein von Philipp Schmidt gut getretener Freistoß aus rund 20 Metern wurde vom Gästekeeper Nicolas Franzmann pariert. Erst in der Schlussphase wurde der SV Bavenstedt gefährlicher. Ein Kopfball von Christian Oganesian flog in der 75. Minute über die Latte, und bei einer weiteren Chance von Oganesian war Daniel Mücke für den TSV KK der Retter in der Not, als er den Ball von der Torlinie wegköpfte. Ihrerseits konnten die Krähen einen von Böttcher verlängerten Freistoß von Sebastian Helms nicht zum Torerfolg verwerten. So blieb es bis zum Schluss beim 0:0. Bavenstedts Serie von Zu-Null-Spielen hat sich damit um eine weitere Partie verlängert. Viel wichtiger war jedoch die Tatsache, dass der TSVKK eine tolle Reaktion auf das Burgdorf-Spiel gezeigt hat. Den Punkt hat sich die Mannschaft redlich verdient, und in der Endabrechnung kann dieser noch wichtig sein. Für die Rot-Blauen steht nun das Spiel am Ostermontag, 17. April, bevor. Um 15 Uhr beginnt das Auswärtsspiel gegen den TSV Pattensen.

Mannschaft: Pigors, T. Miener, F. Miener, S. Helms, Tegtmeyer, Mücke, Dosch, P.Schmidt (ab 82. Minute Abdoun), Legien, Böttcher, Kunstmann (ab 69. Minute Tasche); Trainer: Trebing.