TSV KK unter Wert geschlagen

Trotz 1:3 guter Auftritt beim Spitzenteam in Bückeburg

Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide hat in der Fußball-Landesliga eine weitere Niederlage einstecken müssen. Beim VfL Bückeburg, der letzte Saison noch der Oberliga angehörte und zu den Favoriten auf den Wiederaufstieg zählt, musste die Waldsee-Elf ein 1:3 einstecken. Dennoch durfte der TSV KK erhobenen Hauptes den Rasen des Bückeburger Jahnstadions verlassen.
Die Krähen hatten einen couragierten Auftritt hingelegt - ein „Klassenunterschied“, wie es in einem weiteren Spielbericht zu lesen ist, war in keinster Weise zu erkennen. Zwar hat der VfL Bückeburg äußerst druckvoll und in einem sehr hohen Tempo begonnen. Den Krähen gelang es jedoch weitestgehend sehr ordentlich, sich der Geschwindigkeit anzupassen. Und hätte Tim Hübner ein wenig mehr Schussglück gehabt, dann hätte der TSV KK durchaus in Führung gehen können. Schon nach drei Minuten bot sich ihm eine gute Gelegenheit von der linken Seite. Der Ball flog knapp rechts am Tor vorbei. Auf VfL-Seite konnte Lennard Heine eine Vorlage von Marcel Buchholz nicht zum Torerfolg verwerten. Die beiden genannten Akteure sollten fortan zu den Auffälligsten in der Offensive
der Heimmannschaft zählen. Eine Unaufmerksamkeit in der Krähenwinkeler Hintermannschaft brachte in der 18. Minute das 1:0 für den VfL mit sich. Bei einem Freistoß von der rechten Seite hatte sich Marcel Buchholz aus den Augen der KK-Defensivreihe davongeschlichen, so dass er den Ball fast unbemerkt an sich nehmen und aus schwierigem Winkel einköpfen konnte. Zehn Minuten vor dem Seitenwechsel hatten die Krähen die große Möglichkeit, den Ausgleich zu
erzielen. Nachdem die Bückeburger den Ball durch einen Fehler im Mittelfeld preisgeben mussten, tankte sich Dennis Tasche auf der linken Seite bis in den Strafraum durch. Sein anschließendermSchuss von der linken Seite landete jedoch knapp neben dem Tor. Stattdessen musste der TSV KK in der Frühphase der zweiten Halbzeit das zweite Gegentor verkraften. Zunächst hatte Krähen-Torwart Jan Helms den Schuss von Benjamin Hartmann gut pariert. Der Abpraller landete bei Lennard Heine. Der Bückeburger zögerte lange. Lange genug, um von Seiten der Krähen Versuche zu unternehmen, um den erwarteten Torschuss zu verhindern.
Doch dann schoss Heine – und es stand 2:0 für den VfL Bückeburg.
Die Rot-Blauen gaben sich jedoch längst nicht geschlagen. Philipp Schmidts Freistoß aus rund 20 Metern ist in der 66. Minute missglückt, danach hätte Freerk Miener der Partie jedoch neue Spannung geben können. Der Innenverteidiger war im gegnerischen Strafraum aufgetaucht und verfehlte den Kasten bei seinem Schuss aus spitzem Winkel um Haaresbreite. Es gehört zu den bitteren Momenten dieser noch jungen Spielzeit, dass bereits zum zweiten Mal
aus eigenem Eckball ein weiteres Gegentor entstand. Nach dem Ballgewinn der Bückeburger schloss Lennard Heine einen Konter in der 72. Minute zum 3:0 ab.
Wenige Minuten später keimte dann doch noch einmal Hoffnung beim mitgereisten Krähenwinkeler Anhang auf. Philipp Schmidt hatte den Ball zu Marc Ulrich quergelegt, der sogleich alleine auf das Tor zusteuerte und den Ball souverän einschob. Und hätte VfL-Torhüter Hüseyin Özel den von Philipp Schmidt gut getretenen Freistoß aus zentraler Position n der 80. Minute nicht mit der
Hand über die Latte gelenkt, wer weiß, was hier noch möglich gewesen wäre.
So herrschte beim Bückeburger Anhang nach dem Schlusspfiff des starken Schiedsrichters Marcel Quoos die Vorfreude auf das nun anstehende Spitzenspiel des VfL in Ramlingen vor, während die Krähen angesichts der starken Vorstellung viel berechtigtes Lob einstreichen konnten. Drei hochkarätige Chancen gehabt, bei einem starken Freistoß am Torhüter gescheitert, zwei
Gegentore nach Kontern, eines durch einen Freistoß kassiert. Es ist einiges gegen die Krähen gelaufen, dennoch scheint der TSV KK auf einem guten Weg zu sein.
Es ist dem Team zu wünschen, dass es solch einen beherzten Auftritt wie in Bückeburg nun auch auf dem eigenen Terrain hinlegen und sich diesmal auch dafür in Form von Punkten belohnen kann. Mit dem Heeßeler SV haben die Krähen einen Gegner vor der Brust, der gut in die Saison gestartet ist. Dennoch bringen die Heeßeler in Person von Hendrik Größöhmichen einen neuen Trainer mit. Die Begegnung findet am Sonnabend, 10. September, um 16 Uhr in Krähenwinkel
statt.

Mannschaft: J. Helms, Tegtmeyer, Döpke, F. Miener, S. Helms, Zimmermann (ab 82.Malli), Dosch, Hübner (ab 76.Mücke), P. Schmidt, Tasche (ab 67.Münch), M. Ulrich Trainer: Gehrmann
Tore: 18.1:0 Marcel Buchholz, 57.2:0 Lennard Heine, 72.3:0 Lennard Heine, 76.3:1 Marc Ulrich